Schwimm-Event

Premiere: Reusch und Wenz suchen den „König des Alpsees“

Für die Premiere des „King of Alpsee“ haben Axel Reusch (rechts) und Marc Wenz die Strecke im Alpsee unter der Woche bereits „testgeschwommen“ – das Duo brauchte etwa eine Stunde.

Für die Premiere des „King of Alpsee“ haben Axel Reusch (rechts) und Marc Wenz die Strecke im Alpsee unter der Woche bereits „testgeschwommen“ – das Duo brauchte etwa eine Stunde.

Bild: Daniel Kopatsch

Für die Premiere des „King of Alpsee“ haben Axel Reusch (rechts) und Marc Wenz die Strecke im Alpsee unter der Woche bereits „testgeschwommen“ – das Duo brauchte etwa eine Stunde.

Bild: Daniel Kopatsch

Triathlet Axel Reusch und Unternehmer Marc Wenz veranstalten am 6. September den ersten „King of Alpsee“. Welche Überraschung das Duo bei der Probe erlebt.
29.08.2020 | Stand: 05:19 Uhr

Reusch sucht den Super-Schwimmer! Triathlet Axel Reusch veranstaltet am Sonntag, 6. September, den ersten „King of Alpsee“. Ab 8.30 Uhr geht es erstmals für ein Feld von maximal 100 Schwimmern von West nach Ost, vom Kreisbadeplatz mit einem leichten Schlenker beim Clubhaus des Segelclubs Alpsee-Immenstadt (SCAI) ins Ziel ans Wasserwachthäuschen. Für die Premiere in Bühl hat sich der 52-jährige Reusch mit Marc Wenz einen namhaften Partner ins Boot geholt. Der ebenfalls 52-jährige Unternehmer ist selbst ehemaliger Triathlet und hatte die Idee zum „König des Alpsees“.

„Wir haben aktuell wenig Veranstaltungen und das Wasser scheint weniger anfällig für eine Verbreitung des Virus zu sein“, sagt Wenz. „Außerdem bin ich im Alpsee noch nie von Westen aus in den Osten geschwommen. Das ist gut machbar und wird ein cooles Ding. Und weil der eine spinnt und der andere es umsetzen muss, sind wir zu zweit“, ergänzt der Allgäu-Outlet-Geschäftsführer schmunzelnd. Denn Veranstalter Axel Reusch hatte heuer wegen der Pandemie ein „eventloses Jahr“ – nach dem Allgäu Vertical musste der Burgberger sämtliche Ausdauersportveranstaltungen vom Frühlingslauf, über den Sonthofer Citylauf bis zum Allgäu-Panorama-Marathon streichen.

Axel Reusch: "Es ist schön, mal wieder Orga-Luft zu schnuppern"

„Es ist einfach mal wieder schön, nach einem ganzen Sommer ohne Banneraufhängen, wieder ein bisschen Orga-Luft zu schnuppern“, sagt Reusch. „Außerdem hält sich der Aufwand für die Premiere des King of Alpsee in Grenzen.“ Denn seit Wenz’ Idee Anfang August hatte Reusch „nur“ einige Gespräche mit den Behörden, mit der Stadt Immenstadt und mit der Wasserwacht zu führen – „alles in allem mit geringem Aufwand, und möglichst hohem Spaßfaktor“, sagt das 52-jährige Triathlon-Urgestein.

Die Macher des „King of Alpsee“: Axel Reusch (links) und Marc Wenz wollen der Ausdauersportszene mit der Premiere am Alpsee eine Wettkampf-Plattform bieten.
Die Macher des „King of Alpsee“: Axel Reusch (links) und Marc Wenz wollen der Ausdauersportszene mit der Premiere am Alpsee eine Wettkampf-Plattform bieten.
Bild: Daniel Kopatsch

Und so will Reusch, der selbst mit acht Teilnahmen an der Ironman-WM auf Hawaii Allgäuer Rekordhalter ist, seinen Sportlern am 6. September eine Möglichkeit bieten, „sich mal wieder unter Wettkampfbedingungen zu messen.“ Unterstützer Marc Wenz ergänzt: „Die Idee dahinter ist, dass wir uns überlegt haben: Was können wir der Ausdauerwelt bieten, ohne viel Aufwand. Denn die Jungs arbeiten und trainieren alle wie wild, ohne eine Wettkampfmöglichkeit. Wir bieten ihnen das Gefühl vom Startschuss und ein bisschen Wettkampf-Atmosphäre.“

Ab 7 Uhr erfolgt die Startnummernausgabe, Start ist um 8.30 Uhr. Nach dem Massen-Landstart am Kreisbadeplatz geht es für das Feld von Westen aus am Südufer entlang bis zum SCAI-Gelände, wo 50 Meter vor dem Ufer eine Boje liegt, die rechts zu umschwimmen ist.

2,8 Kilometer – gegen die Sonne

Von dort aus geht es in einem Knick am Erlebnissteg vorbei zum „Allgäu-Outlet“-Bogen neben dem Wasserwachthäuschen, wo das Ziel an Land nach etwa 2,8 Kilometern wartet. Zielschluss ist um 10 Uhr, ehe es eine kurze Ehrung der Top Drei gibt. „Wir wollen uns auf 100 Schwimmer begrenzen. Die Sportler kommen mit Mundschutz zur Nummernausgabe, tragen diesen bis kurz vor dem Start und lassen ihn dann vors Wasser fallen“, erklärt Reusch. Die Wasserwacht begleitet das Rennen ebenso wie die Helfer des TV Immenstadt-Triathlon-Teams, dem Verein, dem der Überschuss aus dem Event auch zugutekommen soll.

King of Alpsee Streckentest
Das Duo des "King of Alpsee" beim Streckentest.
Bild: Daniel Kopatsch

Damit für die Premiere des „King of Alpsee“ auch alles reibungslos läuft, haben Reusch und Wenz das Terrain bereits in dieser Woche „testgeschwommen.“ Mittwochmorgen ging das Duo ins Wasser – und stieg nach fast einer Stunde und beinahe drei Kilometern Schwimmstrecke aus dem Alpsee. „Ich bin eine Weile nicht mehr geschwommen und mir war am Tag davor auch etwas mulmig“ gesteht Marc Wenz, der am Renntag als Stand-up-Paddler das Feld begleiten wird. „Außerdem war es brutal wellig, dadurch ziemlich zäh. Sehr ungewöhnlich für die Uhrzeit.“ Für Reusch ist die Strecke „gut machbar, allein die tief stehende Morgensonne könnte die Orientierung erschweren“, glaubt der 52-Jährige.

Denn bisher haben 40 Athleten gemeldet. Für den Burgberger ist aber nicht einmal die Quantität ausschlaggebend. „Mir geht’s nicht um die Menge und auch gar nicht so sehr darum, dass wir ein qualitativ hochwertiges Feld am Start haben“, sagt Axel Reusch. „Die Schwimmer, die dabei sind, sollen eine schöne Veranstaltung für Jedermann erleben. Das ist wichtig für alle – gerade in der heutigen Zeit.“

 

Anmeldung zum Rennen in Reusch’ „Laufladen“ oder per Mail mit kompletten Daten (Name, Jahrgang, Anschrift, Telefonnummer) an

anmeldung@king-of-alpsee.de

Nachmeldungen am Start möglich.