Gesundheit

Promi Ralf Bauer gibt kostenlos Heil-Yoga in Oberstaufen

Nicht als Schauspieler, sondern als Yoga-Lehrer steht Ralf Bauer derzeit im Oberstaufener Kurpark. Noch bis Samstag, 25. Juni, gibt er dort täglich um 7.30 Uhr kostenlose Stunden im tibetischen Heilyoga „Lu Jong“.

Nicht als Schauspieler, sondern als Yoga-Lehrer steht Ralf Bauer derzeit im Oberstaufener Kurpark. Noch bis Samstag, 25. Juni, gibt er dort täglich um 7.30 Uhr kostenlose Stunden im tibetischen Heilyoga „Lu Jong“.

Bild: Sibylle Mettler

Nicht als Schauspieler, sondern als Yoga-Lehrer steht Ralf Bauer derzeit im Oberstaufener Kurpark. Noch bis Samstag, 25. Juni, gibt er dort täglich um 7.30 Uhr kostenlose Stunden im tibetischen Heilyoga „Lu Jong“.

Bild: Sibylle Mettler

Zum Auftakt erklärt Schauspieler Ralf Bauer, wie er sich mit Yoga von seinen Rückenproblemen befreit hat und was St. Peter-Ording mit Oberstaufen zu tun hat.
21.06.2022 | Stand: 19:13 Uhr

Im Kurpark von Oberstaufen erklingt meditative Musik. Die Damen in der ersten Reihe sitzen auf ihren Matten kerzengerade im Lotussitz und warten. Es ist wie vor vielen anderen Freiluft-Yoga-Stunden. Wäre da nicht der Lehrer. Schauspieler Ralf Bauer, bekannt als Sunnyboy in der Fernsehserie „Gegen den Wind“, wird in Oberstaufen gleich anlässlich des Welt-Yogatags eine kostenlose Stunde in tibetischen Heil-Yoga geben.

27 Frauen und drei Männer haben sich im Halbkreis versammelt. Bevor es losgeht, drückt Bauer einer älteren Teilnehmerin erst einmal seine eigene Yoga-Matte in die Hand „mit Sand – nein, nicht aus St. Peter-Ording – sondern aus Sylt“, verrät der 55-Jährige und erklärt, wie wichtig der richtige Stand für die Übungen sei.

Nicht nur Schauspieler, sondern auch Yoga-Lehrer

Sylvia Ammer sitzt auf ihrer eigenen Matte. Die 61-jährige Oberstaufenerin praktiziert seit 20 Jahren Yoga und besitzt auch einige DVDs von Ralf Bauer. Nichts, was den Frauenschwarm mit Surfbrett zeigt, sondern als ernstzunehmenden Yoga-Lehrer. „Als Schauspieler kenne ich ihn gar nicht“, beteuert sie.

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Bauer bringt seinen Schülern an diesem Vormittag fünf Grundübungen des „Lu Jong“ bei, wie das tibetische Yoga genannt wird. Doch zunächst lässt er die Gruppe erst einmal atmen. „Das ist elementar“, erklärt der 55-Jährige. Das sei beim Schauspielen genauso wie beim Yoga, sagt er und zitiert seinen Kollegen Armin Rohde. „Beim Schauspielen muss die Stimme aus dem Arsch kommen“, habe der gesagt. Bauer wählt zurückhaltendere Worte und leitet die Gruppe an, wechselseitig ein Nasenloch zuzuhalten. „Der Körper ist Eure Grenze. Nie über den Schmerz hinausgehen“, bläut er den Teilnehmern noch ein, bevor er mit den eigentlichen Übungen beginnt. Bauer zeigt und erklärt genau, wie Füße, Rücken und Atmung eine Einheit ergeben sollen. Bedächtig folgen die Schüler seinen Anweisungen.

Mit nackten Füßen im Sand

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Und dann ist da wieder St. Peter-Ording. Damals, als er Ende 20 war und „Gegen den Wind“ drehte, habe er starke Rückenschmerzen bekommen, verrät der Schauspieler. „Ich stand monatelang mit nackten Füßen im kalten Sand“, erinnert er sich. Später berichtet Bauer auch vom Stress als Hauptdarsteller auf dem Filmset, von Presseterminen und der großen Fangemeinde und Autogrammwünschen. Damals habe er Spritzen gegen die Rückenschmerzen bekommen. Dennoch sei er dem Ort an der Nordseeküste bis heute verbunden. In St. Peter-Ording habe er auch die damalige Kurdirektorin Constanze Höfinghoff kennengelernt, die jetzt in Oberstaufen arbeitet. Durch sie sei das Yoga-Event zustande gekommen, verrät Bauer und erzählt von seinem Hang zu allem Asiatischen.

Schon als Kind habe er mit Judo angefangen, als 15-Jähriger andere Kinder in Judo unterrichtet. Über Thai Chi sei er zum Yoga gekommen. „Ich habe immer etwas gesucht“, erklärt der 55-Jährige, der in Baden-Baden eine eigene Yogaschule hat. Tibetisches Heil-Yoga habe ihn schließlich von den Rückenschmerzen befreit. „Ich bin extrem“, sagt er von sich selbst und schildert, wie er mit Petersilie im Gepäck zum Italiener geht, weil dieser die traditionelle Zutat eines Gerichts jüngst gegen Rucola getauscht habe.

Nicht aus Äußere, sondern aufs Innere achten

Seinen Schülern bläut er ein, bei den Übungen nicht aufs Äußerliche zu achten. Jeder solle sein Inneres suchen und nur so weit gehen, wie es ihm guttut, erklärt Bauer. Yoga solle man in die tägliche Routine einbauen. Es sei wie eine Choreografie, die man erlernen müsse, schildert er und tanzt seinen Schüler leichtfüßig ein paar Schritte vor, die er in der Schauspielschule mühsam eingeübt habe.

Sylvia Ammer ist am Ende voll des Lobs über den prominenten Yoga-Lehrer. „Das hat er toll gemacht“, sagt auch Melanie Riester-Kappel, die Bauer vor 30 Jahren schon in St. Peter-Ording gesehen hat und sich nach der Stunde noch mit ihm zum Foto stellt.

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