Bayerischer Landtag zeichnet Oberallgäuer aus

Verfassungsorden für Manfred Kurrle: „Naturschützer, Stiftungsgründer und Förderer“

Manfred Kurrle wurde von Landtagspräsidentin Ilse Aigner mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet.

Manfred Kurrle wurde von Landtagspräsidentin Ilse Aigner mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet.

Bild: Rolf Poss, Bayerischer Landtag.

Manfred Kurrle wurde von Landtagspräsidentin Ilse Aigner mit dem Bayerischen Verfassungsorden ausgezeichnet.

Bild: Rolf Poss, Bayerischer Landtag.

Der Landtag ehrt Manfred Kurrle aus Bolsterlang mit dem Bayerischen Verfassungsorden. Präsidentin Ilse Aigner würdigt die Lebensleistung des Unternehmers.
08.12.2022 | Stand: 12:20 Uhr

Manfred Kurrle aus Bolsterlang hat aus den Händen von Landtagspräsidentin Ilse Aigner den Bayerischen Verfassungsorden erhalten. Im Maximilianeum erhielten sieben verdiente Persönlichkeiten aus Schwaben die Auszeichnung des Bayerischen Landtags.

Manfred Kurrle sei ein erfolgreicher Unternehmer, Naturschützer, Stiftungsgründer und Förderer der Region Oberstdorf, würdigte Aigner den Oberallgäuer. Nach dem Studium gründete er das Ingenieurbüro Kurrle und die Kurrle Holding, war 2010 Gründungsgesellschafter des Allgäu Airports und entwickelte 2012 ein Prüf- und Testgelände für autonomes Fahren. Dabei habe Kurrle durch unermüdlichen Einsatz wegweisende neue Entwicklungen in Gang gebracht, hieß es in der Laudatio auf den Preisträger. Daneben engagiere er sich seit 1987 in der Landwirtschaft und im Naturschutz. 2006 gründete Kurrle die Naturschutzstiftung Allgäuer Hochalpen und legte damit den Grundstein für die langfristige Sicherung des förderungswürdigen Naturschutzgebiets in den Allgäuer Hochalpen.

Manfred Kurrle habe das Bewusststein der Menschen für die Landschaftspflege gesteigert

Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung des Naturschutzes, der Landschaftspflege sowie des heimischen Brauchtums insbesondere im Gebiet der Allgäuer Hochalpen. Durch sein Engagement trage Manfred Kurrle entscheidend dazu bei, dass heimische Kulturlandschaft bewahrt werde, Lebensräume für Tier- und Pflanzenarten erhalten werden und das Bewusstsein der Menschen für Natur- und Landschaftspflege gesteigert werde.

„Ich fühle mich sehr geehrt, dass mir der Freistaat Bayern diesen Orden verliehen hat“, sagte Kurrle zu der Auszeichnung. Insbesondere zu einer Zeit, in der das Rappenalptal durch Bauarbeiten am oberen Teil des Bachs in die Medien gelangt sei.

Langjähriges Engagement für die Natur im Rappenalptal

„Der untere Teil des Tals liegt nicht nur zentral in der von mir mit errichteten gemeinnützigen Stiftung, sondern auch in meinem Herzen“, erklärte Kurrle. „Hier habe ich in den letzten 25 Jahren viel Herzblut investiert. Eingriffe in den Rappenalpbach fanden hier nicht statt und im gesamten Stiftungsgebiet ist er Gott sei dank unversehrt.“

1000 Hektar und sechs Alpen in Stiftung eingebracht

Kurrle hatte in die Naturschutzstiftung Allgäuer Hochalpen 1000 Hektar der ehemaligen „Prinzregentenjagd“ eingebracht – das Alp- und Forstgut Einödsbach mit sechs Alpen. Die zum Teil Jahrhunderte alten Alpgebäude wurden mit hohem finanziellen Aufwand in enger Kooperation mit der Denkmalschutzbehörde saniert. Der Zweck der gemeinnützigen Stiftung ist die Förderung des Naturschutzes, der Landschaftspflege und des heimischen Brauchtums in dem Gebiet.

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