Schule

Neun Millionen Euro für den Neubau der Mittelschule in Blaichach

Eingang Schule Blaichach

Der verglaste Eingangsbereich fällt nach dem Neubau der Mittelschule weg. Das langgestreckte Schulgebäude (rechts) wird abgerissen und durch einen wesentlich kleineren Neubau ersetzt. Das Gebäude links mit dem Schriftzug bleibt, wird aber saniert.

Bild: Silvia Reich-Recla

Der verglaste Eingangsbereich fällt nach dem Neubau der Mittelschule weg. Das langgestreckte Schulgebäude (rechts) wird abgerissen und durch einen wesentlich kleineren Neubau ersetzt. Das Gebäude links mit dem Schriftzug bleibt, wird aber saniert.

Bild: Silvia Reich-Recla

In Blaichach wird ein Gebäude aus Stahlbeton und Holz gebaut. Das Schulhaus soll 2024 fertig sein und kleiner werden als bislang.
12.09.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Neun Millionen Euro. So viel soll der Neubau der Mittelschule in Blaichach kosten. Anfang des Jahres ging Bürgermeister Christof Endreß noch von sieben Millionen aus. Die Fachplaner aus München (LMJD-Architekten) stellten nun die Schule, wie sie 2025 aussehen soll, in einem Modell und auch im Detail vor. Kurzum: Das lang gestreckte, dreiteilige Gebäude der Mittelschule Richtung Ettensberg wird abgerissen und ersetzt durch einen wesentlich kleineren Bau.

In einer gemeinsamen Sitzung der Gemeinderäte Blaichach und Burgberg sagte Architekt Jürgen Dennerle: „Es wird ein Baukörper mit Flachdach und extensiver Begrünung.“ Das begrünte Dach soll auch als Wasserspeicher dienen. Er schlug zudem vor, dort eine Photovoltaikanlage zu installieren. Dennerle möchte mit der Planung eines Gebäudes in Stahlbeton-Skelettbauweise und mit Holzfassade „die Schule sichtbar machen“.

Acht Klassen sollen im Neubau der Mittelschule Blaichach unterkommen

Der jetzige lang gestreckte Bau an der Ettensberer Straße sei unscheinbar. Aber er ist dennoch ziemlich groß, in die Länge gezogen. Bislang sind dort zwölf Klassenzimmer, die von den Mädchen und Buben der Mittelschule genutzt werden. Künftig werden im Neubau acht Klassen unterkommen. Die werden dann in sogenannten Lernlandschaften unterrichtet. Es gibt zwar noch Klassenzimmer, aber auch die Möglichkeit für Schüler, sich zurückzuziehen oder mit anderen in einer Kleingruppe ein Thema zu beackern.

Ganz rechts ist die neue Mittelschule in einem dreigeschossigen Komplex zu sehen. Das Modell der LMJD-Architekten aus München sieht vor, dass der Eingangsbereich in einen Hof gelegt wird. Das Gebäude, in dem die Aula ist, schließt sich links an. Es soll in einem zweiten Bauabschnitt saniert werden. Ganz links sind die zwei Gebäude der Grundschule.
Ganz rechts ist die neue Mittelschule in einem dreigeschossigen Komplex zu sehen. Das Modell der LMJD-Architekten aus München sieht vor, dass der Eingangsbereich in einen Hof gelegt wird. Das Gebäude, in dem die Aula ist, schließt sich links an. Es soll in einem zweiten Bauabschnitt saniert werden. Ganz links sind die zwei Gebäude der Grundschule.
Bild: Silvia Reich-Recla

Aktuell hat die Mittelschule neun Klassen. Warum aber geht die Planung von nur acht Räumen für Schülerinnen und Schüler aus? Rathauschef Endreß verweist auf eine Studie (Hildesheimer Modell), die zwar kurzfristig mehr Kinder und Jugendliche prognostiziert, aber langfristig einige weniger. „Und wenn wir mal einen Puffer brauchen, können wir immer noch auf einen der Fachräume zurückgreifen“, sagt er nach der Sitzung.

Heizung soll erneuert werden

Die Fachräume sollen oberhalb der jetzigen Aula Platz finden. Dieses Gebäude mit Aula stammt ebenfalls aus den frühen 1960er Jahren, ist aber 2010 energetisch saniert worden. Dass es zumindest auch eine akustische Verbesserung braucht, wurde während der Gemeinderatssitzung deutlich. Die Fragen und Einschätzungen der Gemeinderäte waren nicht immer gut zu verstehen.

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Die Schulverbandsversammlung, so sagte Endreß, sprach sich im Vorfeld der Sitzung bereits für einen Stahlbeton-Skelettbau mit Holzelementen, möglichst aus regionaler Herkunft, aus. Das Gebäude soll als Effizienzhaus 55 umgesetzt werden mit einer zentralen Lüftungsanlage, die im Sommer auch die Möglichkeit zum Kühlen gibt. Die Heizung wird für die Grund- und die Mittelschule erneuert. Es soll eine Holz-Pelletheizung werden.

Bauchweh von den Kosten

„Neun Millionen Euro sind eine Größenordnung, da kann man durchaus Bauchweh bekommen“, sagt Endreß. Das Projekt sei nur durch „die Niedrigzinsphase zu stemmen“, sagte Christian Matzek (SPD). Er sprach von einer Förderung von 35 Prozent. „Es wird zwar eine teure, aber eine super Schule“, sagte die Burgberger Gemeinderätin Kathrin Waldmann (Die Grünen). Durch das kleinere Haus, würden mehr Grünflächen entstehen. Auch Parkflächen sollen durchlässige Rasengittersteine bekommen. Das Schulhaus soll bis 2024 fertig sein, die Sanierung des Gebäudes mit der Aula ein Jahr darauf. Für den Bau zeichnet der Schulverband der beiden Gemeinden verantwortlich.

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