Corona

Hoteliers von den neuen Regeln zur Lockerung enttäuscht

Hotelier Armin Hollweck, Oberallgäuer Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG), ist enttäuscht von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz.

Hotelier Armin Hollweck, Oberallgäuer Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG), ist enttäuscht von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz.

Bild: Benjamin Liss

Hotelier Armin Hollweck, Oberallgäuer Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG), ist enttäuscht von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz.

Bild: Benjamin Liss

Hotel- und Gaststättenverband kritisiert Regierung scharf, weil "klare Kriterien" für die Wiedereröffnung fehlen. Wie der 4-Stufen-Plan aussieht.
Hotelier Armin Hollweck, Oberallgäuer Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG), ist enttäuscht von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz.
Von Franz Summerer
12.02.2021 | Stand: 19:37 Uhr

Scharf kritisieren Hoteliers die neuen Reglungen zur Lockerung des Lockdowns. In einer Mitteilung zeigt sich Armin Hollweck, Oberallgäuer Kreisvorsitzender des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands (BHG), „enttäuscht von den Beschlüssen der Ministerpräsidentenkonferenz“. Er fordert „eine Öffnungsstrategie mit klaren Kriterien“, um allen Betriebstypen des Gastgewerbes Planungssicherheit zu geben. Die neuen Zielwerte bei den Neuinfektionen seien „weder nachvollziehbar noch verhältnismäßig“. Angesichts dessen, dass „vielen Betrieben das Wasser bis zum Hals steht und sie um ihre Existenz kämpfen“, legen die Hoteliers selbst einen Vier-Stufen-Plan für die Wiedereröffnung vor.

„Wir erwarten, dass das maximal Mögliche gemacht wird“, schreibt Hollweck. Immerhin habe das Gastgewerbe bereits nach dem ersten Lockdown die geltenden Schutz- und Hygienekonzepte „vorbildlich und erfolgreich umgesetzt“. Das werde auch weiterhin so geschehen. Es habe „in der Gastronomie und Hotellerie keine signifikanten Infektionsgeschehen“ gegeben. Hollweck: „Die Gäste waren und sind in unseren DEHOGA-Betrieben jederzeit sicher.“

Der Stufenplan

  • Stufe 1: Wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 75 und kleiner erreicht wird, dann: Öffnung der Beherbergung und der Außengastronomie (Biergärten, Straßen-Cafés, Terrassen) für alle Gäste unabhängig vom Reiseanlass. Die Gastronomie drinnen bleibt geschlossen – ausgenommen Abhol- und Lieferservice.
  • Stufe 2: Wenn eine 7 Tage-Inzidenz von 50 und kleiner erreicht wird, dann: Öffnung der Speisen-Gastronomie (Restaurants, Gaststätten, Cafés, Eisdielen).
  • Stufe 3: Wenn eine 7-Tage-Inzidenz von 35 und kleiner erreicht wird, dann: Öffnung der Getränke-Gastronomie (Hotelbar, Kneipen, Schankwirtschaften).
  • Stufe 4: Wenn eine 7-Tage Inzidenz von 20 und kleiner erreicht wird, dann: Öffnung von Bars, Clubs und Diskotheken.

Außerdem fordert Hollweg eine „dauerhafte Absenkung der Umsatzsteuer für alle Leistungen des Gastgewerbes auf den reduzierten Mehrwertsteuersatz“.