Corona-Auflagen

„Frohe Botschaft“: Oberallgäuer Blasmusiker loben Lockerungen

Die Blaskapelle Bihlerdorf-Ofterschwang beginnt wieder mit den Proben. Unsere Aufnahme zeigt das Orchester bei einem Konzert nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr.

Die Blaskapelle Bihlerdorf-Ofterschwang beginnt wieder mit den Proben. Unsere Aufnahme zeigt das Orchester bei einem Konzert nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr.

Bild: Markus Ellenrieder

Die Blaskapelle Bihlerdorf-Ofterschwang beginnt wieder mit den Proben. Unsere Aufnahme zeigt das Orchester bei einem Konzert nach dem ersten Lockdown im vergangenen Jahr.

Bild: Markus Ellenrieder

Der Ärger über die Proben-Auflagen der Staatsregierung waren unter Oberallgäuer Blasmusikern groß. Jetzt gibt es ein Aufatmen. Was die Lockerungen bringen.
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Von Klaus Schmidt
08.06.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Als „Frohe Botschaft“ für Blasmusikanten wertet Stefan Köberle, stellvertretender Vorsitzender des Bezirks Sonthofen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund, die neuen Lockerungsschritte der Staatsregierung. Proben sind jetzt sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freien ohne die bisherige rigide Teilnehmerbegrenzung zulässig. Zu beachten seien nur noch die Mindestabstände. Aus ihnen und der zur Verfügung stehenden Fläche ergebe sich jetzt die maximale Teilnehmerzahl. Das vereinfache die Organisation, sagt Stefan Köberle. Er hatte sich schon Strategien überlegt, wie die Proben unter den bisherigen Auflagen zu realisieren wären. Bisher waren maximal zehn Teilnehmer in Innenräumen und 20 im Freien erlaubt.

"Zügige Nachbesserungen" angemahnt

Die Auflagen hatten wegen vieler Ungereimtheiten für großen Ärger unter den Blasmusikern im Oberallgäu gesorgt. Bezirksleiter Stephan Thomae hatte in einem Brief an die zuständigen Staatsminister Bernd Sibler (Wissenschaft und Kunst) und Klaus Holetschek (Gesundheit und Pflege) „zügige Nachbesserungen“ angemahnt (wir berichteten). Auch Landrätin Indra Baier-Müller habe sich für die Blasmusikanten bei den Ministern eingesetzt, erklärt Stefan Köberle. Doch auch die großen Verbände versuchten ständig zu intervenieren. Der Einsatz habe offenbar Früchte getragen, vermutet Stefan Köberle: „Jetzt dürfte es für jede Kapelle möglich sein, wenigstens im Freien zu proben.“ Und er fügt an: „Wo ein Wille ist, da ist ein Weg.“

Stefan Köberle hofft, dass jetzt Standkonzerte im Sommer stattfinden können und später im Herbst und Winter vielleicht sogar größere Konzerte im Saal. Einige Blaskapellen stehen schon in den Startlöchern, haben bereits mit dem Proben begonnen oder wollen demnächst damit beginnen.

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