Aktion rund um neues Mobilitätszentrum

Gesichter Sonthofens sollen Busbahnhof schmücken

Bilder von bekannten Sonthofer Persönlichkeiten sollen künftig den neuen Busbahnhof in Sonthofen schmücken.

Bilder von bekannten Sonthofer Persönlichkeiten sollen künftig den neuen Busbahnhof in Sonthofen schmücken.

Bild: Dominik Berchtold

Bilder von bekannten Sonthofer Persönlichkeiten sollen künftig den neuen Busbahnhof in Sonthofen schmücken.

Bild: Dominik Berchtold

Die Sieger des Wettbewerbs zum neuen Busbahnhof stehen fest. Dort sollen großflächige Fotos von Persönlichkeiten der Stadt aufgehängt werden. 2230 Menschen haben abgestimmt.
13.10.2021 | Stand: 11:30 Uhr

2230 Stimmen wurden abgegeben. Jetzt steht fest, welche Sonthoferinnen mit ihren Gesichtern für die Kreisstadt werben sollen: die Mountainbikerin Nadine Rieder, Alpgenuss- und Fairtrade-Initiatorin Andrea Buhl und Lena Heimhuber, Inhaberin des gleichnamigen Fotohauses. „Viele Sonthofer haben sich beteiligt“, erklärte Vize-Bürgermeisterin Ingrid Fischer (Grüne) bei der Sitzung des Bauausschusses.

Das Rathaus hatte wie berichtet zu einem Wettbewerb aufgerufen, um großflächige Fotos von bekannten Personen aus der Stadt an Glasflächen am neuen Busbahnhof anzubringen. Die einzelnen Bussteige des neuen Mobilitätszentrums sollen so ein eigenes Gesicht erhalten, das jeweils ein Markenthema der Stadt repräsentiert. Bürger waren dazu aufgerufen, bei einer Online-Abstimmung zu entscheiden, wer sich besonders dazu eignet, die Themen Einkaufsstadt, geografische Lage und fahrradfreundliche Kommune zu repräsentieren.

Drei Sonthoferinnen ausgewählt

Jetzt wurden drei Sonthoferinnen ausgewählt, mit denen auch eine Botschaft verbunden ist. Mit dem Slogan „Wir lieben lokal“ bekennt sich Fotohaus-Inhaberin Lena Heimhuber zur Einkaufsstadt Sonthofen. Sie führt das Geschäft in fünfter Generation. Das Fotohaus kann auf 140 Jahre Fotografie-Tradition zurückblicken.

Für Sonthofen als „fahrradfreundliche Kommune“ wirbt künftig Mountainbikerin Nadine Rieder, mit dem Slogan „Bestes Klima fürs Radeln.“ Sie gehört zur Spitze der deutschen Mountainbikerinnen. Zweimal wurde sie Deutsche Meisterin im Eliminator, 2016 gewann sie die Gesamtwertung der Sprint-Bundesliga. 2020 und 2021 wurde sie Deutsche Meisterin im Marathon. Diese Verbindung zum Radsport überzeugte wohl auch die Bürger, die bei der Online-Abstimmung für Rieder votierten.

„Genuss liegt in der Natur“ ist die Botschaft von Andrea Buhl. Die Alpgenuss- und Fair-Trade-Initiatorin wirbt künftig für das Themenfeld „Geografische Lage“. Im Sommer ist die Strausbergalpe oberhalb von Imberg die Heimat von Buhl. Auf der ökologisch bewirtschafteten Alpe gibt es bio-regional-faire Spezialitäten aus eigener Landwirtschaft und regionaler Herstellung.

Schauspieler und Braunvieh-Model gesetzt

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Neben den jetzt ausgeschriebenen Werbeplakaten gab es auch eine Reihe von gesetzten Beiträgen, beispielsweise mit dem bekannnten Schauspieler Herbert Knaup, der aus Sonthofen stammt. Fix gesetzt war auch Kuh Zenzi: Das „Allgäuer Braunvieh-Topmodel“ solle dem Thema Natur und Nachhaltigkeit ein Gesicht geben und Konzept sowie Layout an dieser Stelle visualisieren, teilte die Stadt mit.

Bei der Vorstellung der Ergebnisse im Bauausschuss regte Dietmar Zint (CSU) an, auf den Schildern auch Personen zu würdigen, die sich um das Brauchtum in der Kreisstadt verdient gemacht haben – wie beispielsweise Vertreter des Klausenvereins. Vize-Bürgermeisterin Fischer erinnerte daran, dass die Werbetafeln mit den jetzt ausgewählten Personen, nicht dauerhaft den Busbahnhof zieren werden. „Die Schilder sollen ausgetauscht werden.“

Kritik am Busbahnhof

Kritik am Busbahnhof kam von Stadtrat Christian Lanbacher (FW): „Das Ziel der Planung war es, dass der Gast trocken vom Zug zum Bus kommen kann“, sagte Lanbacher. „Das ist ein großes Manko am viel gelobten neuen Busbahnhof.“ Das sei ein großes Thema gewesen, mit dem der Gestaltungsbeirat sich viele Stunden auseinandergesetzt habe, erklärte Christoph Stöberl von der Bauverwaltung. „Bei der Planung ist das Für und Wider intensiv abgewogen worden“, sagte Stöberl. „Aber am Ende ist vom ursprünglichen Wettbewerbsentwurf nicht mehr viel übrig geblieben.“

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