Wechsel am Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium

Ludwig Haslbeck verabschiedet sich nach 14 Jahren

Haslbeck-Abschied-neu

Der neue stellvertretende Schulleiter Heiner Römer, die neue Schulleiterin Sonja Keiper und Ludwig Haslbeck, der in den Ruhestand geht (von links).

Bild: Mang

Der neue stellvertretende Schulleiter Heiner Römer, die neue Schulleiterin Sonja Keiper und Ludwig Haslbeck, der in den Ruhestand geht (von links).

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Der langjährige Schulleiter geht in den Ruhestand und blickt auf seine Zeit in Oberstdorf zurück. Seine Nachfolgerin ist seine bisherige Stellvertreterin.

24.07.2021 | Stand: 18:30 Uhr

Insgesamt 14 Jahre war Ludwig Haslbeck Schulleiter am Oberstdorfer Gertrud-von-le-Fort-Gymnasium. „Ich habe die sehr persönliche Atmosphäre an der Schule immer sehr geschätzt“, sagt der 66-Jährige. „Und das Miteinander mit engagierten Schülern und Kollegen, die alle an einem Strang gezogen haben. Sonst hätten wir das sicher nicht so hinbekommen.“ Zum 31. Juli geht Haslbeck in den Ruhestand. Seine Nachfolge übernimmt die bisherige Stellvertreterin Sonja Keiper. Ihren Posten übernimmt Heiner Römer. (Lesen Sie auch: Gymnasium-Umbau in Oberstdorf kostet 18 Millionen Euro)

Stationen in Neuburg, Mailand und Lindenberg

Für Haslbeck, der aus Straubing stammt, war Oberstdorf die letzte Station seiner Laufbahn. Nach dem Studium in München absolvierte er in Regensburg und München sein Referendariat. Sein Weg als Lehrer führte ihn über Neuburg an der Donau und Mailand nach Lindenberg, wo er elf Jahre unterrichtete. Nach vier Jahren als Mitarbeiter der Schulleitung in Sonthofen wechselte er 2007 nach Oberstdorf, wo er die Nachfolge von Wolfgang Röck antrat. „Ich will dazu beitragen, dass die Schüler gern an die Schule gehen und sie erfolgreich abschließen.“, versprach Haslbeck damals. Zu diesem Ziel steht er noch heute.

In seine Amtszeit fallen die Generalsanierung der Schule, die sechs Millionen Euro gekostet und fünf Jahre gedauert hat, die Einführung des achtjährigen Gymnasiums und die Weiterentwicklung des Sportgymnasiums bis hin zum Modell der Schulzeitstreckung mit der Einführung des Mittelstufe Plus in Oberstdorf. „Wir sind seit 2008 die älteste staatliche Eliteschule des Sports“, sagt Haslbeck. „Wir sind einerseits ein staatliches Gymnasium, aber andererseits nicht ganz normal.“

"Noch einmal ohne Masken ins Gesicht blicken"

Eine Herausforderung sei es als Schulleiter in Oberstdorf stets gewesen, die Fehlzeiten der Spitzensportler wie Kombinierer Johannes Rydzek, Skispringerin Katharina Althaus oder jetzt dem Segler Julian Hofmann, zu koordinieren. Aber die Schulfamilie habe stets mit „ihren“ Sportlern mitgefiebert.

Die größte Herausforderung seines letzten Berufsjahres, war natürlich die Bewältigung der Corona-Pandemie. „Es wäre schön, wenn wir zum Abschied wenigstens noch einmal ohne Masken ins Gesicht blicken könnten“, sagt Haslbeck. In seinem Ruhestand, will er „all die Dinge tun, für die ich in der Vergangenheit zu wenig Zeit hatte“. So wird der passionierte Pilot vielleicht von oben den einen oder anderen Blick auf seine alte Wirkungsstätte werfen – und sich an seine „Schulzeit“ in Oberstdorf erinnern.

Die neue Schulleitung:

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Die neue Schulleiterin ist sogar schon länger an der Schule als Ludwig Haslbeck. Sonja Keiper kam 2005 nach Oberstdorf. „Es ist reizvoll, die Verantwortung zu übernehmen.“ Sie habe als Stellvertreterin die Arbeit in der Schulleitung bereits kennengelernt. Wichtig ist ihr, weiter ihre Fächer Deutsch und Französisch zu unterrichten. „Deshalb hat man ja schließlich den Beruf ergriffen.“ Als große Herausforderungen sieht Keiper die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium und die Schulhaus-Erweiterung.

Der neue stellvertretende Schulleiter Heiner Römer kommt aus Kaufbeuren nach Oberstdorf, wo er 14 Jahre lang am Jakob-Brucker-Gymnasium unterrichtete. Zuvor arbeitete er zwei Jahre in Ursberg bei Krumbach und fünf Jahre in Türkheim. Neben den Bergen hat den früheren Eishockey-Profi auch die sportliche Ausrichtung der Schule gereizt, obwohl der 54-Jährige Mathe und Physik unterrichtet. „Es ist eine schöne kleine Schule“, sagt Römer. „Ich freue mich auf die Aufgabe.“

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