Tourismus

Oberstdorf räumt mit den Hütten am Freibergsee auf

Der Freibergsee bei Oberstdorf ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dort werden vier kleine Hütten abgerissen. Dafür entsteht ein größeres Bootshaus.

Der Freibergsee bei Oberstdorf ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dort werden vier kleine Hütten abgerissen. Dafür entsteht ein größeres Bootshaus.

Bild: Werner Kempf (Archivbild)

Der Freibergsee bei Oberstdorf ist ein beliebtes Ausflugsziel. Dort werden vier kleine Hütten abgerissen. Dafür entsteht ein größeres Bootshaus.

Bild: Werner Kempf (Archivbild)

Am Freibergsee nahe der Skiflugschanze kommen vier kleine Gebäude weg. Dafür entsteht ein neues Bootshaus mit Räumen für die Wasserwacht. Kosten: 400.000 Euro
17.12.2020 | Stand: 14:26 Uhr

Am Freibergsee in Oberstdorf wird aufgeräumt, und zwar mit Gebäuden. Vier kleine Holzhütten kommen weg. Und die 15 Tret- und Ruderboote, die im Winter beim Seeufer im Freien liegen, kommen unter Dach. Der Tourismusausschuss des Oberstdorfer Gemeinderats hat den Weg frei gemacht für ein neues, 400 000 Euro teures Bootshaus am Freibergsee.

Mit dem Thema hatte sich bereits der Gemeinderat beschäftigt. Ursprünglich sollte ein Haus entstehen, das zum Teil im Wasser gründet. Die Boote hätten so mit einer Seilwinde direkt aus dem Wasser ins Haus gezogen werden können, erklärte Tourismusdirektor Frank Jost. Das erwies sich jedoch zu teuer. So ein Haus käme auf 500 000 Euro, berichtete Jost. Die Planer gingen zunächst von 333 000 Euro aus. Deshalb sollten sie Alternativen erarbeiten.

Der Tourismusausschuss entschied sich jetzt für eine Variante, bei der das Gebäude einige Meter versetzt auf Land gebaut wird. Die Boote müssen dann mit dem Hänger vom Wasser zum Haus transportiert werden, erklärt Jost. Das sei machbar: „Sie werden nur zweimal im Jahr bewegt.“ Ins Gebäude mit einziehen soll die Wasserwacht, die den Badebetrieb überwacht. Bisher macht sie das von einer Holzhütte aus. Diese und drei weitere Hütten werden abgerissen. Jost. „Wir wollen ein aufgeräumtes Bild haben.“

Räume für die Wasserwacht

Neben ihrem Dienstraum erhält die Wasserwacht in dem Gebäude Sanitäranlagen für 30 000 Euro. Die Gemeinderäte hoffen, dass die Kosten durch Eigenleistung seitens der Wasserwacht gesenkt werden. Außerdem soll in dem Bootshaus ein Raum entstehen, in dem die Touristen überdacht über das sensible Ökosystem am Freibergsee informiert werden. „Der See hat keinen Zu- und Abfluss. Deshalb muss man besonders darauf achten, dass er nicht verunreinigt wird“, erklärt der Kurdirektor. Wanderer sollen sich außerdem auf einer zum See geöffneten Holzterrasse niederlassen können. In der Sommersaison 2022 soll das Haus fertig sein, sagte Jost.