Silvester 2020

Polizei will im Oberallgäu an Silvester stärker kontrollieren

So wird es dieses Jahr an Silvester wohl nicht aussehen. Im kleinen Kreise und im kleinen Maßstab darf aber trotzdem gefeiert werden.

So wird es dieses Jahr an Silvester wohl nicht aussehen. Im kleinen Kreise und im kleinen Maßstab darf aber trotzdem gefeiert werden.

Bild: Günter Jansen (Archiv)

So wird es dieses Jahr an Silvester wohl nicht aussehen. Im kleinen Kreise und im kleinen Maßstab darf aber trotzdem gefeiert werden.

Bild: Günter Jansen (Archiv)

Feuerwerk vom Vorjahr darf nur auf Privatgrund gezündet werden. Wie man trotz Ausgangssperre im Oberallgäu feiern darf. Ein Überblick über die Corona-Regeln
30.12.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Was darf man und was darf man nicht? Diese Frage stellt sich in diesem Jahr auch an Silvester. Welche Bestimmungen am 31. Dezember gelten, darüber haben wir mit der Polizei gesprochen.

„Wir erwarten ein deutlich ruhigeres Silvester als in den vergangenen Jahren“, sagte ein Sprecher der Polizei Schwaben Süd/West und nennt als Grund die Corona-Regeln.

Diese Corona-Regeln gelten an Silvester 2020 in Bayern und im Oberallgäu

Im Freistaat Bayern gelten an Silvester, im Gegensatz zu Weihnachten, keine Sonderregelungen für private Treffen. Es dürfen sich daher maximal fünf Personen aus zwei Haushalten treffen. Hierbei werden Kinder unter 14 Jahren nicht mit eingerechnet. Außerdem gilt auch zum Jahreswechsel die nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. „Für die Kontrollen werden wir zusätzliche Streifen einsetzen“, sagt der Polizeisprecher.

Wer also bei Freunden und im kleinen Kreis ins neue Jahr hineinfeiern will, der muss dort auch übernachten. Nach Hause zurückkehren kann man dann erst wieder am nächsten Tag, wenn die Ausgangssperre nicht mehr greift.

Feuerwerk darf auf privatem Grund gezündet werden

Es wird also für viele ein ganz anderes Silvester werden. Zumal das mitternächtliche Feuerwerk in dem gewohnten Ausmaß auch nicht stattfinden wird. Der Verkauf von Feuerwerkskörpern vor Silvester ist verboten. Lediglich wer noch Altbestände im Keller hat, könnte diese zünden. Allerdings nicht nach 21 Uhr auf öffentlichen Straßen oder Plätzen. Erlaubt sind Böller und Raketen im eigenen Garten und auf privatem Grund.

Der Leiter der Oberstdorfer Polizeiinspektion, Kay Heller, warnt vor allem vor illegal erworbener Pyrotechnik. „Nicht zertifizierte Feuerwerkskörper führen oft zu Unfällen“, sagte Heller. Generell habe er aber Vertrauen in die Vernunft der Allgäuer.

Tisch-Feuerwerk als kleine Alternative

Gänzlich müssen Feiernde aber nicht auf funkelnde Lichter und Farben verzichten. Der Verkauf von "Kleinstfeuerwerk" der Kategorie F1 ist nämlich erlaubt. Dies bestätigt der Sonthofer Polizeiinspektionsleiter, Andreas Islar. Dazu gehören beispielsweise Wunderkerzen, Knallerbsen und Tisch-Feuerwerk. Anders als die klassische Silvester-Rakete ist Kleinstfeuerwerk das ganze Jahr über erhältlich und darf auch unabhängig von Silvester gezündet werden. Wenn es also dieses Jahr auch nicht ganz so krachen und knallen wird, so könnte es zumindest einen Funkenregen im Kleinformat geben. Und so mancher Vierbeiner wird darüber sogar froh sein.

(Lesen Sie auch: "Scheale" statt Böllern: Warum Allgäuer an Silvester Kuhglocken einsetzen wollen)