Allerheiligen

Oberallgäu: Mit Maske zum Gräberbesuch

Beim Gräberbesuch auf den Oberallgäuer Friedhöfen müssen die Besucher am Sonntag einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Falls dies nicht möglich ist, gilt die Empfehlung eine Maske zu tragen.

Beim Gräberbesuch auf den Oberallgäuer Friedhöfen müssen die Besucher am Sonntag einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Falls dies nicht möglich ist, gilt die Empfehlung eine Maske zu tragen.

Bild: Werner Kempf

Beim Gräberbesuch auf den Oberallgäuer Friedhöfen müssen die Besucher am Sonntag einen Mindestabstand von 1,5 Metern einhalten. Falls dies nicht möglich ist, gilt die Empfehlung eine Maske zu tragen.

Bild: Werner Kempf

Was am 1. November auf den Friedhöfen im Oberallgäu zu beachten ist. In den Gottesdiensten muss jetzt wieder ein Mund-Nasenschutz getragen werden.
31.10.2020 | Stand: 21:11 Uhr

Wenn die Oberallgäuer Katholiken an Allerheiligen ihrer verstorbenen Angehörigen gedenken, wird sich am Sonntag in den Kirchen und auf den Friedhöfen aufgrund der Corona-Pandemie einiges ändern. Nach den zuletzt steigenden Infektionszahlen muss in den Gotteshäusern wieder ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Und auch auf Friedhöfen gelten Vorschriften.

„Ab einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von 100, hochgerechnet auf 100 000 Einwohner, besteht für die Besucher, Pfarrer, den liturgischen Dienst, Ministranten, Lektoren und Kommunionhelfer Maskenpflicht während der gesamten Dauer eines Gottesdienstes“, heißt es in einer Mitteilung des Bistums Augsburg. Beim Friedhofsbesuch an Allerheiligen wird auch empfohlen, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. „Es gibt aber keine Maskenpflicht, insofern ein Abstand von 1,5 Metern gewährleistet werden kann“, heißt es in der Pressemitteilung.

Amdachten im Freien

Da zu Allerheiligen mit vielen Menschen in der Kirche und auf dem Friedhof zu rechnen sei, „werden aufgrund von Corona in unserem Dekanat die Andachten beziehungsweise Totengedenkfeiern aus Platzgründen nicht in den Gotteshäusern, sondern nur im Freien auf den Friedhöfen stattfinden“, sagt Dekan Karl-Bert Matthias. Die Andachtsfeiern und Totengedenken sollten maximal 30 Minuten dauern.

„Ich denke, dass gerade in diesem Jahr aufgrund von Corona die Menschen in ihren Familien am Allerheiligenfest noch näher zusammenrücken und sich an den Gräbern ihrer Angehörigen treffen“, glaubt Dekan Matthias. Denn in den Monaten der Pandemie hätten viele Gemeindemitglieder nur sehr eingeschränkt die Möglichkeit gehabt, der Verstorbenen zu gedenken beziehungsweise bei einem Sterbefall sich von verstorbenen Angehörigen in gewohnter Weise zu verabschieden.

„Allerheiligen feiern wir am Vormittag zunächst mit einem Festgottesdienst“, sagt Pfarrer Helmut Epp von der Pfarreiengemeinschaft Immenstadt. Am Nachmittag erfolgt um 14 Uhr eine kurze Andacht und ein Gebet auf dem Immenstädter Friedhof. Anschließend werden die Gräber gesegnet.

Im Sonthofer Friedhof übernimmt diese Aufgabe am Sonntag Pfarrer Marek Pokorski nach der Gedenkfeier (Beginn 14.30 Uhr) vor der Aussegnungshalle. „Ich gehe aber wie in den vergangenen Jahren nicht von Grab zu Grab, sondern zügig durch die Reihen des Friedhofs “, lässt Pokorski wissen.

„Auf unseren Friedhöfen der Pfarreiengemeinschaft Oberstdorf sind die Feiern kurze Wortgottesdienste, bei denen die Menschen sich nicht zu nahe kommen, sondern an ihren Gräbern stehen. Die Segnung der einzelnen Gräber entfällt, um nahe Begegnungen zu vermeiden“, sagt Pfarrer Maurus Mayer.

Der Priester oder Diakon gehe stattdessen am Sonntag nur an eine oder zwei zentrale Stellen des Friedhofs „und segnet mit Weihwasser in alle Richtungen. Für alle gilt auf dem Friedhof während der Zeremonie Maskenpflicht, sagt Pfarrer Mayer.