Feierliche Verkehrsfreigabe

Der Riedbergpass: „Lebensader für Balderschwang“

Riedbergpass

Zum 60-jährigen Bestehen des höchstgelegenen Passes Deutschlands fand am Freitag die feierliche Verkehrsfreigabe statt.

Bild: Luke Maguire

Zum 60-jährigen Bestehen des höchstgelegenen Passes Deutschlands fand am Freitag die feierliche Verkehrsfreigabe statt.

Bild: Luke Maguire

Die letzten Teilabschnitte am Riedbergpass sind fertiggestellt. Passend zum 60-jährigen Bestehen findet die Verkehrsfreigabe statt.
03.10.2021 | Stand: 05:30 Uhr

Nachdem sie im vergangenen Jahr coronabedingt ausfallen musste, wurde die Verkehrsfreigabe des Riedbergpasses nun zum 60-jährigen Jubiläum der Kreisstraße nachgeholt. Landrätin Indra Baier-Müller bedankte sich bei allen Beteiligten, die das Projekt – welches eine große Bedeutung für den Landkreis habe – über die Jahre hinweg begleitet haben. „Der Riedbergpass ist die Lebensader für Balderschwang“, sagt Baier-Müller. Erst durch den Pass habe die Gemeinde eine direkte Verkehrsverbindung erhalten – und der Umweg über Vorarlberg wurde überflüssig.

War der Pass die ersten zehn Jahre noch mautpflichtig, legten die Bürger des Hochtals durch eine Blockade 1971 den Grundstein dafür, dass die Passstraße in eine Kreisstraße umgewandelt wurde und es damit auch keine Maut mehr gab.

80 Millionen Euro in Riedbergpass investiert

Insgesamt seien in den vergangenen 25 Jahren rund 80 Millionen Euro investiert worden, von 2018 bis 2020 waren es 15,3 Millionen Euro. Ohne die Förderungen des Freistaates Bayern sei ein solches Projekt allerdings nicht zu stemmen gewesen, sagt Baier-Müller. Für die Zukunft wünscht sich die Oberallgäuer Landrätin mehr Rücksichtnahme der Verkehrsteilnehmer: „Der Riedbergpass ist stark frequentiert und es kommt immer mal wieder zu Unfällen. Deshalb appellieren wir daran, vorsichtig und rücksichtsvoll zu fahren.“

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Deutschlands höchste Passstraße: Der Riedbergpass wird 60

Obermaiselsteins Bürgermeister Frank Fischer ist beeindruckt von dem, was in den vergangenen Jahren bei den Bauarbeiten an der Kreisstraße geleistet wurde und sagt: „Der Pass ist ein Vorzeigemodell für andere Regionen.“

Verzögerungen durch bürokratische Hürden

Ein „zäher Kampf“ sei es teilweise für Hans-Walter Dieing gewesen. Der Geschäftsführer der Baufirma Oberall Bau GmbH & Co. KG bemängelte die bürokratischen Hürden, die es in den vergangenen Jahren gegeben hat, und kritisiert zudem den ein oder anderen Bürgermeister, der „die Sperrungen des Passes immer wieder hinausgezögert hat“. Bei weiteren Baumaßnahmen wünsche Dieing sich daher mehr Entgegenkommen.

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