Wiederaufbau nach Unglück

Hotel in Balderschwang: Lawinenschäden zum Neuanfang genutzt

Die Fassade des Hubertus Alpin Lodge & Spa Hotels in Balderschwang wurde umgestaltet.

Die Fassade des Hubertus Alpin Lodge & Spa Hotels in Balderschwang wurde umgestaltet.

Bild: Jansen

Die Fassade des Hubertus Alpin Lodge & Spa Hotels in Balderschwang wurde umgestaltet.

Bild: Jansen

Die Folgen des Lawinenschaden von 2019 werden beseitigt: Das Hotel Hubertus in Balderschwang investiert 1,5 Millionen Euro in Fassade und Zimmer.
Die Fassade des Hubertus Alpin Lodge & Spa Hotels in Balderschwang wurde umgestaltet.
Von Allgäuer Zeitung
05.11.2020 | Stand: 05:30 Uhr

Am 14. Januar 2019 zerstörte eine Lawine einige Gebäudeteile des Hubertus Alpin Lodge & Spa Hotels in Balderschwang. Die Gastgeberfamilie Traubel erkannte in dem Unglück die Chance, große Teile des Hauses zu erneuern. Insgesamt 1,5 Millionen Euro wurden in die Renovierung der Hotelzimmer, zweier Maisonette-Appartements und die Erneuerung und Umgestaltung der Fassade im sogenannten „Gelben Haus“ investiert. Im kommenden Jahr soll auch der Wellness-Bereich neu gebaut werden, der von der Lawine zerstört wurde. Ein Großteil der jetzigen Umbau-, Anschluss- und Sanierungsarbeiten ist dem Unglück geschuldet und konnte nun abgeschlossen werden – und das bei laufendem Hotelbetrieb.

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Balkone wurden zu Loggien umgebaut

Die Fassade sei passend zum Hotelcharakter mit Fichtenschindeln aus dem Bregenzer Wald verschönert worden, erklärt Gastgeber Marc Traubel. „Außerdem wurden die Balkone zu Loggien umgebaut. Dadurch wirkt die Fassade größer und springt außen nicht so nach oben". Fortan gibt es also nicht mehr das typische Vordach im Hotel Hubertus: „Die geschlossene Fassade vergrößert zudem den Wohnraum weiter hinaus auf den Balkon“. Damit sich im Sommer die Zimmer nicht so aufheizen, werden an den Loggien noch Sonnenvorhänge angebracht. Marc Traubel sträubte sich aber vehement gegen den Einbau von Klimaanlagen: „Ich habe selber viele Jahre in klimatisierten Räumen geschlafen und möchte das niemand anderem zumuten“, liefert Traubel die Erklärung dazu.

An den Umbauarbeiten waren Handwerker aus der Region beteiligt

Für ein Auftragsvolumen von 1,5 Millionen Euro wurden die Gebäudedämmung und das Energiemanagement verbessert. Eingebaut wurden neue Pellets-Kessel, zwei Flüssiggas-Blockheizkraftwerke und eine automatische Gebäudeleittechnik. Komplettiert wird das Ganze im nächsten Jahr durch die Installation zweier Solaranlagen. An den aktuellen Umbauarbeiten waren ausschließlich Handwerker aus der Region beteiligt: „Sozusagen länderübergreifend“, sagt Traubel. „Die meisten kamen aus dem Oberallgäu, aber es waren auch welche aus Vorarlberg dabei“.

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