Allgäuer Hochalpen

Tödlicher Bergunfall: 86-Jähriger stirbt am Entschenkopf

Drama am Entschenkopf: Eine Hubschrauber-Besatzung entdeckte den Toten am zweiten Tag der Suche in den Allgäuer Hochalpen.

Drama am Entschenkopf: Eine Hubschrauber-Besatzung entdeckte den Toten am zweiten Tag der Suche in den Allgäuer Hochalpen.

Bild: Michael Munkler (Archiv)

Drama am Entschenkopf: Eine Hubschrauber-Besatzung entdeckte den Toten am zweiten Tag der Suche in den Allgäuer Hochalpen.

Bild: Michael Munkler (Archiv)

Ein 86-Jähriger ist am Wochenende in den Allgäuer Alpen am Entschenkopf tödlich verunglückt. Seine Familie hatte ihn als vermisst gemeldet.
03.08.2020 | Stand: 12:43 Uhr

Wie die Polizei am Montagmorgen berichtet, war der körperlich fitte Mann am Samstagmorgen von Rettenberg aus alleine zu einer Bergtour in Richtung Entschenkopf aufgebrochen. Angehörige hatten ihn am Samstagabend bei der Rettungsleitstelle als vermisst gemeldet, nachdem er nicht mehr zurückgekehrt war.

Daraufhin wurde eine Vermisstensuche eingeleitet, bei der das Auto des 86-Jährigen am sogenannten „Gruebplätzle“ im Bad Hindelanger Ortsteil Bad Oberdorf aufgefunden wurde. Von dort aus war er mit dem Fahrrad zum Mitterhaus gefahren, von wo aus er seine Tour zu Fuß fortgesetzt hatte.

Handy-Ortung grenzte Suchbereich ein

Anhand einer Ortung des Mobiltelefons des 86-Jährigen konnte der Suchbereich laut Polizei auf den Entschenrücken eingegrenzt werden. Bei der Suche am Samstagabend waren neben den Mitgliedern der Alpinen Einsatzgruppe des Polizeipräsidiums Schwaben Süd-West insgesamt 15 Mitglieder der Bergwacht Bad Hindelang beteiligt. Auch ein Polizeihubschrauber suchte mit der Wärmebildkamera das Gebiet ab. Die Suche musste dann aber wegen eingesetzter Dunkelheit zunächst ergebnislos abgebrochen werden.

Hubschrauber-Besatzung entdeckte leblosen Körper

Am Sonntagmorgen wurde die Suche mit 40 Angehörigen der Bergwacht Bad Hindelang und der Rettungshundestaffel der Bergwacht, fünf Alpinbeamten und einem Polizeihubschrauber fortgesetzt. Wie die Polizei berichtet, unterstützte außerdem das Technikfahrzeug der Bergwacht aus Immenstadt den Einsatz mit Drohnen und weiterem technischen Suchequipment.

Bei Tageslicht wurde der Vermisste schließlich durch die Besatzung des Hubschraubers leblos gesichtet. Er war offenbar eine steile Rinne circa 50 Meter tief hinabgestürzt und war an seinen schweren Verletzungen verstorben.

Der Verstorbene wurde durch die Alpinbeamten unter Einsatz des Polizeihubschraubers geborgen. Die Angehörigen wurden vom Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreut. Hinweise auf ein Fremdverschulden gibt es laut Polizei nach derzeitigem Stand der Ermittlungen nicht.

Karte: Hier liegt der Entschenkopf: