Radwege in Immenstadt

Schwachstellen beseitigen: Stadt Immenstadt will mehr für Fahrradfahrer tun

Eine der Schwachstellen in Immenstadt, die möglichst bald verbessert werden soll: An der Kemptener Straße ist ein einheitlicher Radweg geplant. Im Bild links Lutz Bäucker vom ADFC mit Bauamtsleiter Christoph Wipper. Foto: Nico Sentner

Eine der Schwachstellen in Immenstadt, die möglichst bald verbessert werden soll: An der Kemptener Straße ist ein einheitlicher Radweg geplant. Im Bild links Lutz Bäucker vom ADFC mit Bauamtsleiter Christoph Wipper. Foto: Nico Sentner

Eine der Schwachstellen in Immenstadt, die möglichst bald verbessert werden soll: An der Kemptener Straße ist ein einheitlicher Radweg geplant. Im Bild links Lutz Bäucker vom ADFC mit Bauamtsleiter Christoph Wipper. Foto: Nico Sentner

Zwei besondere Schwachstellen bei den Radwegen gibt es an der Kemptener und Sonthofener Straße in Immenstadt. Die Stadt will diese bald beseitigen lassen.
24.11.2022 | Stand: 11:36 Uhr

Das Radwegenetz in und um Immenstadt hat noch viele Schwachstellen. Doch das soll sich ändern. Deshalb führten der Kreisvorsitzende des Fahrradclubs ADFC, Lutz Bäucker, Bürgermeister Nico Sentner, Bauamtsleiter Christoph Wipper und der Leiter der Verkehrsüberwachung Reinhold Hüppy eine Befahrung der kritischen Stellen durch. Und das fiel ihnen laut einer Mitteilung des ADFC besonders auf:

Der Radweg an der Kemptener Straße in Immenstadt

„Völlig unbefriedigende Infrastruktur für die stetig zunehmende Zahl von Radfahrern“, meinte Bäucker zu der wichtigen Ausfallstraße. Stadteinwärts müssen die Radler teilweise einen schmalen Weg mit Fußgängern nutzen, stadtauswärts Richtung Stein steht ihnen nur ein durch weiße Streifen markierter Radschutzstreifen zur Verfügung. Dazu Bäucker: „Da fährt doch keiner drauf.“ Allerdings soll sich das ändern. Wie der Bürgermeister und der Bauamtsleiter erklärten, habe der Bauausschuss bereits grünes Licht für die Planung eines neuen breiten Radwegs auf einer Länge 1,2 Kilometern mit Nutzung in beiden Richtungen gegeben. Falls das Staatliche Bauamt, das für die Bundesstraße zuständig ist, dem Projekt zustimme, könne im nächsten Jahr mit dem Bau begonnen werden.

Wie sieht es in der Sonthofener Straße aus?

In der viel befahrenen Straße mit bis zu 15.000 Fahrzeugen täglich gibt es keinen Radweg. Für Radler, darunter viele Pendler und Schüler, ist die Strecke damit eine der schwierigsten Stellen. Derzeit würden sie oft auf den begleitenden Fußweg stadteinwärts ausweichen, sagte Hüppy. Doch das sei für beide, Radler und Fußgänger, gefährlich. Wipper hat eine große Lösung vor Augen: „Wir verbreitern diesen Weg und bauen ihn zu einem sicheren Radweg aus, klar getrennt vom Autoverkehr.“ Dies soll im Zuge des Ausbaus der Sonthofener Straße erfolgen, den Förderantrag habe die Stadt schon gestellt, sagte Sentner.

So ist die Lage zwischen Bahnhofstraße und Marienplatz

Dort ist eigentlich nur Tempo 10 oder im verkehrsberuhigten Bereich nur Schritttempo erlaubt, erläuterte Wipper: „Trotzdem fahren viele Autos mit Tempo 30 oder mehr durch.“ Das sei gefährlich für die vielen Radler, die auf dem beliebten Bodensee-Königssee-Radweg durch die Stadtmitte rollen.

Was ist mit dem Übergang zum Bahnhof?

Nicht optimal sei der Übergang von der Bahnhofstraße zum Bahnhofsgelände. Dort sollen die Radler einen Zebrastreifen nutzen, der aber einen Schlenker nötig macht – „unpraktikabel“, urteilte Bäucker: „Das nehmen die wenigsten Radler an.“ Dafür verbessern sich wesentlich und zeitnah die Abstellmöglichkeiten für Räder am Bahnhof. „Wir haben bereits 30 neue felgenschonende Bügel gekauft, die werden demnächst installiert“, versprach Sentner. Außerdem sollen ab Mitte 2023 abschließbare Radl-Boxen mit Lademöglichkeiten für E-Bikes kommen, gefördert vom EU-Programm „React“. Bisher werden die meisten Räder ungeordnet abgestellt. (frm/sf)