Wintereinbruch im Allgäu

Schnee auf den Straßen: Was tun, wenn das Räumfahrzeug entgegenkommt?

Winter Riedbergpass

Der Winter steht vor der Tür – und damit ist auch wieder die Zeit der Schneepflüge. Doch die Räumfahrzeuge haben es nicht immer leicht.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Der Winter steht vor der Tür – und damit ist auch wieder die Zeit der Schneepflüge. Doch die Räumfahrzeuge haben es nicht immer leicht.

Bild: Ralf Lienert (Archivbild)

Der Räumdienst hat es nicht immer leicht. Vor allem rücksichtslose Autofahrer sind ein Problem. Die Straßenmeisterei Sonthofen gibt Tipps.
29.11.2021 | Stand: 17:59 Uhr

Der Winter kommt – und damit sind auch die Räumdienste wieder unterwegs auf den Straßen. Mit einem Streckennetz von 283 Kilometern hat auch die Straßenmeisterei Sonthofen mit ihren 16 Räumfahrzeugen alle Hände voll zu tun. Doch damit die Großfahrzeuge ihren Zweck erfüllen und die Straßen von Schnee und Eis befreien können, ist auch das Zusammenspiel zwischen dem Räumdienst und den anderen Verkehrsteilnehmern wichtig.

Warnung vor uneinsichtigen Autofahrern, die ein Räumfahrzeug überholen

„Es gibt immer wieder uneinsichtige Autofahrer, die keinen Platz machen und stur stehen bleiben, Anlieger, die ihren Schnee auf die Straße schieben, oder Autofahrer, die meinen, ein Räumfahrzeug überholen zu müssen“, sagt Leonhard Koch von der Straßenmeisterei Sonthofen. Er und sein Team sorgen bei durchgehendem Schneefall rund um die Uhr dafür, dass die Straßen in ihrem Zuständigkeitsbereich von Schnee und Eis befreit werden. Doch wie jeden Winter können die Räumfahrzeuge nicht sofort überall unterwegs sein.

Hinzu kommt, dass immer wieder Autofahrer mit Sommerreifen die Straße blockieren und so die Räumfahrzeuge nicht vorbeikommen, berichtet Koch. Aber auch rücksichtslose Autofahrer, die ein Räumfahrzeug überholen, würden sich und andere gefährden.

Der Räumdienst ist bei Bedarf 24 Stunden im Einsatz

Kommt ein Schneepflug entgegen, sollte man an den Rand fahren und Platz machen. „Ein Räumfahrzeug kann nicht rasen. Man sollte genug Abstand halten“, rät Koch weiter. Bei Bedarf sind die 16 Räumfahrzeuge 24 Stunden im Einsatz. Ansonsten starten die Fahrzeuge, beladen mit Salz und Sole, nachts um 3 Uhr und beenden ihren Dienst gegen 22 Uhr. „Bis 7 Uhr morgens müssen wir alle Straßen in unserem Gebiet frei haben“, sagt der Straßenmeister. Für Bundesstraßen und den Riedbergpass gibt es eine 24-Stunden-Bereitschaft.

Aber nicht nur das 283 Kilometer lange Straßennetz muss geräumt werden, sondern auch die Geh- und Radwege. „Wir räumen alles auf einmal und nicht erst Stunden später, wie viele immer denken“, sagt Koch.

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