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Hitzschlag und Sonnenstich: Gesundheits-Tipps vom BRK Oberallgäu

KE/OA BRK

Sommer, Sonne, Sonnenschein können auch negative Folgen haben. Was bei Sonnenstich, Hitzschlag und Co. zu tun ist, verrät Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu.

Bild: Jörg. F. Müller/DRK

Sommer, Sonne, Sonnenschein können auch negative Folgen haben. Was bei Sonnenstich, Hitzschlag und Co. zu tun ist, verrät Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu.

Bild: Jörg. F. Müller/DRK

Das Rote Kreuz gibt Tipps dafür, wie man gesundheitliche Probleme während der Sommerhitze vermeidet – und was im Notfall zu tun ist.
17.06.2021 | Stand: 09:40 Uhr

Jetzt sind sie da, die Hundstage. Umgangssprachlich werden so die heißen Tage zwischen 23. Juli und 23. August bezeichnet. Bei Temperaturen um die 30 Grad ist die Gefahr von Sonnenstich und Hitzschlag besonders hoch. Laut Frank Schönmetzler vom BRK Oberallgäu birgt das sogar Lebensgefahr. Er gibt Tipps, wie man beides vermeidet und was im Notfall zu tun ist. (Lesen Sie auch: Die Hundstage stehen an - aber woher kommt eigentlich der Name?)

Bei Menschen, die sich zu lange ohne ausreichend zu Trinken in großer Hitze aufhalten, kommt es häufig zu einer Hitzeerschöpfung. Sie entstehe durch Flüssigkeitsmangel und den Salzverlust beim Schwitzen und kann mit erhöhter Körpertemperatur, Schwindel, Kopfschmerzen, Benommenheit, Übelkeit, Muskelkrämpfen und Magen-Darm-Beschwerden einhergehen“, erklärt Schönmetzler, der beim BRK Oberallgäu den Bereich Breitenausbildung leitet. Hier helfe es, ins Kühle zu gehen, zu trinken, sich abzukühlen und auszuruhen. Den Symptomen der Hitzeerschöpfung ähneln die von Sonnenstich und Hitzschlag – die ernst zu nehmende Notfälle sind. Da es laut Schönmetzler für Laien nicht einfach ist, diese zu unterscheiden, sollte im Zweifel der Notarzt über die Rufnummer 112 alarmiert werden. (Lesen Sie auch: Was hilft wirklich bei Hitze? Die Fakten zum Sommer)

Sonnenstich: Das sind die Symptome

Bei einem Sonnenstich kommt es aufgrund intensiver Sonneneinstrahlung zu Überhitzung. Diese führt zu einer Reizung der Hirnhäute, teils sogar zu einer Schwellung des Hirngewebes. Die Betroffenen haben einen roten, heißen Kopf und klagen über starke Kopfschmerzen, Übelkeit, Ohrgeräusche sowie manchmal über Nackensteifigkeit. Die Körpertemperatur ist meist nicht erhöht. „In diesem Fall sollte man sich sofort in kühler Umgebung hinlegen und Kopf und Nacken mit feuchten Tüchern abkühlen“, sagt Schönmetzler. Sofern keine Bewusstseinsstörungen vorliegen, helfe es, zu trinken. „Bei starkem Erbrechen oder Bewusstseinsstörungen sowie bei Kindern und älteren Menschen sollte ein Arzt verständigt werden“, sagt Schönmetzler.

Hitzschlag kann lebensbedrohlich sein

Lebensbedrohlich kann es bei einem Hitzschlag werden. Dieser wird durch körperliche Überanstrengung in heißer Umgebung ausgelöst. Es kommt zu einem gefährlichen Wärmestau im Körper. „Wenn die Körpertemperatur innerhalb von zehn bis 15 Minuten stark ansteigt – manchmal auf bis zu 41 Grad –, kann dies auf einen Hitzschlag hindeuten.“ Weitere Beschwerden seien trockene, heiße Haut, beschleunigter Pulsschlag, Kopfschmerzen, Schwindel, Schläfrigkeit, Krämpfe, Erbrechen, Verwirrtheit bis hin zu Halluzinationen und Bewusstlosigkeit.

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