Ein Stück Industriegeschichte verschwindet

Hochregal von Kunert in Immenstadt fast abgerissen

Nur noch das Metallgerüst ist von der früheren Versandhalle von der Firma Kunert übriggeblieben.

Nur noch das Metallgerüst ist von der früheren Versandhalle von der Firma Kunert übriggeblieben.

Bild: Benjamin Liss

Nur noch das Metallgerüst ist von der früheren Versandhalle von der Firma Kunert übriggeblieben.

Bild: Benjamin Liss

Mit dem Hochregallager in Immenstadt verschwindet ein Stück Industriegeschichte. Es war einst eines der Modernsten Europas und das pulsierende Herz von Kunert.

07.08.2022 | Stand: 15:47 Uhr

Der Abriss des Kunert-Hochregallagers in Immenstadt ist weit fortgeschritten. Vom einst modernsten, computergesteuerten Versandzentrum Europas ist nur noch das Metallgerüst geblieben. Rainer Michel bezeichnete das Lager und das Versandzentrum bei der Inbetriebnahme 1991 als „großes und faszinierend pulsierendes Herz“ der Kunert AG. Insgesamt 15 Millionen Artikel-Paare wurden damals im Hochregal gelagert. Es bot auf 25 Metern Höhe Raum für 190.000 Kartonstellplätze.

Metallpreise ermögichen Abriss

Heute hat Kunert keine Verwendung mehr für das Hochregal, weil das Unternehmen seit 2020 nicht mehr am Standort oberhalb des Kleinen Alpsees produziert. Jetzt ermöglichten die hohen Metallpreise, das Hochregal zurückzubauen, ohne dass Kosten entstehen. (Lesen Sie auch: Monta: Warum ein markantes Bauwerk in Immenstadt verschwindet)

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Hochregal-Lager der Firma Kunert Das Hochregal-Lager der Firma Kunert in Immenstadt (vorne rechts im Bild).
Hochregal-Lager der Firma Kunert Das Hochregal-Lager der Firma Kunert in Immenstadt (vorne rechts im Bild).