Fußball-Bayernliga

Letzter Auftritt 2023: 1. FC Sonthofen gewaltig unter Druck

Beim 1. FC Sonthofen um Trainer Benjamin Müller (links) und Routinier Andreas Hindelang sehnt man sich nach der Winterpause.

Beim 1. FC Sonthofen um Trainer Benjamin Müller (links) und Routinier Andreas Hindelang sehnt man sich nach der Winterpause.

Bild: Dominik Berchtold

Beim 1. FC Sonthofen um Trainer Benjamin Müller (links) und Routinier Andreas Hindelang sehnt man sich nach der Winterpause.

Bild: Dominik Berchtold

Zum letzten Spiel 2023 erwartet der 1. FC Sonthofen Kirchanschöring. Beide Teams kämpfen um den Klassenerhalt. Routinier Hindelang weiß, worauf es ankommt.
18.11.2023 | Stand: 11:30 Uhr

Es wird eine Nervenschlacht zum Abschluss. Im letzten Spiel 2023 treffen am Samstag um 14 Uhr die Bayernliga-Fußballer des 1. FC Sonthofen (12./23) und der SV Kirchanschöring (14./19) in der Sonthofer Baumit-Arena aufeinander. Die Kontrahenten waren beide in den vergangenen Wochen nicht gerade erfolgsverwöhnt. In diesem sogenannten „Sechs-Punkte-Krimi“ könnte die mentale Stärke in dieser Phase der Saison eine entscheidende Rolle spielen.

Dichtes Rennen im Kampf um den Klassenerhalt

Für Sonthofen, wie für die Gäste, zählt im Kampf um den Klassenerhalt jeder Punkt. Die Hausherren haben in der Tabelle zwei Plätze und vier Zähler Vorsprung auf den Gegner und stehen noch über dem ominösen Strich. Die Kreisstädter von Trainer Benjamin Müller haben aber auch schon ein Spiel mehr absolviert.

Um das Poster auf die Relegationszone sowie Kirchanschöring auf Distanz zu halten, und mit einem guten Gefühl in die Winterpause zu gehen, wäre ein Sieg eminent wichtig, weiß Müller.

„Wir wollen uns an das zeitweise sehr gute Gefühl, das wir in der aktuellen Bayernliga-Saison hatten, erinnern und es bestätigen“, sagt der Coach. Fakt sei zudem, dass sich sein Team als Mannschaft noch einmal richtig sammeln müsse, weil die negativen Ergebnisse in den vergangenen Wochen nicht spurlos an allen vorbei gegangen seien und ziemlich aufs Gemüt gedrückt hätten.

Das merke man innerhalb der Mannschaft, aber auch im Trainer-Team. „Zuletzt gegen Erlbach (0:2) habe ich allerdings gerade in der ersten Halbzeit schon eine deutliche Leistungssteigerung gesehen“, sagt Müller. „Da haben wir schlicht gegen einen reiferen Gegner das Nachsehen gehabt.“ Dem Trainer sei allerdings auch aufgefallen, dass seiner Mannschaft zuletzt auch das Spielglück etwas gefehlt habe. Einen Rückstand gelte es in derart einem bedeutungsvollen Spiel unbedingt zu vermeiden.

"Vom Kopf her müssen wir bereit sein"

„Vom Kopf her müssen wir für die Aufgabe bereit sein“, sagt der Coach. „Uns ist völlig bewusst, dass wir teilweise mit vielen jungen Akteuren auf dem Platz stehen. Das soll aber keine Ausrede sein. Damit haben wir im Teil der Runde unsere Punkte geholt und wollen das einmal bestätigen.“

So oder so stehen beide Samstagskontrahenten inzwischen unter Druck. Zusätzlich erschwert die personelle Komponente beim FCS die Lage. Vom Kader her sei es in dieser Saisonphase immer schwierig, sagt Müller, da die Plätze tief seien und die Verletzungen, wie zuletzt in Erlbach, zunehmen. Das spielt für den Trainer der Oberallgäuer aber keine Rolle: „Ganz egal, in welcher Formation wir auflaufen werden. Es ist entscheidend, dass jeder einmal noch alles raushaut und für die drei Punkte kämpft, denn die sind eminent wichtig.“

Auch Torjäger Andreas Hindelang spricht davon, dass die momentane Situation für den FCS alles andere als leicht sei. Unter anderem fehle es etwas an der Intensität, die sein Team in vielen Spielen der laufenden Saison bereits ausgezeichnet habe. Selbstverständnis und Selbstvertrauen, um Probleme zu lösen, beziehungsweise „einfach Fußball zu spielen“, scheinen etwas abhandengekommen zu sein.

Andreas Hindelang: "Einfach rausgehen"

Der Goalgetter spricht von einer gefühlten Blockade: „Zwar nicht, was das Thema Fitness betrifft, aber Fußball ist halt auch sehr viel Kopf-Sache.“

Hindelang weiß, dass sich seine Mannschaft für diesen letzten Auftritt zusammenreißen wird. „Da muss eine Leistungssteigerung her, denn es geht für uns um unheimlich viel. Allerdings sollten wir nicht zu viel grübeln und erzwingen, dass es mit dem Sieg klappen muss“, sagt der 36-jährige Ex-Profi. „Einfach rausgehen und mit 100 Prozent und den Basics, wie Zweikampfstärke, Engagement, Leidenschaft und Team-Geist versuchen, das Spiel auf unsere Seite zu lenken.“

Wenn die Leichtigkeit momentan etwas fehle und andere Mittel momentan nicht so funktionieren, müsse man es mit diesen Tugenden hinbekommen. Hindelang: „Die kann jeder Spieler selbst steuern. Das muss allen klar sein.