Großübung

„Gefahrenstoff im Sonthofer Sontrapark“

Übung Chemie Feuerwehr THW

Am Sontrapark in Sonthofen haben Feuerwehren und Technisches Hilfswerk den Umgang mit Gefahrstoffen geübt.

Bild: Benjamin Liss

Am Sontrapark in Sonthofen haben Feuerwehren und Technisches Hilfswerk den Umgang mit Gefahrstoffen geübt.

Bild: Benjamin Liss

Feuerwehr und Technisches Hilfswerk simulieren Einsatz in Sonthofen. In luftdichten Schutzanzügen suchen sie nach Personen und retten sie aus dem Keller.
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Von Benjamin Liss
01.10.2021 | Stand: 06:00 Uhr

„Chemieunfall mit Gefahrstoff“: Mit diesem Szenario wurden die Feuerwehren von Sonthofen und Rettenberg sowie das Technische Hilfswerk (THW) in Sonthofen konfrontiert. Gemeinsam rückten sie zu einer Großübung aus.

Angenommen wurde der Austritt von dem „Gefahrstoff“ im zweiten Kellergeschoss eines Fertigungsbetriebs in Sonthofen. Übungsgelände war der Sontrapark. Zwei Personen sollten ohne Bewusstsein im Kellerbereich liegen und mussten wegen des Gefahrenstoffs mit Chemie-Schutzanzügen gerettet werden. „Neben der Menschenrettung, gilt es, die ausgelaufenen Stoffe zu bestimmen und anhand von vorgeschriebenen Maßnahmen die Ausbreitung zu verhindern,“ erklärte Sonthofens Kommandant Markus Adler.

Weiteres Auslaufen verhindert

Mit luftdichten Schutzanzügen wurden die „bewusstlosen“ Personen von den Einsatzkräften gesucht und danach gerettet. Außerdem verhinderten sie ein weiteres Auslaufen des Gefahrstoffs. Dabei arbeiteten die Feuerwehren und das THW Sonthofen zusammen. THW-Chemieschutzträger halfen den Kräften der Feuerwehr bei der Rettung der Personen. Gemeinsam bestimmten sie zudem den ausgetretenen Stoff und leiteten weitere Maßnahmen ein.

Eingesetzt wurde auch die Dekontaminationsschleuse der Feuerwehr Rettenberg. Sie dient zur Dekontaminierung der Einsatzkräfte, Patienten und Geräte. In ihr ziehen die Einsatzkräfte ihre Schutzanzüge aus, und es wird die Kleidung der geretteten Personen entfernt. Anschließend wird alles abgeduscht.

„Besonders wichtig bei der Übung war die Kommunikation und die Abstimmung der Schnittstellen zwischen den beiden Feuerwehren und dem THW“, erklärte Adler. Damit im Einsatzfall alles reibungslos funktioniert.

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