Sanierung in Oberjoch

Lebensgefahr: Klettersteig am Iseler in Oberjoch derzeit noch gesperrt

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Der 2008 erschlossene Klettersteig in Oberjoch ändert seinen Namen. Aus „Salewa“ wird „Edelrid“. Derzeit werden verschiedene Routen im Edelrid-Klettersteig generalsaniert. Im Einsatz ist vor allem das Team des Hindelanger Bergführerbüros. Unser Bild zeigt Hannes Rädler und Julia Tönnies.

Bild: Hindelanger Bergführerbüro

Der 2008 erschlossene Klettersteig in Oberjoch ändert seinen Namen. Aus „Salewa“ wird „Edelrid“. Derzeit werden verschiedene Routen im Edelrid-Klettersteig generalsaniert. Im Einsatz ist vor allem das Team des Hindelanger Bergführerbüros. Unser Bild zeigt Hannes Rädler und Julia Tönnies.

Bild: Hindelanger Bergführerbüro

Umfangreiche Prüfung und Erneuerung von Verankerungen, Leitern, Seilen und Haltegriffen im Fels. Zudem bekommt der Klettersteig am Iseler einen neuen Namen.
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Von dk
24.06.2021 | Stand: 18:56 Uhr

Der 2008 erschlossene Klettersteig am Iseler in Oberjoch heißt nun „Edelrid Klettersteig“. Edelrid ist der Name eines deutschen Herstellers von Kletter- und Bergsportausrüstung mit Sitz in Isny. Die Gemeinde Bad Hindelang, die Bergbahnen Hindelang-Oberjoch AG und das Bergführerbüro Hindelang kooperieren mit dem Bergsportausrüster aus Isny. Bisheriger Namensgeber war das Unternehmen Salewa aus Bozen. Derzeit kann der Klettersteig aber noch nicht begangen werden. Es laufen Sanierungsarbeiten. Bis zum Saisonstart wird der erste Teilabschnitt des „Edelrid-Klettersteigs“ auf dem 1 876 Meter hoch gelegenen Iseler in Oberjoch generalsaniert. Drahtseile, Verankerungen, Leitern und Haltegriffe werden überprüft beziehungsweise neu installiert. Die Sanierung läuft derzeit, dauert ungefähr drei Wochen und erfolgt nach den neuesten Normen für Klettersteige, informiert die Gemeinde Bad Hindelang. Die Kletterabschnitte zwei und drei seien wegen der aktuellen Schneelage nordseitig derzeit ebenfalls nicht begehbar. Sobald die Generalüberholung abgeschlossen und die Schneefelder – die aktuell bis auf über 1000 Meter liegen – geschmolzen sind, sei der „Edelrid Klettersteig“ wieder frei begehbar.

"Momentan keine Stahleile"

Der Leiter des Hindelanger Bergführerbüros, Patrick Jost, warnt: „An den Ein- und Ausstiegen und teils auch in den Mittelteilen befinden sich momentan keine Stahlseile – eine Begehung wäre lebensgefährlich.“ Der staatlich geprüfte Berg- und Skiführer kennt die Routen wie seine eigene Westentasche. Gemeinsam mit dem ebenfalls staatlich geprüften Bergführer Thomas Heckelmiller hatte er die Routen mit den Schwierigkeitsgraden B und C 2008 geplant und später auch erschlossen.

2400 Meter lange Kletter-Routen

Die 2 400 Meter langen Kletter-Routen, die über rund 700 Meter in Allgäuer Fels- und Schrofengelände verlaufen, sind bei Bergsportlern beliebt. Der Vorstand der Bergbahnen Hindelang-Oberjoch, Michael Riedlinger, sagt: „Der Klettersteig auf dem Iseler ist ein Alleinstellungsmerkmal und für viele Tages- und Übernachtungsgäste ein gewichtiges Argument für eine Reise nach Bad Hindelang.“

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Edelrid-Geschäftsführer Markus Wanner nennt Begriffe wie „Nachhaltigkeit, Heimatverbundenheit und Regionalität“ als Gründe für eine Übernahme der Patenschaft des Klettersteigs in Oberjoch. „Der Bergsport treibt uns zwangsläufig hoch hinaus. Als heimisches Unternehmen sind uns lokale Kooperationen und die direkte Nähe zur heimatlichen Basis von großer Bedeutung.“

Seit vielen Jahren arbeiten Bergführerbüro, Bergbahnen Hindelang-Oberjoch, Gemeinde und Tourist Information eng zusammen. Das Bergführerbüro berät Gäste und Einheimische betreffend Sicherheit, Ausrüstung und Gefahren und gibt Ratschläge. Darüber hinaus bieten Bergführer Jost und sein Team geführte Touren an und stellen individuelle Routen nach Schwierigkeitsgrad, Streckenlänge, Gehzeit oder Höhenunterschied zusammen. Zudem stellt das Hindelanger Bergführerbüro zu den Kursen und Führungen das kostenlose Leihmaterial von Edelrid zur Verfügung.

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