Bio-Sennalpe in Kalzhofen

Auf dieser Bio-Sennalpe in Kalzhofen wurde vermutlich der erste Bio-Käse im Allgäu hergestellt

os biobauern

Sie bewirtschaften die Hompessen-Alpe in Kalzhofen: (von links) Senn Thomas Herz, Annemarie und Xaver Herz. Die Alpe bei Kalzhofen ist laut der Familie die erste Alpe im Allgäu, die Bio-Käse herstellte.

Bild: Herz

Sie bewirtschaften die Hompessen-Alpe in Kalzhofen: (von links) Senn Thomas Herz, Annemarie und Xaver Herz. Die Alpe bei Kalzhofen ist laut der Familie die erste Alpe im Allgäu, die Bio-Käse herstellte.

Bild: Herz

Seit 25 Jahren stellt die Familie Herz Biokäse auf einer Sennalpe in Kalzhofen her - und war damit wohl Pionier in der ökologischen Käseherstellung im Allgäu.
24.10.2021 | Stand: 11:41 Uhr

Für die Alphirten auf der Hompessen-Alpe in Kalzhofen ist ein Jubiläumssommer zu Ende gegangen. Sie stellen seit 25 Jahren Biokäse her. Wie die Bauersleute Annemarie und Xaver Herz berichten, begannen sie 1996 mit Thomas Herz als Senn nach 40-jähriger Pause mit der Verarbeitung ihrer Bergmilch zu Käse. Der Hof hatte seit 1992 die Bio-Anerkennung. Ihren Angaben zufolge war die Hompessen-Alpe zu dieser Zeit die erste Bio-Sennalpe im Allgäu.

Hompessen-Alpe in Kalzhofen: Der Käser hat sein Handwerk in der Schweiz gerlernt

Die Käseherstellung lag von Beginn an in den Händen von Thomas Herz, der sein Handwerk in der Schweiz gelernt hat. Der Käse sei schon vielfach prämiert worden, heißt es von der Familie. Die Milch für den Käse liefern Kühe der Rassen Original Braunvieh und Grauvieh. Die Käsevermarktung laufe über den Hofladen und den Verkauf auf der Alpe. Hauptverantwortlich dafür sei Bäuerin Annemarie Herz. Neben Berg-, Alp- und Gewürzkäse würden auch Biofleisch und Biowurst von Schwein und Rind angeboten.

Auf dieser Bio-Sennalpe in Kalzhofen wird seit 25 Jahren Käse hergestellt

Die Produkte der Hompessen-Alpe haben nach Angaben der Betreiberfamilie über die Jahre eine treue Anhängerschaft gefunden, die die Qualität der Erzeugnisse schätze. „Die Kunden unterstützen mit ihrem Kauf die nachhaltige biologische Bewirtschaftung der Bergwiesen mit ihrer Kräutervielfalt“, sagt Xaver Herz. Er ist überzeugt, dass Landwirtschaft künftig nur noch funktioniert, wenn Landwirte und Verbraucher zusammenarbeiten: Indem die Bauern hochwertige Nahrungsmittel produzieren und die Verbraucher die Arbeiten schätzen und bezahlen, betont Herz.

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