Corona-Pandemie

Freude und Zukunftssorgen: Wie Kultur-Veranstalter mit den Vorgaben zurechtkommen

Drei Plätze Mindestabstand: Ein Blick in den Zuschauerraum des Kurhauses Fiskina beim Konzert des Jugendsinfonieorchesters des Wörishofer Festivals der Nationen.

Drei Plätze Mindestabstand: Ein Blick in den Zuschauerraum des Kurhauses Fiskina beim Konzert des Jugendsinfonieorchesters des Wörishofer Festivals der Nationen.

Bild: Günter Jansen

Drei Plätze Mindestabstand: Ein Blick in den Zuschauerraum des Kurhauses Fiskina beim Konzert des Jugendsinfonieorchesters des Wörishofer Festivals der Nationen.

Bild: Günter Jansen

Nach zwei Konzerten des Jugendsinfonieorchesters in Fischen, ziehen die Organisatoren eine Zwischenbilanz
Drei Plätze Mindestabstand: Ein Blick in den Zuschauerraum des Kurhauses Fiskina beim Konzert des Jugendsinfonieorchesters des Wörishofer Festivals der Nationen.
Von Eva Jansen
29.09.2020 | Stand: 11:21 Uhr

„Es hat sich gelohnt“, sagt Josef Rothärmel, der stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft „Freunde der Musik“, nach den beiden Konzerten des vbw-Jugendsinfonieorchesters im Kurhaus Fiskina in Fischen. Die Musiker mussten – bis auf die Cellisten – im Stehen spielen, „was in High Heels wahrscheinlich gar nicht mal so einfach ist“, mutmaßt Josef Rothärmel augenzwinkernd, „und meinen vollen Respekt verdient“.

Die Musiker seien froh, überhaupt auftreten zu können und auch das Publikum freue sich, nach so langer Abstinenz über den Live-Musikgenuss. „Viele Mitglieder bedankten sich für das Engagement, Live-Konzerte wieder möglich zu machen“, erzählt Rothärmel. Der Verein hat 450 Mitglieder. 600 Personen fasst der Saal der Fiskina normalweise. Mit Corona-Regeln nur 127. Beide Konzerte waren allein schon mit den Mitgliedern, die sich zuvor fest angemeldet hatten (das waren 250), ausgebucht.

„Die da waren, haben die Aufführung genossen“, sagt Josef Rothärmel. „Einige meinten sogar, die Akustik im Saal wäre bei so wenigen Besuchern noch besser gewesen.“ Ob das in Zukunft so weitergehen kann, sei aber ungewiss. Wenn die Pandemie auch noch bis 2021 und 2022 anhält, werde es finanziell schwierig für den Verein werden, weissagt Rothärmel: „Das geht nur solange gut, wie unsere Mitgliederzahlen stabil bleiben, ansonsten wird’s eng“. Da bleiben eigentlich nur zwei Optionen übrig: „Gage runter oder Mitgliedsbeiträge rauf.“

Die nächste Veranstaltung findet am Sonntag, 4. Oktober, in der Fiskina statt: „Echoes of Swing – Jazz meets Classic.