Oberstdorf

Aufruhr am Freibergsee - Mann parkt Auto im Naturschutzgebiet und zündet Lagerfeuer an

Im Landschaftsschutzgebiet am Freibergsee bei Oberstdorf hat sich ein 35-jähriger Mann unmöglich benommen.

Im Landschaftsschutzgebiet am Freibergsee bei Oberstdorf hat sich ein 35-jähriger Mann unmöglich benommen.

Bild: Larissa Pucher (Archiv)

Im Landschaftsschutzgebiet am Freibergsee bei Oberstdorf hat sich ein 35-jähriger Mann unmöglich benommen.

Bild: Larissa Pucher (Archiv)

Ein 35-Jähriger hat sich am Donnerstag bei seinem Ausflug ins Allgäu erheblich daneben benommen. Wie er für Ärger im Naturschutzgebiet am Freibergsee sorgte.
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Von Allgäuer Zeitung
21.05.2021 | Stand: 15:18 Uhr

Der Mann fuhr mit seinem Fahrzeug und seiner Begleiterin (39) bei Oberstdorf ins Naturschutzgebiet am Freibergsee und parkte dort.

Laut Polizei suchte er eine derzeit unbewohnte Hütte auf und entzündete dort ein Lagerfeuer direkt neben der Hütte. Das Holz dafür entnahm er aus einem in der Nähe aufgeschichteten Brennholzstapel. Als die Polizei darauf aufmerksam wurde, forderten die Beamten den Mann auf, sein Auto wegzufahren und das Feuer zu löschen.

Während sich die Begleiterin einsichtig zeigte, wurde der 35-Jährige laut Mitteilung immer aggressiver und beschimpfte fortlaufend die Beamten. Die mussten eine weitere Streife hinzurufen. Mit vereinten Kräften, auch durch die Begleiterin, konnte der Mann beruhigt werden und trat danach seine Heimreise an.

Ihn erwarten nun mehrere Strafanzeigen wegen Beamtenbeleidigung, Diebstahl sowie Verstößen nach dem Naturschutzrecht.

Immer wieder Ärger in Allgäuer Naturschutzgebieten

Im Allgäu spürt die Polizei regelmäßig Wildcamper und -parker in den Naturschutzgebieten auf. Erst in der vergangenen Woche hatten die Beamten im Raum Oberstdorf unter anderem mehrere Wildcamper in gesperrten Tälern entdeckt. Ein unbekannter Täter war am Freibergsee zudem in eine Hütte eingebrochen. Der Unbekannte entwendete laut Polizei Holzbearbeitungswerkzeuge sowie Tabakwaren.

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Für besondere Schlagzeilen sorgte in der Region der Fall von fünf US-Soldaten, die im vergangenen Dezember am Schrecksee ein Biwak aufgeschlagen hatten - trotz eisiger Minus-Temperaturen. Die jungen Amerikaner waren in ihrer Freizeit in den Allgäuer Bergen unterwegs.

Erlaubt ist das Biwakieren an dort weder im Winter noch im Sommer. Der Schrecksee befindet sich im Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen. Dort ist Wildcampen nicht gestattet und "wird durch das zuständige Landratsamt in der Regel mit einer Geldbuße von 400 Euro pro Person geahndet", teilen die Behörden mit.