Fußball-EM

Oberallgäuer fiebern Duell zwischen Deutschland und Frankreich entgegen

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Tim und Emilie von Robakowski aus Immenstadt drücken sowohl der deutschen als auch der französischen Mannschaft bei der Fußball-EM die Daumen.

Bild: Werner Kempf

Tim und Emilie von Robakowski aus Immenstadt drücken sowohl der deutschen als auch der französischen Mannschaft bei der Fußball-EM die Daumen.

Bild: Werner Kempf

Viele Emotionen wird ein Geschwisterpaar mit französischen Wurzeln bei der Partie gegen Frankreich zeigen. Und was eine Französin aus Sonthofen erwartet.
14.06.2021 | Stand: 20:23 Uhr

Die Partien Deutschland gegen Frankreich waren schon immer besondere Duelle. Den älteren Oberallgäuer Fußballfans ist noch das WM-Halbfinale von 1982 in Sevilla in Erinnerung, als Torhüter Toni Schumacher rücksichtslos in den Franzosen Patrick Battiston sprang. Battiston verlor mehrere Zähne und lag einige Tage im Koma. Schumacher sah nicht einmal die Gelbe Karte, Deutschland siegte glücklich im Elfmeterschießen. Am Dienstagabend kommt es erneut zum Duell, wenn sich beide Teams bei der EM im Auftaktspiel der Gruppe F um 21 Uhr in München gegenüberstehen. Wir haben ein Oberallgäuer Geschwisterpaar mit französischen Wurzeln und eine in Sonthofen lebende Französin gefragt, mit welchen Emotionen und Erwartungen sie die Partie vor dem Bildschirm verfolgen.

Deutschland-Frankreich: ein besonderes Spiel

„Ich freue mich schon lange auf diese Begegnung. Das Duell ist immer ein besonderes Spiel für mich“, sagt Tim von Robakowski aus Immenstadt. Seine Mutter Francoise ist Französin. Natürlich sei der amtierende Weltmeister Favorit gegen die DFB-Elf. „Wer hat schon Topstürmer wie Benzema, Giroud, Griezmann und Mbappé in seinen Reihen?“, fragt der 27-Jährige. „Ich traue den Franzosen den Titel zu, weil sie über eine erfahrene Truppe verfügen, deren Spieler bei Spitzenteams in Europa unter Vertrag stehen.“ Tim von Robakowski wäre es am liebsten, wenn das Spiel heute 1:1 ausginge. „Denn da schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, betont der Immenstädter. Er streift das französische und deutsche Trikot jeweils abwechselnd gegen die anderen Gruppengegner Ungarn und Portugal über. Am Dienstagabend bleiben die Shirts im Schrank. Während der EM hängen jedoch beide Fahnen zu Hause auf dem Balkon. Das Duell um 21 Uhr schaut sich der Bürokaufmann bei Freunden an. Er rechnet damit, dass sowohl Frankreich als auch Deutschland ins Achtelfinale einziehen.

Hoffen auf eine faire Begegnung

Davon geht auch Tims Schwester Emilie aus. „Doch diesmal wird Frankreich gewinnen“, sagt die 20-Jährige. Sie tippt auf einen 2:0-Erfolg für die Mannschaft von Coach Didier Deschamps. Wichtiger für die angehende Studentin der Sozialwissenschaften ist jedoch die Hoffnung auf ein „faires und spannendes Spiel“. Ihre Lieblingsspieler in den Reihen der Franzosen sind Pavard (er spielt bei Bayern München) und Giroud (FC Chelsea). Im deutschen Team mag sie Torhüter Neuer am liebsten. Sie schätzt Trainer Deschamps wegen dessen ruhiger und sachlicher Art. „Schade nur, dass es heuer bei der EM kein Public Viewing mit vielen Fans gibt“, bedauert Emilie. Deshalb wird sie zu Hause bei den Eltern oder mit Bekannten das Duell verfolgen.

„Die Franzosen lieben ihr Land. Deshalb würde auch ich mich freuen, wenn die Mannschaft von Trainer Deschamps am Dienstag gewinnen sollte“, sagt Noisette Gallego-Schorer. Sie ist südlich von Toulouse aufgewachsen und lebt seit 30 Jahren in Sonthofen, wo sie als Dozentin bei der Oberallgäuer Volkshochschule arbeitet.

Das Herz der 61-Jährigen schlägt jedoch für den Radsport. Schon als Kind habe sie bei den Etappen durch die Pyrenäen mitgejubelt. Sie wird die Partie am Dienstagabend mit ihrem Ehemann Alexander und Sohn Richard vor dem Bildschirm verfolgen. „Frankreich wird gewinnen und den Titel holen“, prognostiziert die Wahl-Allgäuerin.

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