Volleyball-Bayernliga

Nächstes Chaos-Wochenende: Burgberger "Schmetterlinge" bleiben trotzdem an der Spitze

TSV Burgberg

Sie jubeln weiter: Der TSV Burgberg um Libera-Neuzugang Lisa Alpers (5) liegt weiter an der Bayernliga-Spitze.

Bild: Günter Jansen

Sie jubeln weiter: Der TSV Burgberg um Libera-Neuzugang Lisa Alpers (5) liegt weiter an der Bayernliga-Spitze.

Bild: Günter Jansen

Der TSV Burgberg lässt sich auch von einer spontanen Absage des Derbys und dem Fehlen des Coaches nicht beirren und ringt auswärts Marktoffingen 3:1 nieder.
16.11.2021 | Stand: 19:05 Uhr

Es bleibt aufregend in Burgberg, aber so richtig. Da tragen die Bayernliga-Volleyballerinnen des TSV nach den Unwetterschäden ihrer heimischen Grüntenhalle schon ihre Heimspiele an bis zu vier unterschiedlichen Orten aus – und scheinen es problemlos zu meisten. Auch die jüngsten 800-Kilometer-Strapazen steckte das Team offenbar weg. Und wie: Burgberg eroberte die Bayernliga-Spitze. Nun stand schon wieder ein Doppelspieltag an – doch turbulent wurde es diesmal aus anderen Gründen. Letztlich stand zwar am Ende ein 3:1-Erfolg beim FSV Marktoffingen – doch der Spieltag begann für die „Schmetterlinge“ alles andere als gut.

Spontan-Absage des Derybs 24 Stunden vor Beginn

Denn am Freitagabend traf bei den Verantwortlichen des TSV die Nachricht ein, dass die Mannschaft des SV Mauerstetten nicht zum Allgäu-Derby gegen die Burgbergerinnen in der Allgäu-Sporthalle nach Sonthofen anreisen werde. Ein Ärgernis für alle Beteiligten vor Ort, war doch zu diesem Zeitpunkt – knapp 24 Stunden vor dem Anpfiff – bereits alles organisiert für das Heimspiel, das am Samstag im Vorprogramm des Drittligaspiels der AllgäuStrom Volleys Sonthofen steigen sollte. Und so war die Enttäuschung groß bei den Spielerinnen vom TSV, die voller Vorfreude waren auf das Duell vor eigenem Publikum gegen den aktuell Tabellenletzten der Bayernliga.

Und so gab es also eine unerwartete, zusätzliche Erholungspause für das Team um Mannschaftskapitänin Anna Hilbrand. Die Fahrt musste das Team abermals ohne Coach Robin Wirth antreten, der erneut aus persönlichen Gründen nicht mitreisen konnte. Und so übertrug er auch für diese Begegnung die Verantwortung auf Spielertrainerin Milena Bauch und Trainerassistentin Susanne Kühn. TSV-Angreiferin Selina Aksan fehlte erneut aus gesundheitlichen Gründen.

Spannender Vier-Satz-Krimi in Marktoffingen

Doch scheinbar unbeeindruckt von Absagen, personellen Sorgen und allgemein widrigen Umständen marschieren Burgbergs Volleyballerinnen weiter von Sieg zu Sieg. In Marktoffingen verteidigten sie mit drei weiteren Auswärtspunkten die Tabellenführung. Beim Vier-Satz-Krimi sah es nach den ersten beiden Sätzen (25:18 und 25:17) zunächst nach einem souveränen Auswärtssieg für die Oberallgäuerinnen aus. Doch die Gastgeberinnen aus dem schwäbischen Donau-Ries witterten im dritten Durchgang Morgenluft.

Mit einer deutlich reduzierten Fehlerquote, dem Heimpublikum im Rücken und einer bemerkenswert starken Defensivleistung zwangen sie die anfangs überlegenen Burgbergerinnen verdient mit einem 25:22-Satzgewinn doch noch in einen vierten Abschnitt. Und lange sah es auch in diesem so aus, als ob die Marktoffingerinnen die Gäste aus dem Allgäu sogar noch über diesen hinaus in einen Tie-Break zwingen könnten.

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Bis zum Stand von 22:22 verlief der Satz ausgeglichen: Lange, intensive Ballwechsel kennzeichneten das Duell des zu diesem Zeitpunkt Tabellenzweiten gegen den Dritten, die Führung wechselte etliche Male. Doch nach einer letzten Auszeit der Gastgeberinnen lenkte eine kollektive Willensleistung der Burgbergerinnen entscheidend die Partie. Der vergleichsweise kleine, dazu recht zusammengewürfelten Kader rang sich zu einer Energieleistung durch und erkämpfte schließlich den 25:23-Erfolg im spielentscheidenden Satz.

Erst Aufregung ums Heimspiel, dann ein Auswärts-Krimi mit Happy End für den TSV – die Burgbergerinnen schwimmen weiter auf der Erfolgswelle. Allen Widrigkeiten zum Trotz.