Freizeit

Neue Strecken für Mountainbiker in Oberstaufen geplant

Mehrere Strecken für Mountainbiker will Oberstaufen im gemeindeeigenen Rainwald anlegen, um die Freizeitsportler so besser in der Natur zu lenken.

Mehrere Strecken für Mountainbiker will Oberstaufen im gemeindeeigenen Rainwald anlegen, um die Freizeitsportler so besser in der Natur zu lenken.

Bild: Mathias Wild

Mehrere Strecken für Mountainbiker will Oberstaufen im gemeindeeigenen Rainwald anlegen, um die Freizeitsportler so besser in der Natur zu lenken.

Bild: Mathias Wild

Gemeinde Oberstaufen will mit „Trails“ Hobbysportler locken – und besser lenken. Im Rainwald sollen mehrere Strecken entstehen. Bau- und Umweltausschuss gibt grünes Licht
20.12.2020 | Stand: 09:26 Uhr

Mountainbike-Fahrer lieben Strecken, die durch den Wald führen. Nicht immer entstehen die sogenannten „Trails“ dort, wo sich Waldbesitzer und Naturschützer das wünschen. Oberstaufen will daher nun mit einem gezielten Angebot Besucherlenkung betreiben. Im gemeindeeigenen Rainwald will die Kommune gleich mehrere Trails anlegen. Einen entsprechenden Bauantrag hat der Bau- und Umweltausschuss des Gemeinderates nun gutgeheißen.

Gemeinde bewirbt sich um Zuschüsse

Einen ersten Schritt zu diesem Projekt hatte die Gemeinde bereits vor Monaten gemacht: Sie hat sich um Fördergelder für die Anlage des Parcours beworben. Dafür hat ein Fachplanungsbüro auch schon Mountainbike-Strecken im Rainwald, unweit des Heizkraftwerkes der Ortswärme Oberstaufen, vorgesehen. Ob es allerdings jemals zur Umsetzung dieser Pläne kommt, ist aus Sicht von Bürgermeister Martin Beckel offen. Denn denkbar sei auch ein anderer Standort bei Thalkirchdorf. Um konkreter planen zu können, braucht die Gemeinde ein Signal des Landratsamtes. Denn die Baugenehmigungsbehörde muss den Plänen in jedem Fall zustimmen. „Das wollen wir prüfen“, sagte Beckel im Ausschuss. Auch Gespräche mit anderen Behörden seien notwendig. Hier nannte Marktbaumeister Josef Aichele das Forstamt als Beispiel. Nicht zuletzt gilt es aus seiner Sicht abzuklären, wer bei Anlage eines solchen Parcours im Wald für die Verkehrssicherungspflicht verantwortlich ist. Markus Geißler (CSU) mutmaßte, dass das Landratsamt ökologische Ausgleichsflächen haben wolle, wenn die Strecken tatsächlich im Rainwald entstehen. Dort sei schon heute eine rege Nutzung durch Wanderer gegeben, stellte der Bürgermeister fest.

Rathauschef will Reaktion des Landratsamts abwarten

Heinz Heim (CSU) wollte wissen, ob umfangreiche Erdarbeiten notwendig seien, um die Mountainbike-Strecken anzulegen. „Auch das wissen wir noch nicht“, sagte Beckel.

Vor jedem weiteren Planungsschritt sei es wichtig zu wissen, was das Landratsamt sage. Vor diesem Hintergrund stimmte der Ausschuss dem Bauantrag zu.

Die politische Entscheidung, irgendwann tatsächlich Geld für die Strecken auszugeben, ist damit noch nicht verbunden.