Wettbewerb der Schreiner

Niko Buhl (19) gewinnt Schreiner-Wettbewerb "Die gute Form"

Schreiner Gute Form

Den Wettbewerb „Die gute Form“ der Schreinerinnung gewann Niko Buhl aus Kempten.

Bild: Franz Summerer

Den Wettbewerb „Die gute Form“ der Schreinerinnung gewann Niko Buhl aus Kempten.

Bild: Franz Summerer

Die Innung veranstaltet wieder den Wettbewerb für die diesjährigen Gesellenstücke. Die Mitglieder der Jury loben die Qualität. Sieger kommt aus Kempten
18.07.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Es geht um Ästhetik, Kreativität und die Verbindung zu Funktion und Konstruktion. Vor allem aber geht es um das Bauchgefühl der Jurymitglieder. Vor den vier Juroren stehen 22 Gesellenstücke der Schreiner, die es zu beurteilen gilt – aufgebaut in der Berufsschule Immenstadt. Dort führte auch in diesem Jahr die Schreinerinnung Kempten-Oberallgäu ihren Wettbewerb „Die gute Form“ durch. Den ersten Platz belegte Niko Buhl aus Kempten.

„Es geht nicht um die fachliche Beurteilung der Arbeit“, erklärt Stefan Holzer, Obermeister der Schreinerinnung Allgäu, den Jurymitgliedern. Denn die fachliche Einschätzung der Möbelstücke wurde schon bei der diesjährigen Gesellprüfung vorgenommen. Bei der „Guten Form“ sollen die Gesellstücke prämiert werden, die dem Zeitgeschmack entsprechen, die richtigen Proportionen für ihre Funktion haben oder dem Betrachter einfach nur gefallen, weil sie schön sind.

„Deshalb verlassen Sie sich am besten auf ihr Bauchgefühl“, rät Holzer den Juroren. Das sind: der Berufsschul-Leiter Peter Eisenlauer, Hugo Wirthensohn, Vorsitzender der Waldbesitzervereinigung Kempten, Innungs-Ehrenmeister Wolfgang Marschall und Roland Happach von der Raiffeisenbank Kempten-Oberallgäu. Die Raiba stiftet die Preise für die Gewinner des Wettbewerbs: 300 Euro für den ersten Platz, 200 Euro für den zweiten und 100 Euro für den dritten.

Juroren würden gleich einige Möbelstücke mitnehmen

Die Jurymitglieder nehmen jedes Möbelstück ganz genau unter die Lupe. Und die Auswahl ist groß: Vom Gewürzkästchen über Kommoden bis zur Garderobe haben die Gesellen ihr Bestes getan. „Ich würde mir am liebsten gleich ein, zwei Stücke mitnehmen“, sagt Wirthensohn. Auch die anderen Juroren loben die hohe Qualität der Arbeiten.

Am meisten überzeugt sie der 19-jährige Niko Buhl (Schreinerei Marschall, Kempten), der mit deutlichem Abstand vorn liegt. Sein Flurmöbelstück sticht mit den Intarsien aus Eichenleisten, die in die Verbundstoff-Oberfläche eingearbeitet sind, heraus. Buhl darf damit auch beim Landesentscheid der „Guten Form“ antreten. Zweite wird Sophia Marx (Schreinerei Gruber, Durach). Den dritten Platz teilen sich Anja Schmid (Schreinerei Faltus, Wertach) und Yannik Vogler (Schreinerei Menzler, Dietmannsried).

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