Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz

Kirchensanierung abgeschlossen: Oberstdorf hat jetzt eine Mariensäule

Weihbischof Florian Wörner (links) segnete während des Pontifikalamtes im Beisein von Pfarrer Maurus Bernhard Mayer die Marienstatue.

Weihbischof Florian Wörner (links) segnete während des Pontifikalamtes im Beisein von Pfarrer Maurus Bernhard Mayer die Marienstatue.

Bild: Sabine Verspohl-Nitsche

Weihbischof Florian Wörner (links) segnete während des Pontifikalamtes im Beisein von Pfarrer Maurus Bernhard Mayer die Marienstatue.

Bild: Sabine Verspohl-Nitsche

Sanierung der Pfarrkirche in Oberstdorf nach vier Jahren abgeschlossen. Weihbischof Florian Wörner hält das Pontifikalamt und eine „schöne Oberstdorferin“ sorgt für neuen Glanz.
Weihbischof Florian Wörner (links) segnete während des Pontifikalamtes im Beisein von Pfarrer Maurus Bernhard Mayer die Marienstatue.
Von Sabine Verspohl-Nitsche
30.03.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Ein Pontifikalamt mit Weihbischof Florian Wörner beendete symbolisch die rund vier Jahre dauernde Sanierung und Renovierung der katholischen Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Oberstdorf. Der Weihbischof segnete im Beisein von Pfarrer Maurus Bernhard Mayer während der Messe das in neuem Glanz erstrahlende Gotteshaus sowie die Marienstatue, bekannt als die „schöne Oberstdorferin“. Sie hat einen neuen Platz auf einer neu gestalteten Eichensäule rechts vor dem Altarraum gefunden. „Oberstdorf hat jetzt auch eine Mariensäule – genauso wie München oder Augsburg“, bemerkte Wörner.

Kosten von 1,9 Millionen Euro

Zum Pontifikalamt, das musikalisch von Kirchenmusiker Christof Krippendorf sowie als Solisten Verena Bertele, Heike Glinka, Stefan Heidweiler und Michael Dreher mit der „Missa brève“ von Charles Gounod gestaltet wurde, waren die Vertreter des politischen und kirchlichen Lebens sowie der an den Arbeiten beteiligten Firmen erschienen. Der Leiter der Pfarreiengemeinschaft Oberstdorf, Pfarrer Mayer, sprach in seiner Begrüßung allen Spendern, auch „Paten“ genannt, einen besonderen Dank aus. Das Bistum bezuschusste die Renovierung mit 700 000 Euro, es beteiligten sich zahlreiche Geldgeber, wie der Markt Oberstdorf, der für die Kirchturmsanierung aufkam und an Spenden seien rund 170 000 Euro eingegangen – darunter von drei Großspendern. Insgesamt waren die Arbeiten mit 1,9 Millionen Euro Gesamtkosten beziffert worden.

Weihbischof schon als Kaplan in Oberstdorf

Er freue sich aufrichtig, heute am Fest „Verkündigung des Herrn - Mariä Verkündigung“ zum Abschluss der Renovierung und zur Segnung hier sein zu dürfen, bemerkte der Weihbischof eingangs. Schon als Kaplan (1997 -1999) habe es ihn vor rund 20 Jahren fasziniert, dass die Kirche Zentrum und Seele des Marktes sei – ein Ort der Begegnung mit Jesus, so Wörner. Das neue Raumkonzept der Kirche sei nicht nur nach ästhetischen Gesichtspunkten erstellt worden, betonte der Weihbischof weiter. So empfinde er die Anordnung der Heiligenfiguren und -bilder vom Westportal als eine Art „Empfangskomitee“ beim Eintritt in die Kirche, lobte der Würdenträger. Gemeinsam mit der sich anschließenden neugestalteten Kapelle im Turm und dem Bild des gegeißelten Jesu sei hier eine Art Wallfahrtszenario entstanden.

Auf den großen Brand zurückgeblickt

In seiner Predigt widmete sich der Weihbischof dem Thema Maria. Gott habe sich eine würdige Wohnung in ihr gesucht, als er sie für die Geburt des Herrn auserwählte. Der Architekt und Bauleiter Klaus Noichl beleuchtete die Geschichte und Renovierung von St. Johannes Baptist. Auch der große Brand von 1865 und die Neugestaltung des Innenraums mit dem heutigen, hellen Charakter im Jahr 1939 zu Zeiten von Pfarrer Joseph Rupp wurde dabei erwähnt. Die Kirchenverwaltung mit Pfarrer Maurus Mayer und Kirchenpfleger Hannes Kirschner hatte sich für die Beibehaltung dieses Erscheinungsbildes entschieden. Renoviert worden seien in den vergangenen vier Jahren das Dach, der Dachstuhl, Lichter, Heizung, der Turm sei nun in eine Kapelle umgestaltet, die vielen Heiligenfiguren und -Bilder wurden restauriert und gereinigt.

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