Burgberg im Oberallgäu

"Glück, dass es nicht noch schlimmer kam": Unwetter richtet 2,6 Millionen Euro Schaden an

Burgbergüberflutet

So sah es am 26. Juli im Burgberger Freibad aus: Überall Wasser, nicht nur in den Becken. Das Bad musste fast drei Wochen gechlossen bleiben. Die Becken mussten gereinigt und neu befüllt werden.

Bild: Eckardt

So sah es am 26. Juli im Burgberger Freibad aus: Überall Wasser, nicht nur in den Becken. Das Bad musste fast drei Wochen gechlossen bleiben. Die Becken mussten gereinigt und neu befüllt werden.

Bild: Eckardt

Viele Burgberger sind betroffen vom Juli-Unwetter. Die Stimmung des Freibad-Pächters ist "ganz unten" - und die Turnhalle geschlossen.
13.09.2021 | Stand: 10:06 Uhr

Das Unwetter vom 26. Juli wirkt in Burgberg nach: Rathauschef André Eckardt sprach aber „von Glück, dass es nicht noch schlimmer kam und wir kein Menschenleben verloren haben.“ Die Schäden im privaten, gewerblichen und öffentlichen Bereich schätzt er auf knapp 2,6 Millionen Euro. Dabei fehlten aber die Grünten-Turnhalle, die einen neuen Boden braucht und geschlossen ist. Der Schaden im (Freibad) werde erst im Winter repariert, sagte er bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderats.

Unwetter im Oberallgäu: Bad war knapp drei Wochen zu

Im Freibad sei der sogenannte „Schwallwasserbehälter“ undicht, müsse repariert werden. Das Bad war nach dem 26. Juli knapp drei Wochen gesperrt. Wasser musste ausgetauscht werden, die Becken gereinigt. Die Stimmung des Pächters sei „ganz unten“, sagte Eckardt. Er habe große Einbußen hinnehmen müssen. Auch wegen der Corona-Pandemie. Für die Turnhalle würden derzeit Alternativen gesucht, um den Vereinssport aufrechthalten zu können – unter anderem im Markthaus oder in der Aula der Schule. Der neue Turnhallenboden kostet laut Eckardt 250 .000 Euro.

Der Rathauschef sprach von einer sehr guten Zusammenarbeit mit dem Wasserwirtschaftsamt. Das Rückhaltebecken am Schanzbach sei bereits geräumt worden, auch das am Wustbach und am Mangoldsbach.

Am Eckbach und am Dorfbach wird der Hochwasserschutz ausgebaut für zusammen ungefähr drei Millionen Euro. Das sei schon vor dem Starkregen geplant gewesen, soll nun aber schnell realisiert sein. Eckardt geht von zwei bis drei Jahren aus. Der Gemeinderat gab dem Bürgermeister grünes Licht, den Antrag dafür zu stellen.

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