Mundart im Allgäu

Grundschüler aus dem Oberallgäu sind Zweite bei Mundart-Wettbewerb

Mundartwettbewerb

Die Freude ist groß: Die Klasse 3a der Grundschule Bad Hindelang mit (von links) Vereinsvorsitzendem Simon Gehring, Mundartautorin Cornelia Beßler, Lehrerin Veronika Dorn-Rößle und kommissarischer Schulleiterin Jessica Nowakowski.

Bild: Günter Jansen

Die Freude ist groß: Die Klasse 3a der Grundschule Bad Hindelang mit (von links) Vereinsvorsitzendem Simon Gehring, Mundartautorin Cornelia Beßler, Lehrerin Veronika Dorn-Rößle und kommissarischer Schulleiterin Jessica Nowakowski.

Bild: Günter Jansen

Klassen aus Bad Hindelang und Wertach räumen zweite Preise beim Wettbewerb „So schwätz i“ ab. Wer ihn veranstaltet, was er bezweckt und wie er ankommt.
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Von Günter Jansen
02.08.2021 | Stand: 11:34 Uhr

Die Klasse 3a der Grund- und Mittelschule Bad Hindelang mit Lehrerin Veronika Dorn-Rößle und die Klasse 4 der Grundschule Wertach mit Lehrerin Judith Frank haben jeweils einen zweiten Preis beim Mundart-Wettbewerb „So schwätz i“ erreicht.

„G’schichtle, G’dichtle, Liadr und so nammas“ wurden zu diesem Wettbewerb reichlich eingereicht. Der Verein „Mundart Allgäu“ hatte dazu aufgerufen und viele Schülerinnen und Schüler hatten sich im Allgäuer Dialekt auf Papier verausgabt. Der Förderverein hatte die Intention, Lehrerinnen und Lehrer zu ermutigen, sich im Unterricht mit dem Dialekt zu beschäftigen.

"Bedeutendes Kulturgut"

„Dialekte sind ein bedeutendes Kulturgut, dessen Erhalt und Förderung uns ein wichtiges Anliegen ist“, sagte Vereinsvorsitzender Simon Gehring, der gemeinsam mit Schatzmeisterin Andrea Lotter aus Füssen, dem Wir-18-Chef Helmut Rothmayr aus Altstädten und Klaus-Peter Mayr, dem Leiter der Kulturredaktion der Allgäuer Zeitung Kempten, die Jury bildete.

Eine schwere Aufgabe, denn „von den Beiträgen waren wir allesamt sehr begeistert“, berichtete Gehring. Deshalb hatte man sich dazu entschlossen, die Preisgelder aufzustocken. So wurden nunmehr mit 1900 Euro 800 Euro mehr vergeben als ursprünglich geplant.

Besuch in der Schule

Eine Preisverleihung mit allen Beteiligten konnte wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden. So machte sich Simon Gehring auf, um die preisgekrönten Klassen und Kinder einzeln in ihren Schulen zu besuchen. Dabei führte ihn der Weg nach Bad Hindelang in die Grund- und Mittelschule, wo er die Klasse 3a traf. Die hatte den zweiten Platz ergattert mit ihren 19 „Klöüseg’schichtle“. Neben einem Dialekt-Ratespiel und einem vom Verein veröffentlichten „Pflanzen-Memo“ gab es 300 Euro Preisgeld.

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Ebenfalls den zweiten Platz erreichten die Klasse 4 der Grundschule Wertach sowie zwei Klassen aus Ottobeuren und Altusried. Auch sie erhielten je 300 Euro. Den Sieg trug die Klasse R6c der Realschule Ottobeuren davon und heimste dafür 500 Euro ein.

Der Verein "Mundart Allgäu" im Internet.

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