Umwelt

Immenstadt macht den zweiten Versuch für mehr Klimaschutz

Staatliche Förderungen und Ansprüche haben sich gegenüber dem ersten Versuch der Stadt Immenstadt für ein Klimaschutzkonzept deutlich verändert, sagt Bürgermeister Nico Sentner und nennt als Beispiel den Neubau am Kindergarten Stein, der derzeit entsteht.

Staatliche Förderungen und Ansprüche haben sich gegenüber dem ersten Versuch der Stadt Immenstadt für ein Klimaschutzkonzept deutlich verändert, sagt Bürgermeister Nico Sentner und nennt als Beispiel den Neubau am Kindergarten Stein, der derzeit entsteht.

Bild: Benjamin Liss

Staatliche Förderungen und Ansprüche haben sich gegenüber dem ersten Versuch der Stadt Immenstadt für ein Klimaschutzkonzept deutlich verändert, sagt Bürgermeister Nico Sentner und nennt als Beispiel den Neubau am Kindergarten Stein, der derzeit entsteht.

Bild: Benjamin Liss

Die Stadt Immenstadt tritt dem „European Energy Award“ bei. Damit soll künftig weniger Energie verbraucht und mehr CO2 eingespart werden. Was Eza dabei macht.
06.10.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Die Stadt Immenstadt nimmt Teil am „European Energy Award“ (EEA). Damit sollen Konzepte und Projekte für eine kommunale und regionale Energie- und Klimaschutzpolitik erarbeitet werden. Wie das genau aussieht, erläuterte Martin Sambale, Geschäftsführer des Energie- und Umweltzentrums Allgäu (Eza), dem Immenstädter Stadtrat. Danach entschieden die Räte einstimmig, dem EEA beizutreten.

Das Programm, das von Eza begleitet wird, läuft zunächst über drei Jahre. Dabei kommen laut Sambale Kosten von 69 035 Euro zusammen. 90 Prozent davon trägt der Freistaat Bayern. „Damit verbleibt bei Immenstadt über den Zeitraum von drei Jahren insgesamt ein Eigenanteil von 6904 Euro“, sagte Sambale.

Eza werde für die Stadt ein Paket an Maßnahmen schnüren, erläuterte Sambale. So werde ein Klimaschutz- und Energieteam in der Stadt gegründet. Das könnte aus Bürgermeister, Verwaltungsmitarbeitern sowie den Vertretern aller Stadtratsfraktionen, von Umweltorganisationen, Energieversorgern, Wohnungsbaugesellschaften und größeren Firmen bestehen.

Vom Ist-Zustand zu neuen Zielen

Das Team soll zunächst den Ist-Zustand bei Energieversorgung und Entsorgung, dem Zustand der kommunalen Gebäude und Anlagen, Mobilität sowie Kommunikation, interne Organisation und nachhaltige Planung feststellen. Darauf aufbauend sollen konkrete Handlungskonzepte und ein energiepolitisches Arbeitsprogramm erstellt werden. Sambale: „Aus diesem Arbeitsprogramm werden Projekte entwickelt und umgesetzt.“ Dabei werden auch klare Ziele definiert, die für Energieeinsparungen, mehr Energieeffizienz an Gebäuden und Anlagen, mehr Einsatz von regenerativen Energien und weniger CO2-Ausstoß sorgen sollen: Die Fortschritte und Weiterentwicklung des Arbeitsprogramms würden jährlich in einem Audit überprüft.

Bisher sind dem EEA außer dem Landkreis Oberallgäu und der Stadt Kempten die Gemeinden Altusried, Bad Hindelang, Blaichach, Buchenberg, Durach, Wiggensbach und Wildpoldsried beigetreten.

Das war der erste Versuch

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2012 wurde in Immenstadt schon einmal ein Team gebildet, um ein Klimaschutzkonzept umzusetzen. „Wir sind damals mutig vorangeschritten, aber in vielen Dingen gescheitert“, erinnerte sich Florian Hierl (Aktive). Das, so meinten andere Stadträte und Bürgermeister Nico Sentner, soll diesmal nicht geschehen. „Nachdem das Windkraftprojekt gescheitert war, schlief die Initiative ein“, sagte Sentner. Mit einer eigenen Windkraftanlage wollte die Stadt damals umweltfreundliche Energie erzeugen.

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