Volleyball-Bayernliga

Neuer Name, neuer Coach, neuer Manager: Burgberger Volleys wagen Neustart

Die neuen Gesichter für das „Unternehmen Bayernliga“. Der TSV Burgberg geht mit (von links) neuem Trainer Robin Wirth, Abteilungsleiter Bernd Werder, dem neuen Teammanager Samuel Greising, Sponsor Jürgen Eder und Zuspielerin Franziska Eder als „Axa Eder Volleys Burgberg“ an den Start.

Die neuen Gesichter für das „Unternehmen Bayernliga“. Der TSV Burgberg geht mit (von links) neuem Trainer Robin Wirth, Abteilungsleiter Bernd Werder, dem neuen Teammanager Samuel Greising, Sponsor Jürgen Eder und Zuspielerin Franziska Eder als „Axa Eder Volleys Burgberg“ an den Start.

Bild: Dominik Berchtold

Die neuen Gesichter für das „Unternehmen Bayernliga“. Der TSV Burgberg geht mit (von links) neuem Trainer Robin Wirth, Abteilungsleiter Bernd Werder, dem neuen Teammanager Samuel Greising, Sponsor Jürgen Eder und Zuspielerin Franziska Eder als „Axa Eder Volleys Burgberg“ an den Start.

Bild: Dominik Berchtold

Mit dem neuen Namen „Axa Eder Volleys Burgberg“ startet der Aufsteiger in das Abenteuer Bayernliga. Welche Spieler neu sind und welche bleiben.
17.09.2020 | Stand: 15:24 Uhr

Das Abenteuer kann beginnen. Die Volleyballerinnen des TSV Burgberg stellen sich neu auf - personell und strukturell. Der Verein hat die Kooperation mit der „Axa-Bezirksdirektion“ Jürgen Eder in Sonthofen für die kommende Saison bekannt gegeben. Bekanntlich wird das Team aus der Grüntengemeinde ab Herbst erstmals in der Clubgeschichte in der Bayernliga aufschlagen – unter dem neuen Namen „Axa Eder Volleys Burgberg“.

Mit der im Mai getroffenen Entscheidung, das Aufstiegsrecht wahrzunehmen und künftig in der Bayernliga zu spielen, betreten Mannschaft, Abteilung und Hauptverein Neuland. „In der fünfthöchsten Spielklasse Deutschlands anzutreten, markiert für den Verein und den Volleyballsport im TSV einen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte“, sagte Schriftführer Hans-Peter Noeske. „Mit diesem sportlichen Höhepunkt gehen aber auch spürbare Veränderungen und strengere Auflagen bezüglich der Anforderungen des Verbandes einher.“

TSV Burgberg in der Bayernliga vor vielen Derbys

So findet im Gegensatz zu den unteren Ligen an den Spieltagen künftig nur noch ein Spiel pro Team und Tag statt – Doppelspieltage, wie in der Landesliga, gibt es nicht mehr. Sportlich ein Vorteil für das Team, organisatorisch, eine Herausforderung für alle Beteiligten um den neuen Abteilungsleiter Bernd Werder. Denn nach derzeitigem Stand wird sich die Bayernliga Süd 2020/2021 aus bis zu zwölf Teams zusammensetzen (bisher zehn Teams). Mit dabei sollen unter anderem Lohhof III, Mauerstetten II, der MTV Rosenheim und der ASV Dachau sein. Erst die Ligeneinteilung am 1. Juli wird Aufschluss darüber geben, zu welchen Duellen es für die Volleys kommt.

Mit einer Ligen-Zusammenstellung von zwölf Teams müsste die Bayernliga-Mannschaft des TSV in der kommenden Saison 22 Spieltage absolvieren (2019 zwölf). „Die gestiegene Anzahl von Auswärtsspieltagen ist schon eine Nummer. Außerdem wird sich der Radius der Reisen mit Fahrten bis an die tschechisch-österreichische Grenze stark ausweiten“, sagt der neue Teammanager Samuel Greising, der Erfolgscoach der vergangenen Jahre. Darüber hinaus müsse an jedem Heimspieltag künftig ein externes Schiedsgericht eingesetzt werden. Im Gegenzug muss der TSV zusätzliche Pflichtschiedsrichter für die Bayern- und Regionalliga. Dieser Mehraufwand erfordert vom Verein einen finanziellen Kraftakt – die neue Kooperation soll das kompensieren. Mit Jürgen Eder und der „Axa“ sei es gelungen, „ein regionales, familiengeführtes Unternehmen als wichtigen Unterstützer für den TSV Burgberg zu gewinnen“, sagte Greising. „Obendrein ist die Familie Eder auch eng mit dem Volleyballgeschehen in und um Sonthofen herum verknüpft.“

Jürgen Eder seit Jahren als Trainer aktiv

Seit Jahren ist Direktionsleiter Eder als Jugendtrainer im Volleyball in der Region aktiv, hat dabei viele der heutigen Burgberger Spielerinnen sportlich heranwachsen gesehen und einige davon in deren Jugendzeit selbst trainiert. Zudem ist Eders Tochter Franziska als langjährige Zuspielerin und Mannschaftskapitänin in Burgberg eine wichtige Säule des jüngsten Erfolgs. „Von daher war es für mich eine Herzensangelegenheit, mit meinem Engagement den aufstrebenden Burgberger Volleyball zu fördern“, sagte Jürgen Eder. „Ich möchte dem Team einen soliden Start in die Bayernliga 2020/2021 ermöglichen.“

Die Mannschaft selbst habe die Zeit seit dem jähen Saisonende – so gut es unter den Pandemie-Auflagen möglich war und ist – für individuelles Kraft- und Ausdauertraining genutzt, erzählte Greising.

Auftakt zum Teamtraining

„Unser neuer Headcoach Robin Wirth hat den Spielerinnen dazu individuelle Trainingspläne zusammengestellt und wir haben auch gemeinsame Trainingseinheiten per Video-Konferenz absolviert“, sagte der neue Teammanager Greising. Zudem habe sich der Großteil des Teams individuell durch Bergtouren und Radausflüge fitgehalten. Und die „Axa Eder Volleys“ öffnen nun auch allmählich das erste sportliche Kapitel.

Mit dem Dienstag startet das Team-Sommertraining auf der Beachanlage im Vitalpark – soweit es unter den behördlichen Auflagen umsetzbar ist. Ab August soll auch das Hallentraining wieder aufgenommen werden.

Der künftige Kader nimmt indes ebenfalls Formen an. Bekanntlich wird die spielstarke Milena Bauch neue Co-Trainerin an der Seite von Robin Wirth. Zudem kehrt Außenangreiferin Dana Kremser von einem Auslandsaufenthalt zurück und auch Diagonalangreiferin Jasmin Schneider hat ihre Rückkehr nach der Babypause angekündigt. Mareike Haag, bisher beim TSV Röttingen in der Landesliga Nord-West, verstärkt die Burgberger Volleys als neue Mittelblockerin. Burgberg wappnet sich für die Bayernliga.