Denkmalschutz

Immenstadt hilft, damit es für die Alte Schule Zuschüsse gibt

Die Alte Schule in Bühl soll ins Bayerische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden. Dafür schuf der Stadtrat jetzt die Voraussetzung.

Die Alte Schule in Bühl soll ins Bayerische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden. Dafür schuf der Stadtrat jetzt die Voraussetzung.

Bild: Franz Summerer

Die Alte Schule in Bühl soll ins Bayerische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden. Dafür schuf der Stadtrat jetzt die Voraussetzung.

Bild: Franz Summerer

Immenstädter Stadtrat stimmt für die Aufnahme des Projekts ins Bayerische Dorferneuerungsprogramm. Was das mit der Sanierung des Gebäudes zu tun hat.
09.07.2021 | Stand: 15:44 Uhr

Direkt finanziell fördern will die Stadt Immenstadt die Sanierung der Alten Schule in Bühl nicht. „Das können wir derzeit bei den vielen Pflichtaufgaben, die vor uns liegen, nicht leisten“, sagt Bürgermeister Nico Sentner. Aber eine Grundlage hat der Stadtrat jetzt geschaffen, damit die Genossenschaft „Alte Schule Bühl“ an staatliche Zuschüsse kommt. Einstimmig beschlossen die Räte, dafür die Aufnahme ins Bayerische Dorferneuerungsprogramm zu beantragen.

Zuvor hatte sich die Stadt darüber informiert, welche Förderungen für die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes in Frage kämen. Dabei habe sich herausgestellt, dass die möglichen Zuschüsse vonseiten der Denkmalschutzbehörden „überschaubar“ seien, wie es Sentner ausdrückte. Sprich: Viel zu gering, um der Sanierung wirklich auf die Beine zu helfen.

Mehr Erfolg verspricht dagegen eine Förderung über das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE) Schwaben. Da habe der Ortsteil Diepolz mit dem Allgäuer Bergbauernmuseum bereits gute Erfahrungen gemacht, erläuterte Stadtrat Siegfried Zengerle (CSU), Vorsitzender des Museumsvereins. Möglich könnte sogar ein Zuschuss von 40 bis 60 Prozent der förderfähigen Baukosten sein.

Wie eine Anfrage der Stadt beim Baudirektor des ALE, Max Lang, ergeben habe, ist allerdings Voraussetzung für eine Förderung, dass das Vorhaben „Alte Schule Bühl“ ins Bayerische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen wird, erklärte der Bürgermeister. Um die Aufnahme müsse sich aber die Stadt bemühen: „Nur wenn wir das Dorferneuerungsprogramm dafür beantragen, können private Bauherrn, Vereine oder andere Körperschaften dann davon profitieren und eine Förderung erhalten“, sagte Sentner.

Ein Raum für Vereine aus dem Dorf

Der Antrag auf Aufnahme der Alten Schule als Sanierungsprojekt führe zu keiner finanziellen Verpflichtung seitens der Stadt, erläuterte Sentner den Räten. Auch für andere Projekte könne jederzeit ein Antrag gestellt werden.

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Vera Huschka (SPD) fehlte für die Alte Schule ein Bau- oder Nutzungskonzept: „Es müssen doch gemeinnützige Ziele damit verbunden sein, wenn wir uns dafür einsetzen sollen.“ Dazu erklärte Sentner, dass die Genossenschaft plane, einen Raum für Vereine und andere Organisationen aus Bühl anzubieten. Alexandra Konda (Frauenliste), die Mitglied im Kernteam der Genossenschaft ist, bat „um etwas Geduld“: „Wir arbeiten gerade an dem Nutzungskonzept und bei uns läuft alles ehrenamtlich.“

Am Ende sprachen sich alle Stadträte dafür aus, dass die Stadtverwaltung die Aufnahme ins Bayerische Dorferneuerungsprogramm zur Umsetzung des Vorhabens „Alte Schule Bühl“ beantragen soll.

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