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Kuhschellen-Dieb will ins Ausland flüchten - gestohlener Wagen wird ihm zum Verhängnis

Mehrere Kuhschellen sind im Oberallgäu gestohlen worden. Die Polizei hat den Täter nun ermitteln können - und dabei zwei weitere Diebstähle aufgeklärt.

Mehrere Kuhschellen sind im Oberallgäu gestohlen worden. Die Polizei hat den Täter nun ermitteln können - und dabei zwei weitere Diebstähle aufgeklärt.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Mehrere Kuhschellen sind im Oberallgäu gestohlen worden. Die Polizei hat den Täter nun ermitteln können - und dabei zwei weitere Diebstähle aufgeklärt.

Bild: Sven Hoppe, dpa (Symbolbild)

Der Fall um die gestohlenen Kuhschellen im Oberallgäu ist nun gelöst worden. Doch die entwendeten Kuhglocken sind nicht das einzige Vergehen des Täters.
08.11.2021 | Stand: 14:01 Uhr

Im Oberallgäu hat die Polizei einen 60-jährigen Mann als mehrfachen Dieb ermitteln können. Laut Polizei stahl der Mann neben mehreren Kuhschellen auch einen Wagen und Bargeld.

Im Fall der gestohlenen Kuhschellen sind die Beamten auf einen 72-Jährigen aufmerksam geworden. Dieser bot auf einer Internetplattform zwei Kuhschellen im Wert von circa 500 Euro zum Verkauf an. Die Schellen waren zuvor aus einem Keller in Burgberg gestohlen worden. Wie sich nun im Rahmen der Ermittlungen herausstellte, hatte der Mann die Schellen selbst gutgläubig von einem 60-jährigen Mann erworben. Diesen ermittelte die Polizei nach eigenen Angaben nun zweifelsfrei als Dieb der Schellen.

60-jähriger Dieb verkaufte gestohlene Kuhschellen weiter an ahnungslosen 72-Jährigen

Insgesamt machte die Polizei im Laufe der Ermittlungen um die gestohlenen Kuhschellen fünf Besitzer ausfindig, denen insgesamt sieben Schellen gestohlen worden waren. Davon hatte der nun identifizierte Täter dem 72-Jährigen sechs verkauft. Das Diebesgut im Wert von je 200 bis 300 Euro konnte anhand eindeutiger Merkmale den Besitzern zugeordnet werden. (Lesen Sie auch: Drohung gegen Gymnasium: Schulzentrum Marktoberdorf evakuiert)

Dieb stahl nicht nur Kuhglocken und einen Mercedes: Täter bediente sich auch am Geld seines Arbeitgebers

Auch den Fall um den Diebstahl eines unversperrten Mercedes an der „Alpe Weiherle“ in Burgberg lösten die Beamten. Der Wagen wurde im Ausland bei einer Fahndungskontrolle identifiziert und sichergestellt. Unterwegs mit dem Fahrzeug war der 60-jährige mutmaßliche Schellendieb. Gegen ihn richtet sich nun auch der dringende Tatverdacht des Pkw-Diebstahls.

Doch dem nicht genug: auch der Arbeitgeber des Mannes hatte sich zwischenzeitlich bei der Polizei gemeldet, da dieser offenbar Tageseinnahmen im vierstelligen Bereich gestohlen hatte und anschließend nicht mehr bei der Arbeit erschienen war. Offensichtlich hatte der Mann versucht, sich nach all seinen Taten ins Ausland abzusetzen. (Lesen Sie auch: 17-Jähriger versucht zu driften - am Auto entsteht Totalschaden)

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