Feiertag 1. Mai

Das Oberallgäu bleibt heuer (fast) maibaumfrei

So wurde 2017 der Maibaum in Bolsterlang aufgestellt. Dieses Jahr verzichten viele Gemeinden und Vereine im Oberallgäu auf das Aufstellen des Maibaums aufgrund der Corona-Pandemie.

So wurde 2017 der Maibaum in Bolsterlang aufgestellt. Dieses Jahr verzichten viele Gemeinden und Vereine im Oberallgäu auf das Aufstellen des Maibaums aufgrund der Corona-Pandemie.

Bild: Christoph Specht

So wurde 2017 der Maibaum in Bolsterlang aufgestellt. Dieses Jahr verzichten viele Gemeinden und Vereine im Oberallgäu auf das Aufstellen des Maibaums aufgrund der Corona-Pandemie.

Bild: Christoph Specht

Das Fest zum 1. Mai muss zwar ausfallen, aber ganz auf den Maibaum verzichten wollen viele Oberallgäuer Gemeinden nicht. Wo welche Aktionen geplant sind.
30.04.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Sich treffen am Maibaum, feiern mit Musik. Das macht das Fest zum 1. Mai im Oberallgäu aus. Mancherorts klettern Burschen den Stamm hinauf und bringen die klassischen Handwerkstafeln an. Andere feiern traditionell mit einem Maimarkt. Diesmal aber bleibt es – wie 2020 auch schon – still. Keine Musik zum Fest, kein Tanz in den Mai und auch kein gemütlicher Hock unterm Maibaum: Die Corona-Pandemie und die daraus resultierenden Kontaktbeschränkungen verhindern die Veranstaltungen. Verboten ist das Aufstellen eines Maibaums zwar nicht, informiert das Landratsamt, aber wer mag schon, ohne zu feiern, den Maibaum aufstellen? Offenbar kaum jemand.

  • Fischen In den Fischinger Ortsteilen Berg und Langenwang werden jedoch Maibäume organisiert. Das teilt Bürgermeister Bruno Sauter mit. Sie würden ohne Publikum und ohne Fest aufgestellt. „Dabei halten wir uns an die Vorschriften“, sagt Sauter und verweist auf Abstand und FFP2-Masken.
  • Burgberg „Maibommfescht dohuim“ heißt das Konzept, das die Tourist-Info Burgberg in Kooperation mit dem Trachtenverein Burgberg auf die Beine gestellt hat. Bürger konnten sich bis Mittwoch bewerben. Die Frage lautete: „Wie viele Schilder sind am Burgberger Maibaum befestigt?“. Wer es wusste (es waren 20) und wem die Glücksfee hold ist, der bekommt einen kleinen Maibaum frei Haus in den Garten geliefert. Dazu gibt es eine „Maifescht-Brotzeit“ und eine Kiste Brotzeit-Bier.
  • Rettenberg Ähnlich wie 2020 gibt es dieses Jahr in Rettenberg wieder eine Aktion für Kinder bis zwölf Jahren. Sie dürfen eigene Maibäume basteln und am Rathaus aufstellen. Diesmal gibt es keine Jury mehr wie 2020. Die Preise werden verlost, sagt Stephan Wohlfahrt von der Feuerwehr. „Das ist für alle fairer. Jeder hat so die gleiche Chance auf einen Gewinn.“ Nach der Verlosung dürfen die Kinder ihre Maibäume mitnehmen und zuhause aufstellen.
  • Missen-Wilhams In Missen-Wilhams gibt es statt des Maibaums diesmal einen Schilder-Wettbewerb. Das teilt der Vorstand des Maibaumvereins, Markus Kirchmann, mit. Kinder können die Maibaum-Schilder nachmalen und am Dorfplatz aufhängen. Die besten Schilder werden dann prämiert. Der Verein habe sich gegen einen Maibaum entschieden, weil eventuelle Schaulustige ein Problem sein könnten. Mit Blick auf die Corona-Regeln sagt Kirchmann: „Das ist uns zu heiß.“
  • Wertach Normalerweise kümmern sich in Wertach der Gebirgstrachten- und Heimatverein „D’Wertachtaler“ und die Musikkapelle Wertach um den Maibaum. Da der Maimarkt dieses Jahr aber ausfällt, wird es auch keinen Maibaum geben. „Wir können ja keine Bewirtung machen“, sagt Jörg Meyer von der Gemeinde. Dadurch fehle den Vereinen auch der Verdienst.
  • Immenstadt „Wir haben nichts geplant“, heißt es kurz und knapp vom Trachtenverein „D’Älpler“ in Immenstadt. Der Verein und die Feuerwehr wollen dieses Jahr keinen Maibaum aufstellen.
  • Oberstaufen Auch in der Gemeindeverwaltung Oberstaufen ist nichts davon bekannt, dass die Vereine dieses Jahr einen Maibaum aufstellen wollen.
  • Sonthofen Aus dem Rathaus in Sonthofen heißt es ebenfalls, dass es dieses Jahr keinen Maibaum geben werde, weil der Marktanger durch das Corona-Testzentrum belegt sei.
  • Oberstdorf Unsicher war sich Robert Frank vom Hotel Franks (ehemals Parkhotel Frank) in Oberstdorf, der in den vergangenen Jahren den Maibaum organisierte. Das Aufstellen des Maibaums sei „nichts, was unbedingt nötig ist“.
  • Unterjoch Auch in Unterjoch werde es keinen Maibaum geben. Ein Sprecher des Trachtenvereins Unterjoch weist auf die Unkosten durch das Aufstellen eines Maibaums hin.
  • Blaichach Der Feuerwehrverein Blaichach teilt mit, dass heuer kein Maibaum aufgestellt werde.

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