Grillen

Sommer im Allgäu: Das raten Experten beim Grillen

Sommerzeit ist Grillzeit

Sommerzeit ist Grillzeit. Dabei sollte man jedoch einige Hinweise beachten, sagen Fachleute von Feuerwehren und der Verbraucherzentrale.

Bild: Ralf Lienert

Sommerzeit ist Grillzeit. Dabei sollte man jedoch einige Hinweise beachten, sagen Fachleute von Feuerwehren und der Verbraucherzentrale.

Bild: Ralf Lienert

Fachleute erklären, wie das kulinarische Vergnügen unfallfrei und klimafreundlich abläuft. Und die Verbraucherzentrale berichtet, wie man dabei das Klima schont.

08.06.2020 | Stand: 09:06 Uhr

Immer öfter liegt der Geruch von Kohle und gebratenem Fleisch in der Luft. Beim Nachbarn klimpern die Bierflaschen und die laue Brise weht immer wieder Gesprächsfetzen zu den umliegenden Terrassen – die Grillsaison hat begonnen. Damit es bei diesem Vergnügen nicht zu Unfällen kommt, geben die Feuerwehren aus der Region Tipps. Und die Verbraucherzentrale erklärt, wie man dabei das Klima schont.

In jedem Fall sollte man einen standsicheren Grill mit dem Zeichen für geprüfte Sicherheit (GS) verwenden und auf feuerfestem Untergrund aufstellen.

Abstand zu brennbaren Stoffen wie Sonnenschirmen halten.

Um Waldbrände zu vermeiden, mindestens 100 Meter entfernt von Wäldern grillen. Außerdem ist es den Freiwilligen zufolge wichtig, dass die Glut nicht vom Wind verweht wird und dass man Warnmeldungen beachtet.

Niemals Spiritus!

Wer Holzkohle verwendet, sollte nur auf Zündhilfen wie Grillanzünder oder -pasten setzen – und dafür niemals Brennspiritus benutzen.

Für alle Fälle empfehlen die Feuerwehren, einLöschmittel, etwa einen Eimer voll Wasser oder eine Löschdecke bereitzuhalten.

Nach dem Grillen die Kohle erst abkühlen lassen, dann in einem Blecheimer entsorgen.

Wichtig beim Gasgrill: darauf achten, dass die Anschlüsse dicht sind und der Schlauch nicht der Hitze ausgesetzt ist.

Eltern sollten ihre Kinder vom Feuer fernhalten.

Wer zusätzlich beim Grillen die Klimabilanz schonen möchte, dem empfiehlt die Verbraucherzentrale, noch weitere Punkte zu beachten. Die beste Ökobilanz haben demnach Elektro- und Solargrills, gefolgt von Gasgrills. Wer nicht auf den Holzkohlegrill verzichten möchte, könne sich beim Kauf von Anzündern und Holzkohle am FSC-Siegel für nachhaltige Waldwirtschaft orientieren.

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Auf Grillkäse verzichten

Besonders wichtig ist laut Verbraucherzentrale das Grillgut: Während des Verdauungsvorgangs von Wiederkäuern entsteht das klimaschädliche Gas Methan. Deswegen helfe es dem Klima, wenn man auf Rindfleisch und Grill-Käse verzichtet. „Klimafreundliche Alternativen sind gefüllte Paprika oder Champignons, Zucchini-Schiffchen oder Grillkartoffeln, am besten aus der Region“, sagt Susanne Moritz, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Bayern.

Alufolie gehört den Verbraucherschützern zufolge nicht auf den Grill: Schon bei der Aluminiumgewinnung entstehen klimaschädliche Gase. Unter dem Einfluss von Salz und säurehaltigen Speisen kann Aluminium sich lösen und auf die Lebensmittel übergehen. Als Alternativen bieten sich Grillsteine, Salzbretter oder Edelstahlbleche.

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