Oberallgäuer bei der "Bayerischen" im Beachvolleyball

Lehrgeld für die "BuBe"-Boys: Burgberger Beach-Duo geht in München leer aus

Premiere vor großer Kulisse. Für Daniel Becker (links) und Yannick Burbrink vom TSV Burgberg war die bayerische Beachvolleyball-Meisterschaft in München ein lehrreiches Debüt auf der großen Bühne. Im kommenden Jahr will das Duo weiter Erfahrung sammeln.

Premiere vor großer Kulisse. Für Daniel Becker (links) und Yannick Burbrink vom TSV Burgberg war die bayerische Beachvolleyball-Meisterschaft in München ein lehrreiches Debüt auf der großen Bühne. Im kommenden Jahr will das Duo weiter Erfahrung sammeln.

Bild: Pierre Schmitt

Premiere vor großer Kulisse. Für Daniel Becker (links) und Yannick Burbrink vom TSV Burgberg war die bayerische Beachvolleyball-Meisterschaft in München ein lehrreiches Debüt auf der großen Bühne. Im kommenden Jahr will das Duo weiter Erfahrung sammeln.

Bild: Pierre Schmitt

Als „Hobby-Team“ angetreten spielen die Burgberger Burbrink und Becker bei der „Bayerischen“ frech auf, müssen aber das frühe Aus verkraften.
31.08.2022 | Stand: 11:35 Uhr

Bei den Frauen triumphierte eine alte Bekannte, bei den Herren gab es eine Wachablösung – und die Oberallgäuer mussten Lehrgeld zahlen. Mit einem frühen „Aus“ für das Beachteam Yannick Burbrink und Daniel Becker endete die bayerische Beachvolleyball-Meisterschaft in München zwar aus Oberallgäuer Sicht ernüchternd. Doch trotz des frühen Ausscheidens nach nur zwei Spielen konnte das Duo vom TSV Burgberg in München zeigen, dass es derzeit zurecht unter den Top 16 in Bayern rangiert.

Michaela Henry zum siebten Mal bayerische Meisterin

Bei den Damen gab es den „siebten Streich“ für eine Ex-Sonthoferin. Michaela Henry, im Oberallgäu als langjährige Bundesliga-Spielerin des damaligen Allgäu-Teams Sonthofen bekannt, gewann an der Seite ihrer Partnerin Agata Leiner ihren unglaublichen siebten bayerischen Meistertitel. Nach der „Vizemeisterschaft“ vor einem Jahr setzte sich Henry auf der Beachvolleyball-Anlage des Zentralen Hochschulsports am Olympiapark zum siebten Mal die Krone auf. Für ihre Partnerin Agata Leiner war es der zweite Titel.

Die ehemalige Sonthoferin Michaela Henry (in weiß) krönte sich zum siebten Mal zur bayerischen Meisterin.
Die ehemalige Sonthoferin Michaela Henry (in weiß) krönte sich zum siebten Mal zur bayerischen Meisterin.
Bild: Schmitt

Der Erfolg ist umso bemerkenswerter, da Henry in dieser Saison Schulterprobleme plagen. „Es war bis Freitag nicht sicher, ob ich spielen kann“, sagte die 42-jährige Henry nach dem Matchball. „Umso schöner ist es, dass wir es wieder geschafft haben, uns durchzusetzen.“ Dass für das Duo viel möglich sein würde, war bereits in Runde zwei zu erkennen. Da besiegten die beiden die topgesetzten Vereinskolleginnen Giulia Deißenberger/Tabea Schwarz mit 2:0. Es folgte ein Viertelfinal-Sieg über Titelverteidigerin Kristin Standhardinger mit Lisa Gantner (München-Ost-Herrsching). Im Halbfinale ging es für Henry erneut gegen Deißenberger/Schwarz – die Topgesetzten unterlagen erneut (18:21, 19:21). Im Finale letztlich ließen die routinierten Henry und Leiner den Youngstern Amelie Busch/Samira Winkler (Dingolfing), keine Chance. Henry/Leiner gewannen im Tie-Break mit dem zweiten Matchball.

Burgis und Klinkert erobern bayerischen Titel

Bei den Herren gab es die Wachablösung an der bayerischen Spitze. Zwar standen dieselben Teams wie im Vorjahr im Finale – diesmal aber gewann mit Sebastian Burgis und Johannes Klinkert (Beach4U München) das jüngere Team. Nach ihrem Siegeszug durchs Turnier warteten im Finale die bayerischen Meister von 2021, Benedikt Doranth und Julius Höfer vom TSV Grafing.

Im ersten Satz dominierten Klinkert und Burgis nach Belieben und gewannen deutlich mit 21:10, ehe die mehrfachen bayerischen Meister Doranth/Höfer mit 21:17 ausglichen. Doch im Tie-Break mit spektakulären Ballwechseln hatten Johannes Klinkert und Sebastian Burgis mit 16:14 das bessere Ende für sich.

Burbrink und Becker verschlafen den Auftakt

Für die beiden Oberallgäuer Starter verlief das Turnier dagegen weitaus ernüchternder. Dass Daniel Becker und Yannick Burbrink vom TSV Burgberg gut „beachen“ können, zeigte das Duo schon etliche Male. Doch mit der Teilnahme am Finalturnier der „Bayerischen“ haben die beiden Spieler des Teams „BuBe“ das auch vor größerem Publikum belegt. Auch wenn der Traum von einer guten Platzierung bereits nach zwei Niederlagen jäh platzte, konnten die beiden „Hobby-Volleyballer“ des TSV unter den zahlreichen Bundesliga-Spielern der Tour mit ihrem couragierten Auftritt unter den bayerischen Top 16 ihr Können unter Beweis stellen.

Zum Auftakt unterlagen Becker und Burbrink den an Position acht gesetzten Engemann und Müller (TSV Herrsching/VC DJK München-Ost-Herrsching) durchaus knapp mit 1:2 (14:21, 22:20, 10:15). Hätten die beiden Oberallgäuer den ersten Satz gegen die späteren Turnier-Fünften nicht verschlafen, wäre weitaus mehr drin gewesen. Doch nach der Auftaktniederlage landeten die beiden Burgberger gemäß dem Spielmodus im „Verlierer-Baum“ des Klassements, in dem die zweite Niederlage das sofortige Ausscheiden bedeutete. Und so endete das Turnier für das Team „BuBe“ schon am Auftakttag nach der Pleite gegen das Duo Gehringer/Paduretu mit 0:2 (19:21, 16:21).

Doch trotz des schnellen Ausscheidens fällt das Fazit der beiden Burgberger Beachvolleyballer durchaus positiv aus. So war die Teilnahme an der bayerischen Meisterschaft im zweiten Jahr der Tour-Beteiligung an sich schon ein großer Erfolg für das Duo. Entsprechend blicken Burbrink und Becker motiviert auf die nächste Beachsaison, in der sie weiter als Team „BuBe“ erneut bei der „Bayerischen“ antreten wollen. Dann mit mehr als nur zwei Spielen.