Neue Seile am Hochvogel und am Rauhorn

So sorgen die "Weglesmacher" der DAV-Sektion Allgäu-Immenstadt für sichere Bergwege

Um Wege sicherer zu machen, müssen die Helfer der Sektion Allgäu-Immenstadt hoch hinaus.

Um Wege sicherer zu machen, müssen die Helfer der Sektion Allgäu-Immenstadt hoch hinaus.

Bild: Fotos: Martin Uhlemayr

Um Wege sicherer zu machen, müssen die Helfer der Sektion Allgäu-Immenstadt hoch hinaus.

Bild: Fotos: Martin Uhlemayr

Freiwillige des Alpenvereins Allgäu-Immenstadt machen Wege im Gebirge sicherer. Im Jahr 2020 verbauten die Wegebauer 200 Meter Stahlseil in den Allgäuer Bergen.
28.09.2022 | Stand: 05:00 Uhr

Bei den „Wegelesmachern“ der Sektion Allgäu-Immenstadt des Deutschen Alpenvereins (DAV) ging es 2022 vor allem um die Sicherheit der alpinen Bergwege in den Hindelanger Bergen. Dabei wurden 200 Meter Stahlseil verbaut. Die Schwerpunkte der Wegebauer lagen unterhalb des Hochvogels, am Rauhhorn und am Gängele, berichtet der DAV.

In mehreren Bereichen waren die DAV-Wegebauer tätig: Am Kalten Winkel unterhalb des Hochvogels war das alte Seil in der direkten, steilen Aufstiegsspur verschlissen und kaum mehr nutzbar. Durch die Anlage von Serpentinen wurde die Situation so gelöst, dass nunmehr auf ein Seil verzichtet werden kann, teilt der DAV mit. Beim Freiräumen der Trasse „floss viel Schweiß, doch das Ergebnis ist ein echter Meilenstein auf dem Weg zum Hochvogel“, heißt es weiter in der Meldung.

Stahlseile am Rauhorn waren alt - Auch Anker mussten erneuert werden

Am Rauhhorn waren die alten Stahlseile in die Jahre gekommen und hatten an Spannung und Sicherheit verloren. Ebenso wurden einige Anker neu befestigt. Durch die Aktion unmittelbar vor dem Schneefall Mitte September ist wieder mehr Sicherheit geschaffen worden. Thilo Kreier von der Sektion Allgäu-Immenstadt betont aber: „Der Weg ist und bleibt nach wie vor ein alpiner Steig, der Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erfordert.“ (Lesen Sie auch: Herbst in den Bergen: Was man jetzt braucht)

Am Schänzleskopf wurde der Weg mit dem Pickel gehauen. Die Seile sind vollständig erneuert und ergänzt worden. An der Balkenscharte wurde laut DAV ein abgerutschtes Wegstück ausgebessert und wieder begehbar gemacht. Am Gängele wurde eine „sehr kritische Passage“, die nur mit einem großen Schritt überwunden werden konnte, entschärft. In der DAV-Mitteilung heißt es: „Dort helfen nun neue Seile und Tritte beim Übergang." An der Lärchwand wurde der Weg ausgepickelt und ein Schilderhäuschen realisiert. Insgesamt erneuerten die Wegbauer in diesem Sommer laut DAV 200 Meter Stahlseil – alles ehrenamtlich – zwischen Mai und dem ersten Schnee Mitte September.

Insgesamt 1000 Stunden waren die Freiwilligen im Jahr 2022 unterwegs

Mehr als 1000 Stunden hat der Wegbautrupp um Martin Uhlemayr 2022 geleistet. Wegereferent Martin Berktold spricht den beteiligten Alpwegverbänden und Älplern sowie den ortsansässigen Gastronomen, die die Wegbauer immer wieder unterstützen, Dank aus. Ein zweiter Schwerpunkt der DAV Sektion Allgäu-Immenstadt fand sich in der Nagelfluhkette: Dort stand eine umfangreiche Seilerneuerung zwischen Steineberg und Stuiben auf der Agenda, heißt es in der DAV-Mitteilung.

Für die nächsten Jahre steht der Austausch der alpinen Schilder analog der gelben Grenzgänger-Beschilderung an. Die bisherigen weißen Schilder seien am Ende ihrer Nutzungsdauer angelangt und würden durch besser sichtbare, großformatige, gelbe Schilder ersetzt. Bei allen Wegebaumaßnahmen der DAV Sektion stehe die Gewährleistung der Sicherheit im Vordergrund: „Wir wollen die Wege nicht ausbauen, wir wollen sie nur gut in Schuss halten und dafür sorgen, dass die Wanderer möglichst sicher unterwegs sind“, so Wegereferent Martin Berktold.

Wer möchte, ist eingeladen, sich den Wegbauern der Sektion anzuschließen und für die Sicherheit der alpinen Bergwege in den Oberallgäuer Bergen zu engagieren.

nfos bei der Geschäftsstelle: info@dav-allgaeu-immenstadt.de oder per Telefon unter 08321 26776.

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