Freunde der Musik Sonthofen

Junge Musiker spielen in Fischen Spielerisches mit Tiefe

Sinfoniekonzert

Dirigent Christoph Adt, Präsident der Musikhochschule Nürnberg, tritt mit dem Jugendorchester des Bad Wörishofer „Festivals der Nationen“ einmal im Jahr in Fischen auf.

Bild: Günter Jansen

Dirigent Christoph Adt, Präsident der Musikhochschule Nürnberg, tritt mit dem Jugendorchester des Bad Wörishofer „Festivals der Nationen“ einmal im Jahr in Fischen auf.

Bild: Günter Jansen

Dirigent Christoph Adt präsentiert in Fischen mit dem Jugendorchester des „Festivals der Nationen“ zwei beliebte Klassiker und einen berühmten Solisten.
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Von Veronika Krull
22.09.2021 | Stand: 17:00 Uhr

Das Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart steht im Mittelpunkt eines Konzertabends am kommenden Freitag in der Fiskina. Es spielt zum wiederholten Mal das vbw-Festivalorchester unter der Leitung von Professor Christoph Adt in der Konzertreihe der Gesellschaft „Freunde der Musik Sonthofen“. Solist ist der weltweit geschätzte türkische Pianist und Komponist Fazil Say. Auf dem Programm steht außerdem die vierte Sinfonie in d-Moll von Robert Schumann. Das Orchester setzt sich jedes Jahr neu aus Schülern und Jugendlichen zusammen und wurde 2009 von der Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) und dem „Festival der Nationen“ in Bad Wörishofen gegründet. Mit dem künstlerischen Leiter Christoph Adt sprach Veronika Krull.

Das Klavierkonzert in A-Dur von Mozart gilt als eines seiner berühmtesten Werke. Sehen Sie das auch so?

Christoph Adt: Naja, es ist ein sehr spätes Klavierkonzert von Mozart. Es ist genauso spielerisch wie die anderen, hat aber gleichzeitig eine seelische, kompositorische Tiefe. Und das kann man auch super an der Technik festmachen. Im vergangenen Jahr hatten wir auch ein Klavierkonzert von Mozart, haben da aber wegen Corona die Bläser weggelassen. Bei diesem Werk sind die Bläser aber wichtig. Wir haben eine Flöte, zwei Klarinetten, zwei Fagotti und zwei Hörner. Die Bläser sind tatsächlich kompositorisch und thematisch so immanent, dass wir nicht auf sie verzichten können.

Wie gut kennen Sie den Solisten?

Adt: Vor einigen wenigen Jahren haben wir Beethovens fünftes Klavierkonzert in gleichem Rahmen aufgeführt. Ich kenne ihn auch von kammermusikalischen Auftritten. Ich freue mich sehr auf Herrn Say, das war damals ein sehr kraftvolles und sehr tiefes gemeinsames Musizieren. Er legt auch Wert darauf, dass das Werk zum Orchester passt. Es ist ja ein jugendliches Orchester – die Musiker freuen sich, wenn sie als Partner wahrgenommen werden und nicht als Dienstleister. Für mich ist die Besetzung sehr erfreulich, ich kann da nicht planen, das läuft über eine Agentur.

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Wie fügt sich der Schumann ins Programm?

Adt: Ich weiß nicht, ob wir das so sehen. Das Orchester trifft sich einmal im Jahr, und es ist jedes Jahr eine neue Besetzung, es ist jedes Mal ein neues Orchester. Dieses Orchester ist sehr, sehr gut, manche spielen auch in anderen Orchestern. Ein weiteres Argument ist, welche Besetzung wir haben. Es ist also sehr praktisch herausgesucht. Es ist eine wunderschöne Sinfonie, die die Jugendlichen unwahrscheinlich gern spielen und sicher auch schön spielen werden. Es sind ja alles ausgezeichnete Instrumentalisten, die aber noch sehr jung sind und weniger Erfahrung als Orchestermitglied haben. Bei den Proben geht es darum, dass wir künstlerisch zusammenwachsen.

Stichwort Proben: Wie schwierig waren die Vorbereitungen in Corona-Zeiten?

Adt: Wir haben an zwei Wochenenden geprobt. Es gab Tutti-Proben, aber immer auch Proben in kleinen Gruppen, die von einem Dozenten geleitet werden. Da haben wir dann eine Praxisroutine, gleichzeitig geht es auch um die Erziehung zu einem Orchestermusiker. Wir schlagen also mehrere Fliegen mit einer Klappe. Im Vergleich zum Vorjahr hat uns Corona diesmal nicht so stark eingeschränkt. Aber es gelten natürlich bestimmte Regeln wie Testung, Abstand, Platzwechsel und Maske.

Konzert: Das vbw-Festivalorchester und Pianist Fazil Say spielt unter der Leitung von Christoph Adt am Freitag, 24. September, um 17 und um 19.30 Uhr in der Fiskina in Fischen. Die Spieldauer beträgt jeweils etwa eine Stunde. Es gibt keine Pause.

Restkarten: Die Konzerte sind diesmal nicht nur auf Mitglieder der Gesellschaft „Freunde der Musik“ beschränkt, teilt Sprecherin Karin Fornell mit. Es gibt noch für beide Konzerte Restkarten an der Abendkasse. Sie können bei Eva-Maria Schwägerl, Telefon 08321/9947, reserviert werden.

Regeln: Für den Besuch des Konzertes gilt die 3-G-Regel. Nur Geimpfte, Genesene oder Getestete werden eingelassen. Der Verein verlangt als Testnachweis einen PCR-Test.

Was die Sonthofer Gesellschaft "Freunde der Musik" sonst noch bietet.

Das "Festival der Nationen" in Bad Wörishofen.

Der Pianist und Komponist Fazil Say.

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