Museen im Oberallgäu

Tauziehen ums Allgäuer Bergbauernmuseum: Freie Wähler bieten Unterstützung an

Die Bezirksräte (von links) Alexander Hold, Dr. Philipp Prestel und Johann Fleschhut beteiligten sich beim Rundgang durch das Allgäuer Bergbauernmuseum auf der Traktorenbühne mit sichtlicher Freude als Testfahrer. Zuvor hatten sie die Bereitschaft zur grundsätzlichen Unterstützung des Bergbauernmuseums signalisiert.

Die Bezirksräte (von links) Alexander Hold, Dr. Philipp Prestel und Johann Fleschhut beteiligten sich beim Rundgang durch das Allgäuer Bergbauernmuseum auf der Traktorenbühne mit sichtlicher Freude als Testfahrer. Zuvor hatten sie die Bereitschaft zur grundsätzlichen Unterstützung des Bergbauernmuseums signalisiert.

Bild: Bergbauernmuseum

Die Bezirksräte (von links) Alexander Hold, Dr. Philipp Prestel und Johann Fleschhut beteiligten sich beim Rundgang durch das Allgäuer Bergbauernmuseum auf der Traktorenbühne mit sichtlicher Freude als Testfahrer. Zuvor hatten sie die Bereitschaft zur grundsätzlichen Unterstützung des Bergbauernmuseums signalisiert.

Bild: Bergbauernmuseum

Die Trägerschaft des Bergbauernmuseums soll geändert werden. Der Bezirk will einsteigen und der Landkreis soll auch mitmachen. Aber die Landrätin ist dagegen.
26.10.2022 | Stand: 14:55 Uhr

Die Freien Wähler setzen sich für eine größere Unterstützung des Allgäuer Bergbauernmuseum in Immenstadt-Diepolz durch den Bezirk ein. Das ist das Ergebnis eines Besuchs der drei Allgäuer Bezirksräte Johann Fleschhut, Alexander Hold und Dr. Philipp Prestel von der Bezirkstagsfraktion der Freien Wähler vor Ort im Bergbauernmuseum. Das lässt darauf hoffen, dass die FW-Bezirksräte ihre Parteifreundin und Landrätin Indra Baier-Müller davon überzeugen können, dass sich auch der Landkreis Oberallgäu an der künftigen Finanzierung des Museums beteiligt.

Der laufende Betrieb des Bergbauernmuseums in Diepolz, einem Ortsteil von Immenstadt im Bergstättgebiet, wird bisher von der Stadt Immenstadt und den Besucher-Einnahmen finanziert. Um den Betrieb des Freiluftmuseums kümmert sich ein Förderverein, dessen Mitglieder sich vor Ort kräftig reinhängen. Schon länger versucht die Stadt Immenstadt noch andere Partner mit ins Boot bei der Trägerschaft zu holen. Das scheint jetzt Erfolg zu haben. Die Bezirkstagsfraktionen der CSU und der Grünen haben beantragt, dass sich der Bezirk am Betrieb des Museums beteiligen soll. Sie brachten dabei einen Zweckverband als Träger ins Gespräch, der aus Bezirk Schwaben, der Stadt Immenstadt, dem Förderverein - und dem Landkreis Oberallgäu bestehen könnte. Doch die Oberallgäuer Landrätin wies dies zurück: . Zwar sei der Landkreis - wie auch schon bisher - bereit, einzelne Projekten im Museum zu fördern. Doch eine Bezuschussung des laufenden Betriebs durch den Landkreis – wie sie ein Zweckverband vorsehen würde – „dürfte hingegen nicht in Frage kommen“, schrieb sie.

Auch Kreisräte für Beteiligung des Oberallgäus

Allerdings sprechen sich jetzt immer mehr Politiker auch auf Kreisebene für eine Beteiligung des Landkreises in der Trägerschaft aus. Zunächst war dies die CSU-Kreistagsfraktion, jetzt sind es auch die Freien Wähler. Bei ihrem Besuch in dem Freiluftmuseum zeigten sich die drei Bezirksräte begeistert von der Organisation und dem tollen Angebot gerade für Familien in dem Freiluftmuseum: „Das Allgäuer Bergbauernmuseum stellt ein schönes Beispiel für das gelungene Zusammenwirken vieler engagierter ehrenamtlicher Akteure mit Förderern und haupt- und nebenberuflich beschäftigten Mitarbeitern dar“, sagt Dr. Prestel in einer Pressemitteilung. Prestel ist sowohl Fraktionsvorsitzender der Freien Wähler im Bezirkstag als auch Fraktionschef im Oberallgäuer Kreistag.

Freie Wähler wollen erst Experten hören

Prestel kann sich eine ständige Beteiligung des Landkreises am Bergbauernmuseum durchaus vorstellen. Jedoch, und da ist er sich mit seinen beiden anderen Allgäuer FW-Bezirksräten einig, sollte "das Museumskonzept und der inhaltliche Entwicklungsbedarf fachkundig und wohlwollend zugleich analysiert und zukunftsorientiert weiterentwickelt werden“. Aufgrund der Vorschläge der Museumsexperten des Bezirks könnte dann die künftige finanzielle oder organisatorische Beteiligung sowohl von Schwaben als auch des Oberallgäus am Museumsbetrieb beraten werden.

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