Skifahren im Allgäu

Skigebiete im Allgäu: Was die Skifahrer auf das Nebelhorn lockt

Steil ist geil: Pisten wie diese lieben ambitionierte Skifahrer am Nebelhorn.

Steil ist geil: Pisten wie diese lieben ambitionierte Skifahrer am Nebelhorn.

Bild: Oberstdorf - Kleinwalertal - Bergbahnen

Steil ist geil: Pisten wie diese lieben ambitionierte Skifahrer am Nebelhorn.

Bild: Oberstdorf - Kleinwalertal - Bergbahnen

Höher geht es im Allgäu nicht: Auf 2214 Meter bringen die Bergbahnen die Skifahrer am Nebelhorn. Was das Skigebiet vom benachbarten Fellhorn unterscheidet.
23.02.2022 | Stand: 10:11 Uhr

Wer nach Oberstdorf zum Skifahren fährt, der hat die Qual der Wahl. Gleich am Ortseingang abbiegen und ins Kleinwalsertal fahren? Oder ans sonnige Fellhorn, von dem man ebenfallls in das Vorarlberger Hochtal rüberschaukeln kann? Viele Skifahrer zieht es aber direkt ans Nebelhorn, denn das lockt mit Allgäuer Superlativen: Mit Bergbahnen geht es nicht höher hinaus und ins Tal geht es über Deutschlands längste Abfahrt.

Skifahren am Nebelhorn: Mit der neuen Kabinenbahn bis zum Höfatsblick

Eine neue 10er-Kabinenbahn schaufelt die Wintersportler nach oben, sie ersetzte die in die Jahre gekommene Gondel. Die neue Bahn gibt zwar noch Töne von sich, die die Anwohner nerven. Deshalb fährt die Nebelhornbahn noch nicht mit voller Geschwindigkeit. Die Wartezeiten seien aber trotzdem deutlich geringer als bei der alten Gondelbahn, heißt es von der Geschäftsleitung. Das Umsteigen auf der Zwischenstation Seealpe entfällt mit der neuen Bahn, sie fährt durch bis zur Station Höfatsblick auf 1932 Meter.

Hinauf auf 2214 Meter bringt die Skifahrer und Snowboarder schließlich die Gipfelbahn. Oben sollte man dann schon eine Weile innehalten: Denn weiter hinein in die Allgäuer Alpen kommen Skifahrer - sofern sie keine Tourengeher sind - nicht. Rund 400 Gipfel sind zu sehen, darunter der Allgäuer Hauptkamm mit dem berühmten „Dreigestirn“ aus Trettachspitze, Mädelegabel und Hochfrottspitze. Ganz nah ist auch der Hochvogel, wohl der markanteste Gipfel der Umgebung.

Steile Pisten am Nebelhorn: 5 Kilometer schwarze Abfahrten

Eindrucksvoll am Nebelhorn ist nicht nur das Panorama: Die Pisten sind vor allem für ambitionierte Skifahrer das Non-Plus-Ultra im Allgäu: Die rund 13 Pistenkilometer verteilen sich auf fünf Kilometer schwarz, 5,1 Kilometer rot und 2,8 Kilometer blau. Schwarz heißt hier übrigens auch wirklich schwarz: Durchwegs steil geht es besonders weiter oben am Nebelhorn zur Sache.

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Skifahren am Nebelhorn: Hier gibt's die längste Abfahrt im Allgäu

Geländebedingt ist die Pistenauswahl am Nebelhorn deutlich geringer als am benachbarten Fellhorn. Denn dort geht es über die Skischaukel bis zur Talstation der Kanzelwandbahn in Riezlern. Die Pisten dort sind etwas weniger anspruchsvoll und besonders zum entspannten Carven ideal.

Vom Nebelhorngipfel geht es auf steilen Pisten zur Seealpe

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Mit sechs Bergbahnen und Liftanlagen bleibt es am Nebelhorn übersichtlich. Für Anfänger und Familien passen die blauen Pisten an der Seealpe. Fortgeschrittene gehen die anspruchsvolleren roten Pisten an der Seealpe, dem Nebelhorngipfel und am Koblat an. Der schwarze Nebelhorn-Gipfelhang und die Talabfahrt zur Seealpe sind Spielwiesen für Pistenprofis.

Freerider finden am Nebelhorn ebenfalls ihr Gelände, sollten sich aber schon allein wegen der Höhe des Skigebiets mit der Lawinengefahr gut auskennen. Skitourengeher können die Tour zum Großen Daumen angehen. Wer viel Zeit und Kondition hat, fährt dann zum Giebelhaus ab - und von dort aus mit dem Bus nach Hinterstein. Wenn dort vorher kein Auto abgestellt wurde, geht es per Bus wieder zurück nach Oberstdorf.

Das Skigebiet Nebelhorn im kurzen Steckbrief:

  • 10er Kabinenbahn (828 bis 1932 Meter, Zwischenstation Seealpe mit Zustiegsmöglichkeit auf 1280 Meter).
  • Gipfelbahn (1.933 bis 2.214 Meter).
  • 4er Sesselbahn Kobaltbahn, Sessellift Sonngehrenbahn, Schlepper Seealp-Lift
  • 13 Pistenkilometer, Hauptabfahrt mit 7,5 Kilometer Länge

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