Werksschließung in Sonthofen

Voith-Mitarbeiter in Sonthofen sagen Adieu mit 500 Kerzen

Voith Sonthofen

Aus und vorbei: Mit einem symbolischen Sarg verabschiedeten sich die Mitarbeiter des Voith-Werks in Sonthofen, das endgültig schließt.

Bild: Benjamin Liss

Aus und vorbei: Mit einem symbolischen Sarg verabschiedeten sich die Mitarbeiter des Voith-Werks in Sonthofen, das endgültig schließt.

Bild: Benjamin Liss

Voith-Mitarbeiter sagen Adieu bei einer besonderen Aktion in Sonthofen. Wie es für die Beschäftigten nun weitergeht.
01.04.2021 | Stand: 07:41 Uhr

Es war am Mittwoch (31. März 2021) ein schwerer Tag für viele Mitarbeiter von Voith in Sonthofen: Wehmütig sagten sie Adieu. Denn das Werk ist nun endgültig geschlossen (wir berichteten). Symbolisch trugen sie einen Sarg ins Freie und ein Trompeter spielte. Auch 500 Kerzen wurden angezündet, die unter anderem für 500 Jahre „Schmitte“ in Sonthofen stehen, wie das Werk auch genannt wird. (Lesen Sie auch: Eine Ära endet in Sonthofen: Im Voith-Werk gehen die Lichter aus)

Voith Sonthofen: "Ich verlasse das Werk mit einer Mischung aus Traurigkeit und Wut"

„Ich verlasse das Werk mit einer Mischung aus Traurigkeit und Wut“, erzählte Anita Schillinger, die fast 13 Jahre dem Unternehmen angehörte. Auch Verwandte von ihr arbeiteten bereits am Sonthofer Standort. Nach wie vor verstehen Schillinger und ihre Kollegen die Entscheidung des Managements nicht, den Getriebebau zu schließen. Durch den ausgehandelten Sozialplan könne sie zumindest in eine Transfergesellschaft wechseln. „Das gibt uns erstmal die Sicherheit, nicht sofort in die Arbeitslosigkeit zu kommen“, sagt Schillinger. „Wir können dort auch entsprechende Fortbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen.“ So werde sie es auch machen.

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Abschied bei Voith

Trotzdem überwiegt für sie der traurige Abschied vom Sonthofer Werk: „Für mich war es immer wie eine Familie und ich bin sicher, dass das meine Kolleginnen und Kollegen genauso sehen.“