Gesundheitswesen

Generationenwechsel bei Dr. Reisach-Kliniken in Oberstdorf

Zu den Dr. Reisach-Kliniken gehört auch die Adula-Klinik bei Oberstdorf.

Zu den Dr. Reisach-Kliniken gehört auch die Adula-Klinik bei Oberstdorf.

Bild: Hermann Rupp

Zu den Dr. Reisach-Kliniken gehört auch die Adula-Klinik bei Oberstdorf.

Bild: Hermann Rupp

Georg Reisach übergibt Geschäftsführung der Adula-Klinik bei Oberstdorf an Sohn Benedikt. Seine Tochter Sarah Helena hat die Leitung der Klinik Stiefenhofen.
25.04.2022 | Stand: 15:32 Uhr

Ganz in die Hände seiner Kinder übergab jetzt Dr. Georg Reisach die Geschäftsführung der Dr. Reisach-Kliniken: Sein Sohn Benedikt Reisach übernahm die Leitung der Adula-Klinik in Oberstdorf. Vor zwei Jahren hatte bereits Sarah Helena Reisach die Geschäftsführung der Hochgrat-Klinik bei Stiefenhofen übernommen. Nach 33 Jahren an der Spitze des Unternehmens ging Dr. Reisach in den Ruhestand.

Die Dr. Reisach-Kliniken sind Akut-Kliniken für Psychosomatik und Psychotherapie. Das privat geführte Familienunternehmen hat nur die beiden Standorte in Stiefenhofen und Oberstdorf. Dort werden Menschen mit Depressionen, Angsterkrankungen, Burnout, Essstörungen, Suchterkrankungen, Persönlichkeitsstörungen oder Posttraumatischen Belastungsstörungen behandelt. „Wir sind keine psychiatrische und auch keine Reha-Einrichtung“, stellt Maximilian Roth, Verwaltungsleiter der Dr. Reisach-Kliniken klar: „Zu uns kommen die Menschen freiwillig und als Akut-Patienten.“

Dazu bräuchten die Patienten in der Regel eine Überweisung vom Haus- oder Facharzt und etwas Geduld. Denn im Schnitt müssten die Menschen laut Roth eine Wartezeit von drei Monaten in Kauf nehmen. Behandelt würden gesetzlich und privat versicherte Patientinnen und Patienten aus ganz Deutschland. In der Klinik Stiefenhofen, die der Theologe Georg Reisach vor 33 Jahren gründete, gebe es 105 Patienten-Plätze und es seien 105 Mitarbeiter beschäftigt. In der Adula-Klinik, die Reisach 1996 gründete, seien es 140 Patienten-Plätze und etwa ebenfalls genauso viele Beschäftigte.

250 Beschäftigte im Ober- und Westallgäu

Mit zusammen knapp 250 Beschäftigten ist das Familienunternehmen mit einem jährlichen Umsatz von rund 14 Millionen Euro auch ein bedeutender Arbeitgeber in den Regionen Oberstaufen und Oberstdorf. Das zeigt sich in seiner gesundheitlichen Wirkung. Laut Mitteilung wurden insgesamt seit der Gründung der Kliniken über 40.000 Menschen behandelt. Dabei verfolgen die Reisach-Kliniken ein besonderes Konzept, zu dem auch immer wieder öffentliche Vorträge zu verschiedenen Themen gehören.

Der neue Geschäftsführer Benedikt Reisach ist 31 Jahre alt. Er hat Betriebswirtschaft studiert und war zuvor bereits Prokurist im Unternehmen.

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Seine Schwester Sarah Helena Reisach ist 29, hat ebenfalls Betriebswirtschaft und zudem Wirtschaftspsychologie studiert. „Wir sind unseren Eltern sehr dankbar, dass sie uns diese verantwortungsvolle Aufgabe übergeben und somit das Vertrauen in uns haben, die beiden Kliniken weiterhin in eine erfolgreiche Zukunft zu führen“, sagen die Geschwister.

Trotz Ruhestands weiter präsent

Beide wollen gemeinsam mit der stellvertretenden Geschäftsführerin der Adula-Klinik, Angela Benne, und dem Verwaltungsleiter der Dr. Reisach-Kliniken, Maximilian Roth, die Kliniken weiterentwickeln und „die hohe Qualität der erstklassigen medizinisch-therapeutischen Versorgung der Patientinnen und Patienten weiterhin gewährleisten“. Der Theologe Georg Reisach will trotz Ruhestands in den beiden Krankenhäusern präsent bleiben und die Patientinnen und Patienten der Adula- und der Hochgrat-Klinik auch künftig seelsorgerisch begleiten.

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