Eishockey

Heiß aufs Eis: Mit welchem Kader der ERC Sonthofen am Sonntag in die Saison startet

ERC Sonthofen

Der Kader des ERC Sonthofen. Wichtig ist dem Verein vor allem, dass er seiner Ausrichtung treu bleibt: Die Verantwortlichen setzen überwiegend auf eigene Spieler. 21 der 26 Spieler stammen aus dem eigenen Nachwuchs.

Bild: Klaus Ottenbreit

Der Kader des ERC Sonthofen. Wichtig ist dem Verein vor allem, dass er seiner Ausrichtung treu bleibt: Die Verantwortlichen setzen überwiegend auf eigene Spieler. 21 der 26 Spieler stammen aus dem eigenen Nachwuchs.

Bild: Klaus Ottenbreit

Der ERC Sonthofen und seine Fans fiebern dem Saisonstart entgegen. Beim Blick auf den Kader fällt auf: Der Verein bleibt seiner Ausrichtung treu.
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Von Klaus Ottenbreit
23.10.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Heiß aufs Eis, das umschreibt perfekt die aktuelle Stimmung im Team des ERC Sonthofen. Die Sonthofer Jungs um Trainer Peter Waibel und Spielertrainer Vladimir Kames haben sich in den vergangenen Wochen mit sehr viel Hingabe auf die anstehende Bezirksligasaison vorbereitet. Was die Testspielphase betrifft, waren die Oberallgäuer mit drei Siegen gegen die höherklassigen Landesligisten Forst, Pfronten und Bad Wörishofen äußerst erfolgreich. Die Mannschaft ist also bestens vorbereitet für die am kommenden Sonntag (Auswärtsspiel in Kempten) beginnende Bezirksliga-Saison.

Bezüglich der Mannschaftszusammenstellung blieben die ERC-Verantwortlichen ihrer Ausrichtung treu: 21 der 26 Spieler stammen aus dem eigenen Nachwuchs. Mit nur einem Abgang und drei offensiven Neuzugängen hat sich die Mannschaft zum Vorjahr kaum verändert. Verabschiedet hat sich Benjamin Waibel, der Verteidiger beendete im Sommer seine aktive Eishockey-Karriere. Neu im Team sind Christopher Unzeitig sowie die beiden Tschechen Matyas Stransky und Kristof Spican. Unzeitig ist in Sonthofen kein Unbekannter, bereits 2011 stand er im Aufgebot der damaligen ERC Bulls. Er ist ein Allrounder mit vorbildlicher Fitness und starker Lauftechnik. Der junge Stransky kam 2019 vom HC Letnany nach Sonthofen, ging dann für ein Jahr nach Kaufbeuren und spielt in der anstehenden Saison wieder im Trikot des ERC. Der U20-Spieler hat großes Potenzial, gerade was seine Lauf- und Stocktechnik angeht. Letzter im Bunde der Neuzugänge ist Hüne Spican. Ihn zog es aus beruflichen Gründen nach Sonthofen. Mit seinen 1,93 Metern und knapp 100 Kilo verfügt er über ordentlich Durchschlagskraft.

Auf der Torhüterposition verfügt der ERC Sonthofen über ein ausgezeichnetes Torhütertrio

Auf der Torhüterposition verfügt der ERC über ein ausgezeichnetes Torhütertrio. Die unangefochtene Nummer 1 dürfte Sonthofens „Mister Zuverlässig“ Fabian Schütze sein. Ihm folgen Dominik Bauer mit seinem starken Stellungsspiel und U20 Goalie Calvin Stadelmann, der trotz seines jungen Alters bereits über eine sehr ausgefeilte Torhütertechnik verfügt.

Die Defensivabteilung des ERC Sonthofen wird angeführt von Spielertrainer Vladimir Kames, der mit seiner Erfahrung aus der ersten tschechischen Liga und der DEL2 der beste Verteidiger der Liga sein dürfte. Ihm beigestellt sind die erfahrenen und kampfstarken Alexander Henkel, Joachim Hartmann, Phillip Stalla, Tobias Waibel und Sebastian Schütze, der im Übrigen auch über ein Jahr Oberligaerfahrung verfügt. Abgerundet wird die Abwehr der Kreisstädter durch die jungen Defensivkräfte Tobias Köberle und Ben Tenzer.

Die "jungen Wilden" sind bereit für den nächsten Schritt

Nicht minder gut besetzt ist die Offensivabteilung der Schwarz-Gelben. Es wird kein Geheimnis sein, dass der ERC mit Ondrej Havlicek über den wohl besten Stürmer der Liga verfügt. Sonthofens Publikumsliebling wartet mit Erfahrung aus der ersten tschechischen Liga auf. Sein Umgang mit dem Puck, seine brillante Übersicht und sein überragendes Spielverständnis suchen seines Gleichen. Neben ihm und den drei Neuzugängen gibt es eine ganze Reihe an starken Offensivkräften im Team, wie zum Beispiel die erfahrenen Führungsspieler Christian Engler, Kapitän Christian Tarrach, Robin Berger und Denis Adebahr. Zu den besonders Laufstarken im Team gehören Kevin Adebahr, Jochen Hartmann und Marco Reinholz. Und dann sind da noch die „jungen Wilden“, die ebenfalls bereit für den nächsten Schritt sind: Dustin Ottenbreit, Jonas Gotzler, David Mische, Luca Dick und Matyas Stransky.

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Was den Kader angeht, können sich die Oberallgäuer also zurücklehnen. Der ERC verfügt über ein breit aufgestelltes Team mit der richtigen Mischung aus jungen aufstrebenden Spielern und erfahrenen Führungsspielern. Auch der Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft stimmt. Ein Grund hierfür sind sicher auch die jahrelangen Freundschaften unter den Spielern, die bereits zu Nachwuchszeiten gemeinsam auf Punktejagd gingen. Die Mannschaft rund um Kapitän Christian Tarrach gilt nicht nur unter Fachleuten als der Topfavorit der gesamten Bezirksliga.

Das Ziel lautet: Aufstieg in die Landesliga

Das angestrebte Ziel ist nach wie vor der Aufstieg in die Landesliga. Mit der Mission „Aufstieg Landesliga 2.0“ wollen die Verantwortlichen die Voraussetzungen für den Verein langfristig verbessern, gerade was die Entwicklung der eigenen Spieler angeht. Zudem hofft man in der Vereinsführung auf attraktivere Gegner und Spiele, welche sich dann positiv auf Zuschauerzahlen und Sponsoren auswirken.

Ende September fand die erste ordentliche Mitgliederversammlung während der Pandemie statt. Die beiden Notvorstände Roman Hanisch und Thomas Junker wurden zu den neuen Vorsitzenden gewählt. Unterstützt werden die beiden von Schatzmeister Paul Hoeter, Bereichsleiterin Eishockey Graziella Kautner-Lanza, Jugendleiter Alex Henkel, Organisationsleiter Peter Frenzel und Schriftführerin Nina Schäfer. Außerdem erhält der Verein großartige Unterstützung von vielen ehrenamtlichen Helfern wie Anton Patzelt, der seit vielen Jahrzehnten dem Verein mit Rat und Tat zur Seite steht. Auch der ERC-Förderverein und die Aktion 1000+ unterstützen den Verein in vorbildlicher Weise.

Der ERC kann sich bei den Zuschauern über einen großartigen Zuspruch freuen

Nicht nur die Mannschaft ist „heiß aufs Eis“, auch die Anhänger fiebern dem Saisonbeginn entgegen. Viele von ihnen kommen ins Stadion, um ihren Kumpel oder Arbeitskollegen auf dem Eis anzufeuern. Echte Sonthofer – das ist das, was die Sonthofer Fans sehen wollen. Der ERC kann sich dadurch über einen großartigen Zuspruch freuen. Zu den beiden Vorbereitungsspielen auf heimischem Eis kamen insgesamt 800 Zuschauer in die Eissporthalle. Auch die vielen Dauerkarten zeugen von neuer Begeisterung. Sicherlich trägt die Neuausrichtung des Vereins in Sachen Außendarstellung ebenso dazu bei. Aus den ehemaligen Bulls wurde wieder der ERC Sonthofen, so wie früher. Das „alte“ runde Logo ziert jeden Winkel im Stadion. Die „Marke“ ERC funktioniert wieder.

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