Kinderbetreuung in Sonthofen

Neue Kita und erweiterter Kinderhort Regenbogen in Sonthofen

So sieht das Modell für den umgebauten Kinderhort Regenbogen in Sonthofen aus. Ein größerer Anbau ist sowohl im Bereich des Haupteingangs (rechts) als auch im hinteren Bereich (links) geplant.

So sieht das Modell für den umgebauten Kinderhort Regenbogen in Sonthofen aus. Ein größerer Anbau ist sowohl im Bereich des Haupteingangs (rechts) als auch im hinteren Bereich (links) geplant.

Bild: Animation: CAD Zeichenbüro

So sieht das Modell für den umgebauten Kinderhort Regenbogen in Sonthofen aus. Ein größerer Anbau ist sowohl im Bereich des Haupteingangs (rechts) als auch im hinteren Bereich (links) geplant.

Bild: Animation: CAD Zeichenbüro

Der Hort Regenbogen in Sonthofen wird erweitert. An anderer Stelle entsteht außerdem eine neue Kita mit betreuten Altenwohnungen.
09.02.2021 | Stand: 11:30 Uhr

Investitionen müssen in Zeiten der Corona-Pandemie auf das Nötigste heruntergeschraubt werden – das war kürzlich der Tenor bei den Haushaltsberatungen in Sonthofen. Doch gerade bei Schulen und Kitas dürfe nicht gespart werden, hatten die Stadträte klar gemacht. Das wird nun auch umgesetzt: Einstimmig hat der Bau- und Umweltausschuss den Weg freigegeben, den Kinderhort Regenbogen in der Hindelanger Straße zu erweitern. Von den Gesamtkosten von 650 000 Euro trägt die Stadt nach jetzigem Stand 350 000 Euro. Für den Restbetrag sind Fördermittel in Aussicht gestellt. Außerdem hatte das Gremium keine Einwände gegen einen Bauantrag der Conle Immobilien GmbH & Co KG für einen Neubau Am Entenmoos. Hier sollen eine Kindertagesstätte mit fünf Gruppen im Erdgeschoss sowie 24 betreute Altenwohnungen in den Geschossen darüber entstehen.

Der Umbau des Kinderhorts Regenbogen ist umfangreich, wie Franz Friedberger von der Stadtverwaltung erläuterte: Denn in der Einrichtung sollen langfristig sechs Gruppen betreut werden. 50 zusätzliche Hortplätze werden durch die Erweiterung geschaffen. Auf der Nordseite ist ein Anbau vorgesehen, in dem zwei Gruppenräume mit Garderoben und ein Zugang von den Spielflächen außen untergebracht sind. Der Anbau hat ein Flachdach mit einer Dachterrasse, die über den Hausaufgabenraum im Obergeschoss und von außen über die Fluchttreppe erreichbar ist. Um das Standard-Raumprogramm zu erfüllen, ist außerdem ein viel größerer Aufenthaltsraum für das Personal nötig. Dazu ist beim Haupteingang ein weiterer Anbau geplant. Dafür muss allerdings die Eiche dort weichen. Auf die Frage, ob der Baum nicht versetzt werden könnte, antwortete Friedberger, er sei eher für eine „vernünftige Ersatzpflanzung“.

Der bisherige Speiseraum wird zum Aktionsraum, der auch als Hausaufgabenbereich dient. Mittags werden die Kinder dann in der nahe gelegenen Mensa der Mittelschule verpflegt. Der Schulleiter hat laut Verwaltung bereits grünes Licht gegeben. Bereits jetzt werden dort die beiden Hortgruppen vom Sontra-Gebäude versorgt. Zu einem späteren Zeitpunkt soll die Mensa für eine Mittagsversorgung von etwa 250 Kindern erweitert werden. Im Aktionsraum, der derzeit als Speiseraum dient, bleibt eine Küchenzeile, damit die Kinder zum Beispiel in der Weihnachtszeit Plätzchen backenoder in den Ferien dort Kinder Mittagessen können. Dadurch braucht die Mensa der Mittelschule nicht extra ihren Betrieb aufnehmen.

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Flächen im Freien des Kinderhorts Regenbogen in Sonthofen reichen aus

Darüber hinaus gibt es in den Sanitäranlagen momentan für Mädchen und Buben jeweils vier WC-Sitze, die auf sechs pro Anlage aufgestockt werden. Dafür muss das Gebäude erweitert werden. Im Obergeschoss entsteht außerdem ein Werk- und Therapieraum und ein Teil der bisherigen Galerie nahe des Haupteingangs wird zum Abstellraum. Im Freien erfüllen die Flächen von 3000 Quadratmetern, die bisher zur Verfügung standen, das Raumprogramm.

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Wenn der Umbau fertig ist, sollen erst vier Hort- sowie zwei Kinderkrippen-Gruppen in dem Gebäude untergebracht werden. Denn der Johannis-Kindergarten muss einem Neubau weichen, weshalb die dortigen Krippengruppen ein Ausweichquartier brauchen. Da in der Vergangenheit schon einmal zwei Krippengruppen untergebracht waren, ist Infrastruktur vorhanden und dafür kein Umbau notwendig.

Sobald der Neubau für den Johannis-Kindergarten fertig ist, können die beiden Krippengruppen wieder dorthin und der Hort Regenbogen wird mit sechs Gruppen betrieben. Das Gesamtkonzept kam im Bauausschuss gut an. „Mir gefällt das Ensemble richtig gut“, lobte zum Beispiel Steffanie Blaser-Reimund (SPD).

Bewohner der betreuten Altenwohnungen nicht vergessen

Bei den Plänen für eine neue Kita mit betreuten Altenwohnungen Am Entenmoos hatten die Mitglieder des Gremiums nur wenig Anmerkungen. Thomas Jortzig kritisierte, der „Gedanke, wie alte Menschen die Grünflächen nutzen können, fehlt völlig“. Die Nutzung der Gartenanlage für Bewohner der Altenwohnungen müsse berücksichtigt werden.