Zentrum Naturlerebnis Alpin

Spielen, basteln und entdecken in Obermaiselstein

Zum Natur-Entdeckertag in Obermaiselstein gehörte auch eine Bastelstation (links), bei der Rangerin Britta Löw (Bildmitte) den Kindern Tipps gab, wie man einen „Bubikopf“ herstellt. Bäume ertasten und wiedererkennen war eine weitere Aufgabe für die 25 Mädchen und Buben (rechts).

Zum Natur-Entdeckertag in Obermaiselstein gehörte auch eine Bastelstation (links), bei der Rangerin Britta Löw (Bildmitte) den Kindern Tipps gab, wie man einen „Bubikopf“ herstellt. Bäume ertasten und wiedererkennen war eine weitere Aufgabe für die 25 Mädchen und Buben (rechts).

Bild: Werner Kempf

Zum Natur-Entdeckertag in Obermaiselstein gehörte auch eine Bastelstation (links), bei der Rangerin Britta Löw (Bildmitte) den Kindern Tipps gab, wie man einen „Bubikopf“ herstellt. Bäume ertasten und wiedererkennen war eine weitere Aufgabe für die 25 Mädchen und Buben (rechts).

Bild: Werner Kempf

Beim Aktionstag des Zentrums Naturerlebnis Alpin in Obermaiselstein lernen Kinder die Umwelt besser kennen. Stationen sorgen für großen Spaß. Weitere Projekte sind geplant

30.08.2020 | Stand: 11:30 Uhr

Zoe stülpt eine Augenmaske über ihren Kopf und tastet mit den Fingern die Rindenstruktur eines Baumes ab. Dann wird sie von Lucia an der Hand genommen und zurück zum Ausgangspunkt geführt. Zoe (9) nimmt die Maske vom Gesicht, dreht sich um und soll nun den Baum suchen, den sie mit geschlossenen Augen berührt hat. Diese Aufgabe müssen die 25 Mädchen und Buben beim Natur-Entdeckertag des Zentrums Naturerlebnis Alpin (ZNAlp) in Obermaiselstein an einer der fünf Stationen lösen.

Ziel der Veranstaltung ist es unter anderem, „spielerisch heimische Tiere, Pflanzen und Lebensräume sowie den Wald und die Landwirtschaft besser kennenzulernen“, sagt Hennig Werth, stellvertretender Leiter des Zentrums. Ferner sollen Projekte wie der Natur-Entdeckertag die enge Zusammenarbeit mit der Gemeinde Obermaiselstein dokumentieren.

Über die Zusammenarbeit mit dem ZNAlp freut sich auch Bürgermeister Frank Fischer. Die geplanten Projekte mit den Rangern vor Ort sollen für Transparenz sorgen. „Die Aktionen zeigen, was die Verantwortlichen hier machen.“ Ferner sollen die Projekte ein zusätzliches Freizeitangebot sein. Sowohl für einheimische Kinder, als auch für jene, die hier Urlaub machen oder mehrere Wochen bei einer Mutter-Kind-Kur im Ort verbringen. „Der Entdeckertag macht sehr viel Spaß“, sagt Lucia. „Es ist spannend, war es hier alles gibt.“ Die Sechsjährige bringt Eicheln, Blätter und Tannenzapfen an eine der Stationen.

Zoe hat gelernt, „dass es in der Region viele Tiere gibt, die sich tarnen, um nicht gefressen zu werden“. Und sie hat auch erfahren, „dass Steinböcke und Eichhörnchen sehr gut klettern können“, berichtet die Neunjährige. Für Tim (9) ist es wichtig, „Tiere, Pflanzen und Blumen zu entdecken, die es nur hier gibt“.

Was Tiere alles fressen

Bei einer der Stationen müssen die Mädchen und Buben Tiere erraten und erfahren von den Rangerinnen, was die Tiere fressen, wo sie sich im Winter aufhalten und wie man sie aufgrund von Spuren identifizieren kann.

Und am Schluss dürfen alle Kinder einen „Bubikopf“ basteln. Dazu stopfen sie Erde und Samen in einen Strumpf, malen darauf ein Gesicht und stecken auf die Oberfläche des Strumpfs Kresse oder Schnittlauch als Haarersatz. Am Ende gibt es als Belohnung für alle einen Schokoladen-Kuhfladen.

Das Zentrum Naturerlebnis Alpin gibt es schon seit September 2018, berichtet Rangerin Britta Löw. „Wir sind keine Konkurrenz zum Naturerlebniszentrum Allgäu in Immenstadt-Bühl.“ Das Zentrum Naturerlebnis Alpin ist ein Modellprojekt für einen naturnahen Tourismus unter dem Dach der Regierung von Schwaben. „Wir kümmern uns unter anderem um Besucherlenkung, Naturschutz, Land- und Alpwirtschaft sowie Tourismus“, erklärt Löw. Eine Zusammenarbeit gibt es zum Beispiel mit Oberstdorf Tourismus, für den das Zentrum Naturerlebnis Kinderaktionen und Führungen organisiert. Diese gibt es auch in Balderschwang und Grasgehren.

Mobiler Stützpunkt

Geplant ist unter anderem ein mobiler Ranger-Stützpunkt im Oytal und Rappenalptal. Hier sollen Freizeitsportler und Touristen darauf hingewiesen werden, „wie man sich naturverträglich verhält“, sagt Löw. Ein weiteres Projekt ist eine Gams-Beobachtungsstation, die am Riedbergpass entstehen soll.