Sanierung kostet 20,8 Millionen Euro

Im Oktober 2023 sollen die Schüler in die Grundschule Oberstdorf zurückkehren

Noch ist die Grundschule Oberstdorf eine Baustelle. Doch in einem Jahr sollen hier wieder die Kinder unterrichtet werden.

Noch ist die Grundschule Oberstdorf eine Baustelle. Doch in einem Jahr sollen hier wieder die Kinder unterrichtet werden.

Bild: Dominik Berchtold

Noch ist die Grundschule Oberstdorf eine Baustelle. Doch in einem Jahr sollen hier wieder die Kinder unterrichtet werden.

Bild: Dominik Berchtold

Die Sanierung der Grundschule Oberstdorf läuft aktuell nach Plan. Bis das Gebäude fertig ist, werden die Kinder aber noch ein Jahr in Containern unterrichtet.
18.10.2022 | Stand: 17:50 Uhr

Es ist ein Mammutprojekt: Die Generalsanierung der Grundschule Oberstdorf. Doch bisher blieben die bösen Überraschungen aus. Denn das Projekt liegt immer noch im Kostenrahmen, und – für Kinder, Eltern und Lehrer noch wichtiger – im Zeitplan. Ende Oktober 2023 soll die Grundschule fertig sein. „Das nächste Schuljahr beginnt noch in der Containerschule und wechselt dann in die Grundschule“, erklärte Felix Peeters jetzt bei einem Zwischenbericht im Bauausschuss der Marktgemeinde.

Seit November 2021 läuft die Generalsanierung. Das Haupthaus stammt aus den Jahren 1906/07, 1953 wurden der Westtrakt und 1961 der Nordtrakt angebaut. Im Zuge des Schulumbaus soll ein neues, von Lehrern und Erziehern erarbeitetes, pädagogisches Raumkonzept zum zeitgemäßen Lernen umgesetzt werden.

Jede Jahrgangsstufe erhält einen eigenen Lernbereich, der aus drei Klassenzimmern und eigenen Toiletten besteht. Das Herzstück wird künftig ein sogenannter „Marktplatz“ mit Sitzgelegenheiten, Lernmaterialien und Rückzugsflächen bilden. Diese Fläche kann beispielsweise für Gruppenarbeiten, Präsentationen, freie Arbeitsphasen, Hausaufgaben und Internetrecherche genutzt werden.

Generalsanierung der Grundschule Oberstdorf: 20 dezentrale Lüftungsanlagen werden eingebaut

Nachträglich wegen der Corona-Pandemie in die Planung für das Projekt aufgenommen wurden 20 dezentrale Lüftungsanlagen. Für 338.000 Euro vergab der Bauausschuss jetzt einstimmig den Auftrag für die Installation der Geräte, die sogar 20 Prozent günstiger werden als kalkuliert. Wirtschaftsreferent Christian Raps (FW) hakte im Ausschuss nach, ob es für die Lüfter im Schulgebäude Zuschüsse gibt. „Es gibt eine Förderung“, bestätigte Peeters. Bürgermeister Klaus King ergänzte, dass es auch für Mehrkosten ab fünf Prozent Zuschüsse gebe.

Außenwände der Schule in Oberstdorf werden gedämmt

Für die Außenwände des Bestandsgebäudes wurden durch die mit der Installation des Wärmedämmverbundsystems beauftragte Firma, Zug- und Haftversuche durchgeführt. Bei diesen Versuchen an mehreren Stellen des Gebäudes stellte sich heraus, dass der vorhandene Außenputz samt Altbeschichtung keine tragfähige Grundlage für das aufzutragende Wärmedämmverbundsystem darstellt, erklärte Bauamtsmitarbeiter Peeters im Ausschuss. Der unbelastete Außenputz muss zum größten Teil abgefräst und begradigt werden.

Hinzu kommen weitere Abdichtungsleistungen die durch die Putzentfernung im Zuge der Altlastenbeseitigung an den Bestandsfenstern begründet sind. Die Kosten von 125.000 Euro für diese Arbeiten, gaben die Mitglieder des Bauausschusses jetzt nachträglich frei.

Derzeit werden die Projektkosten auf 20,8 Millionen Euro prognostiziert und liegen damit noch unter dem kalkulierten Projektbudget von 21,2 Millionen Euro.

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