Kinderbetreuung

Kita für 90 Kinder in Sonthofen: Wann die Einrichtung fertig wird

Kita Entenmoos

An der Baustelle „Am Entenmoos“ in Sonthofen gießen Bauarbeiter das Fundament für eine Kindertagesstätte mit Krippen- und Kindergartenplätzen. Darüber sollen 24 betreute Altenwohnungen entstehen.

Bild: Sophia Ungerland

An der Baustelle „Am Entenmoos“ in Sonthofen gießen Bauarbeiter das Fundament für eine Kindertagesstätte mit Krippen- und Kindergartenplätzen. Darüber sollen 24 betreute Altenwohnungen entstehen.

Bild: Sophia Ungerland

In vollem Gange ist der Bau der Kindertagesstätte „Am Entenmoos“ in Sonthofen mit darüber liegenden Altenwohnungen. Wann die Plätze zur Verfügung stehen.
20.10.2021 | Stand: 08:22 Uhr

Der Fahrer eines Betonmischers zwängt sich mit seinem großen Fahrzeug durch die engen Straßen im Süden Sonthofens. Er fährt zur Baustelle „Am Entenmoos“. Dort wird das Fundament für eine Kindertagesstätte mit darüberliegenden Altenwohnungen gegossen. Nur eine Straße weiter feiern circa 60 Menschen bereits ein Richtfest für die Erweiterung eines Firmengebäudes. Für beide Baustellen ist ein Bauherr zuständig: die Familie Conle und ihre Firmengruppe Coco Real GmbH.

Hauptsitz der Firmengruppe Coco Real GmbH in Sonthofen wird auch erweitert

„Wenn man durch den Rohbau geht, kann man schon erahnen, was für schöne und helle Büros hier entstehen“, sagt Geschäftsführer Silvan Conle über den Anbau an das bestehende Gebäude. „Für uns ist es eine Investition in die Zukunft unserer Firmengruppe.“ Seit 1973 hat die Coco Real GmbH den Hauptsitz der Firmengruppe in Sonthofen und seit 1999 an dem aktuellen Standort in der Oberstdorfer Straße. Nun wurde das bestehende Gebäude um 47 Arbeitsplätze und zwei Konferenzräume erweitert. Zudem entstand eine Tiefgarage mit 24 Parkplätzen. Kostenpunkt: circa fünf Millionen Euro. Im März 2022 soll der Anbau bezogen werden.

„Mittelständische Unternehmen wie die Coco Real GmbH sind das Rückgrat und der Motor des Wirtschaftslebens in unserer Region“, sagt Andreas Böck, Wirtschaftsreferent der Stadt Sonthofen. Die Firma habe sich zu einem „anerkannten Spezialisten in der Immobilienbranche“ entwickelt. Mit dem Projekt ermögliche die Coco Real GmbH in Sonthofen Zukunftsperspektiven für viele Menschen. Die Stadt freue sich außerdem über den Bau des neuen Kindergartens. Dort sollen 36 neue Krippenplätze für Kinder im Alter bis drei Jahre, 50 Kindergartenplätze ab drei Jahren und bis zu 14 Arbeitsplätze entstehen. Über der Kita sollen 24 betreute Altenwohnungen gebaut werden.

Die Eröffnung der Kita in Sonthofen ist für Januar 2023 geplant

Wie berichtet soll der Verein „Rockzipfel“ Träger der neuen Kita „Am Entenmoos“ werden. Baubeginn war im September. Ursprünglich hätten die Arbeiten laut Conle an beiden Baustellen gleichzeitig starten sollen. Allerdings verzögerten die Anträge auf Fördermittel sowie die öffentliche Ausschreibung den Baubeginn der Kita. Die Eröffnung ist für Januar 2023 geplant. Circa 5,4 Millionen Euro kostet der Bau des Kindergartens und der Altenwohnungen. Das Besondere an dem Investorenmodell: Die Zuschüsse der Stadt sind auf 2,25 Millionen Euro gedeckelt. „Wir übernehmen die Kostengarantie“, sagt Conle.

Silvan Conle ist Geschäftsführer der Firmengruppe Coco Real GmbH mit Sitz in Sonthofen.
Silvan Conle ist Geschäftsführer der Firmengruppe Coco Real GmbH mit Sitz in Sonthofen.
Bild: Sophia Ungerland

Durch die Erfahrungen der Investoren in der Immobilienbranche könne die Firma die Kosten im Rahmen halten. Welches Interesse hat die Firma am Bau einer Kita? „Das ist für uns natürlich als Vermietungsobjekt interessant“, sagt Silvan Conle. Außerdem seien die Fördermöglichkeiten in Bayern besser als in anderen Bundesländern. Teil der Firmengruppe Coco Real ist auch der Pflegedienstleister und Altenheimbetreiber Alpenland. Dadurch habe die Coco Real GmbH bereits Erfahrungen mit Altenwohnungen und wisse beispielsweise, welche Wohnungsgrößen gefragt seien. (Lesen Sie auch: Platz für sechs Gruppen: Kinderhort Regenbogen in Sonthofen wird erweitert)

Geschäftsführer: "Da geht es ja um Kinderlachen und nicht um Baumaschinen"

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Einen Konflikt zwischen Alt und Jung erwartet Conle nicht. In Ravensburg habe das Unternehmen ein ähnliches Konzept umgesetzt und dort habe es „keine großen Schimpftiraden“ gegeben. „Da geht es ja um Kinderlachen und nicht um Baumaschinen“, sagt der Geschäftsführer. Außerdem seien die Kinder nur tagsüber in der Einrichtung. Abends seien sie wieder zuhause bei ihren Familien.

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