Motorsport-Protoypen-Serie

Krönung in Monza: Marco Fink gewinnt Europameistertitel

Marco Fink

Marco Fink und sein Team haben in Monza – auch bei unterschiedlichen Bedingungen – zügig das richtige Setup gewählt.

Bild: Roland Rupprechter

Marco Fink und sein Team haben in Monza – auch bei unterschiedlichen Bedingungen – zügig das richtige Setup gewählt.

Bild: Roland Rupprechter

Der Immenstädter Marco Fink (36) gewinnt Meistertitel der „European Sportscar-Challenge“. Beim Finale in Monza läuft dabei nicht alles nach Plan.
12.10.2021 | Stand: 05:25 Uhr

Marco Fink ist der neue Champion in der „European Sportscar-Challenge“. In einem furiosen Finale im königlichen Park von Monza in Italien holte sich der 36-jährige Immenstädter mit seinem „PRC BMW V8“ den Meistertitel in der europäischen Rennserie.

Auf der Traditionsstrecke in Monza fand das Finale der europäischen Serie für Sportprototypen gemeinsam mit der italienischen Prototypen-Serie „Master Tricolore Prototipi“ statt. Über 25 offene Rennfahrzeuge gingen im Rahmen des „Peroni Race Weekends“ an den Start.

Auf der für Fink noch unbekannten Strecke holte sich der Rennfahrer aus Immenstadt in beiden freien Trainings am Freitag bei sonnigen Temperaturen und 25 Grad jeweils die schnellste Rundenzeit. Fink verwies die Altmeister Emanuel Pedrazza (AUT) und Wolfgang Payr (AUT) auf die weiteren Ränge.

Auch das Qualifying tags darauf verlief nach den Plänen des Oberallgäuers. Mit über drei Sekunden schnelleren Rundenzeiten im Vergleich zum freien Training steigerte sich Marco Fink nochmals deutlich und raste mit der zweitschnellsten Zeit in die erste Startreihe von „P2“. Lediglich drei Zehntel trennten den 36-jährigen Fink von der Pole Position – diese holte Emanuel Pedrazza.

Zwei Sprintrennen à 24 Minuten

Für den Renntag standen zwei Sprintrennen à 25 Minuten auf dem Programm. Über Nacht waren schwarze Wolken über die Rennstrecke von Monza gezogen und auch den gesamten Tag über regnete es ab und an, sodass die Strecke kaum abtrocknete. Das Pokerspiel zwischen profillosen Slicks und Regenreifen hatte begonnen.

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Im ersten Rennen entschied sich Fink als einziger Starter für Slicks, da bereits erste abtrocknende Stellen zu sehen waren. Die Sektoren eins und zwei waren allerdings noch sehr nass – „hier war es mehr als schwer, das Rennfahrzeug zu kontrollieren“, sagte Fink. In den letzten fünf Minuten startete der Immenstädter aber eine furiose Aufholjagd mit den schnellsten Rundenzeiten im ersten Rennen: Fink wurde immerhin noch Vierter.

Im zweiten Lauf fiel die Reifenwahl schließlich leichter. Die Regenreifen mussten ausgepackt und das Fahrzeug-Setup auf Regen umgestellt werden. „Dank des perfekten Einsatzes meines Teams um Peter Koch, Philippe Bühler und Thaddäus Zylinski ist uns der Umbau der Bremsanlage und des Fahrwerks in kurzer Zeit gelungen“, lobte Fink. „Schon in der Einführungsrunde zum fliegenden Start fühlte sich das Auto super an.“

Aus Position zwei startend konnte Fink bereits in der zweiten Runde die Führung vor Emanuel Pedrazza übernehmen. Diese Führung behielt er – auch unter dem großen Druck von Verfolger Stefan Rupp aus der Schweiz – bis zur vorletzten Runde. Durch zu spätes Anbremsen auf die erste Schikane nach der Zielgeraden, rutschte Fink allerdings von der Strecke – der Oberallgäuer musste den „Notausgang“ nehmen und beendete das Rennen etwas undankbar auf Rang zwei. Der Titelgewinn war dem 36-Jährigen aber in der Gesamtwertung nicht mehr zu nehmen.